Gau­land legt ge­gen Özo­gus nach

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Schozach und Bottwartal - - POLITIK -

Der AfD-Spit­zen­kan­di­dat Alex­an­der Gau­land hält Vor­wür­fe der Volks­ver­het­zung we­gen sei­ner An­grif­fe auf Staats­mi­nis­te­rin Ay­dan Özo­guz (SPD) für „völ­lig ver­fehlt“. Ei­ne ent­spre­chen­de An­zei­ge des frü­he­ren Bun­des­rich­ters Tho­mas Fi­scher nimmt Gau­land ge­las­sen: „Soll er ma­chen“, sag­te er. Der Ju­rist Fi­scher hat­te ge­gen Gau­land Straf­an­zei­ge ge­stellt, weil des­sen Äu­ße­run­gen über die tür­kisch­stäm­mi­ge SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Staats­mi­nis­te­rin für Mi­gra­ti­on den Ver­dacht der Volks­ver­het­zung und Ver­let­zung der Men­schen­wür­de recht­fer­tig­ten. Gau­lands Schmä­hung sei „er­sicht­lich al­lein auf die eth­ni­sche Zu­ge­hö­rig­keit der Be­trof­fe­nen als Mit­glied ei­nes Teils der Be­völ­ke­rung“, zi­tier­te „Spie­gel on­li­ne“aus der An­zei­ge.

Gau­land hat­te ver­gan­ge­nen Sams­tag da­von ge­spro­chen, Özo­guz in der Tür­kei zu „ent­sor­gen“. Im Ge­spräch mit der „Frank­fur­ter All­ge- mei­nen Zei­tung“(Mitt­woch) leg­te er nach: „Ich fin­de ei­ne Frau, die sagt, ei­ne deut­sche Kul­tur sei jen­seits der Spra­che nicht iden­ti­fi­zier­bar, hat in die­sem Land nichts ver­lo­ren.“Özo­guz müs­se sich „un­ter Um­stän­den ein an­de­res Land su­chen“. Sei­ne ur­sprüng­li­che Äu­ße­rung, Özo­guz zu „ent­sor­gen“, be­reue er nicht: „Ich will es gar nicht als Feh­ler be­zeich­nen. Der Bo­hei, der um die­ses Wort ge­macht wird, ist ab­so­lut lä­cher­lich.“

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