Er­ben kön­nen Geld zu­rück­for­dern

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Er­ben über­prü­fen in der Re­gel die Kon­ten des Ver­stor­be­nen. Oft fin­den sie da­bei Ab­he­bun­gen durch Vor­sor­ge­be­voll­mäch­tig­te kurz vor dem Tod des Erb­las­sers. Nach ei­nem Ur­teil des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Karls­ru­he (Az.: 9 U 167/15) kön­nen sie dann Nach­wei­se über die Ver­wen­dung und ge­ge­be­nen­falls Rück­zah­lung ver­lan­gen. In dem von der Ar­beits­ge­mein­schaft Er­brecht des Deut­schen An­walt­ver­eins (DAV) mit­ge­teil­ten Fall hat­te die Erb­las­se­rin ih­ren Sohn 2001 zu ih­rem Al­lein­er­ben ein­ge­setzt, weil er sie nach ei­nem Schlag­an­fall pfleg­te. Spä­ter er­teil­te sie ih­rer Toch­ter ei­ne no­ta­ri­el­le Vor­sor­ge­voll­macht. Die Frau hob dann vor dem Tod der Mut­ter meh­re­re klei­ne Be­trä­ge ab. Der Bru­der for­der­te Re­chen­schaft und Rück­zah­lung.

Der Er­be kön­ne die Her­aus­ga­be sol­cher Bar­geld­be­trä­ge ver­lan­gen, so die Rich­ter. Kön­ne aber der Be­voll­mäch­tig­te be­wei­sen, dass der Ver­stor­be­ne da­zu Auf­trag gab und die Gel­der auf­trags­ge­mäß ver­wen­det wur­den, müs­sen sie nicht zu­rück­ge­zahlt wer­den. Hier konn­te die Toch­ter glaub­haft Aus­kunft über den Ver­bleib des Gel­des ge­ben. Dies reich­te den Rich­tern. tmn

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