Rol­len­des Kraft­werk

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Schozach und Bottwartal - - MEINUNGEN -

Zur Dis­kus­si­on um E-Au­tos und zum Le­ser­brief von Wolf­gang Hah­nen, 8.5. Der Le­ser­brief­schrei­ber geht da­von aus, dass Elek­tro­fahr­zeu­ge „über ei­ne Ni­schen- oder Ran­der­schei­nung nicht hin­aus kom­men“. „Wo soll denn der gan­ze Strom her­kom­men?“Al­lein die Um­stel­lung al­ler Stra­ßen­lam­pen auf LEDTech­nik spart so viel Strom, dass da­mit zwei Mil­lio­nen Elek­tro­au­tos fah­ren kön­nen. „Hal­ten das die Lei­tun­gen aus?“Auch heu­te schon schal­ten vie­le Haus­hal­te zur Mit­tags­zeit ih­re Elek­tro­her­de ein, un- ko­or­di­niert und un­ter Um­stän­den gleich­zei­tig. Ein pri­va­ter Pkw steht 23 St­un­den am Tag. Da­durch kann das La­den so ge­steu­ert wer­den, dass das Netz nicht über­las­tet wird und dass vor al­lem dann ge­la­den wird, wenn ge­nü­gend So­lar- und Wind­strom zur Ver­fü­gung steht. Wird ein Teil der Bat­te­rie­ener­gie wie­der ins Netz zu­rück ge­speist, kön­nen Schwan­kun­gen der re­ge­ne­ra­ti­ven Ener­gie aus­ge­gli­chen wer­den. Das Elek­tro­au­to ist ein rol­len­des Kraft­werk: Wer­den zu­künf­tig nur 20 Pro­zent von zwei Mil­lio­nen Fahr­zeug­bat­te­ri­en als Re­gel­ener­gie be­nutzt, so ent­spricht dies rech­ne­risch der Leis­tung von fünf Atom­kraft­wer­ken. Das ist kei­ne Zu­kunfts­vi­si­on, son­dern heu­te schon bei Sta­tio­när­bat­te­ri­en im Ein­satz. Klaus Ries-Mül­ler, Bad Rap­penau

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