Wenn sich Frö­sche ge­gen Stör­che aus­spre­chen

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Weinsberger Tal - - LESERFORUM - Al­f­red Bolch, Heil­bronn Klaus Fi­scher, Heil­bronn Lothar Schmidt, Bra­cken­heim Dr. Ste­fan Mül­ler, Neckar­sulm Han­ne­lo­re Bus­ter, Wüs­ten­rot Mo­ni­ka Bertsch, Neckar­sulm

Kein Zwang

Zum The­ma „Hun­ger­streik von Kur­den im Ge­fäng­nis Heil­bronn“. Nie­mand von den Kur­den oder an­de­ren Straf­tä­tern wur­de ge­zwun­gen, Ta­ten zu be­ge­hen, die sie da­hin ge­führt ha­ben, wo sie jetzt sind. Die Ge­fäng­nis­zim­mer sol­len, wie man hört, zu­dem noch kom­for­ta­bler sein als man­che Un­ter­kunft in Al­ters­hei­men.

Fra­ge­stel­lung

Zum The­ma „Fahr­rad­park­haus un­be­liebt“vom 9. Au­gust.

Das Er­geb­nis von Um­fra­gen hängt da­von ab, wen man was fragt. Wer­den Frö­sche ge­fragt, ob am Teich Stör­che er­for­der­lich sind, wer­den 99 Pro­zent dies ab­leh­nen. Wenn man in der Au­to­stadt Heil­bronn mit ei­nem MIV-An­teil (mo­to­ri­sier­ter In­di­vi­du­al-Ver­kehr) von et­wa 60 Pro­zent nach der Not­wen­dig­keit von Fahr­rad­park­häu­sern fragt, hält dies die Hälf­te der Um­fra­ge­teil­neh­mer für un­nö­tig. Ist ja klar, denn ers­tens kann dort kein Au­to par­ken und zwei­tens ent­fal­len beim Bau die­ser Park­häu­ser Kfz-Stell­plät­ze. Dann macht auch wie­der die Über­schrift „Fahr­rad­park­haus un­be­liebt“Sinn. Hät­te man die Ver­kehrs­teil­neh­mer, die rund um den Haupt­bahn­hof ihr Fahr­rad ab­stel­len, ge­fragt, wä­re das Er­geb­nis ganz an­ders aus­ge­fal­len. Da fra­ge ich mich, was man mit sol­chen Um­fra­gen (bei de­nen man sei­ne Stim­me so­gar mehr­mals ab­ge­ben kann) er­rei­chen will?

Ab­ge­kar­te­tes Spiel

Zum The­ma „Kran­ken­haus Bra­cken­heim“.

Be­reits im Vor­feld ha­be ich mich über den schnel­len Be­schluss des Land­rats­am­tes und der ver­tre­te­nen Par­tei­en ge­wun­dert und auch ge­är­gert. Ei­gent­lich stand ja schon vor­ab fest, was be­schlos­sen wird und wie vor­ge­gan­gen wer­den soll- te. Nun ist das Kran­ken­haus Bra­cken­heim fak­tisch zu und das Um­land ist ab­ge­hängt. Al­len war klar was kommt, denn es kommt nichts von dem, was zu­ge­si­chert wur­de, um al­le Sei­ten ge­fü­gig hal­ten zu kön­nen. Mit Nost­al­gie hat­te ein Kran­ken­haus Bra­cken­heim nichts zu tun, es hat­te ein­mal Qua­li­tät und es hat funk­tio­niert. Ich hof­fe nicht, dass nun aus dem Grund­stück des ehe­ma­li­gen Kran­ken­hau­ses Bra­cken­heim ein Wohn­bau­grund­stück wird. Das wird sich die Be­völ­ke­rung si­cher­lich nicht ge­fal­len las­sen.

Neu­es Pro­dukt

Zum The­ma „Der Draht­esel im Wan­del der Zeit“.

Es ist sehr er­freu­lich, dass sich die zu ei­ner Se­rie über das Fahr­rad ent­schlos­sen hat. Noch schö­ner wä­re es, wenn sich die Zei­tung dar­über­hin­aus da­zu ent­schlie­ßen könn­te, die aus der Zeit ge­fal­le­nen Be­rich­te über PSstrot­zen­de Pkw in der Au­to- durch ei­ne Fahr­rad- min­dest zu er­gän­zen.

An­re­gung

zu- Zum The­ma „Ein­kau­fen in Heil­bronn“.

Wir fah­ren mit der Stadt­bahn nach Heil­bronn zum Ein­kau­fen. Ers­tens um die Park­platz­su­che zu ver­mei­den, zwei­tens um die Um­welt zu scho­nen. In den Lä­den be­kommt man ei­ne Ver­gü­tung für die Park­ge­büh­ren an­ge­bo­ten. Leu­te, die die Um­welt scho­nen, er­hal­ten kei­nen Bo­nus. Dies wä­re doch mal ei­ne Sa- che, die man im Stadt­mar­ke­ting auf­grei­fen könn­te. Bei Vor­zei­gen des Fahr­schei­nes wür­de ich mich über ei­ne Ver­gü­tung freu­en.

Stink­sau­er

Zum The­ma „Park-Pro­ble­me“.

Ich war bei der Wahl­ver­an­stal­tung von Frau Mer­kel. Mein Au­to hat­te ich in der Tief­ga­ra­ge am Woll­haus ge­parkt. Nach Ver­an­stal­tungs­en­de um 20.30 Uhr ha­ben ich und je­de Men­ge an­de­rer Par­ker ver­geb­lich ver­sucht, in die Tief­ga­ra­ge zu kom­men. Wir ha­ben es an sämt­li­chen Ein-/Aus­gän­gen ver­sucht. Nir­gend­wo ein Hin­weis, was in die­sem Fall zu tun wä­re. Nach über 30 Mi­nu­ten ver­geb­li­cher Su­che wur­de uns dann nach ei­nem An­ruf bei der Po­li­zei ge­sagt, dass wir es doch über die Aus­fahrt ver­su­chen sol­len. Und sie­he da, es hat ge­klappt. Wir wa­ren stink­sau­er. Und so et­was in ei­ner „an­geb­li­chen“Groß­stadt.

Auf dem Bahn­hofs­vor­platz in Heil­bronn herrscht Park­platz­man­gel für Fahr­rä­der. Ein Fahr­rad­park­haus wird un­ter an­de­rem ge­for­dert.

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