Smart­pho­ne de­fekt: Ge­währ­leis­tung weg?

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Wenn bei ei­nem Smart­pho­ne, Ta­blet oder ähn­li­chem we­ni­ge Wo­chen nach dem Kauf der Ak­ku streikt oder sons­ti­ge Män­gel auf­tre­ten, stellt sich oft die Fra­ge, wer den Man­gel be­he­ben muss. Soll sich der Ver­brau­cher an den Händ­ler oder an den Her­stel­ler wen­den?

Bei Kauf von Neu­wa­ren ist je­der Ver­käu­fer ver­pflich­tet, zwei Jah­re da­für ein­zu­ste­hen, dass die ge­kauf­te Wa­re man­gel­frei ist. Da­ge­gen ist die Ga­ran­tie ei­ne frei­wil­li­ge Zu­si­che­rung durch den Her­stel­ler, er­klärt An­na-Ma­ria Bern­hardt von der Ver­brau­cher­zen­tra­le in Neckar­sulm. Beim Kauf kommt es im­mer wie­der vor, dass Händ­ler für die Ge­währ­leis­tung an den Her­stel­ler ver­wei­sen. „Das ist nicht zu­läs­sig“, sagt Bern­hardt. „Der Ver­käu­fer oder Händ­ler muss Sor­ge da­für tra­gen, dass das Pro­dukt ein­wand­frei in den Ver­kehr kommt. Er ist al­so ers­ter An­sprech­part­ner für Kun­den, die ihr Recht auf Ge­währ­leis­tung gel­tend ma­chen wol­len.“Pro­ble­ma­tisch sind selbst vor­ge­nom­me­ne Re- pa­ra­tur­ar­bei­ten: „Wäh­rend der Ge­währ­leis­tungs- und Ga­ran­tie­zei­ten soll­ten Re­pa­ra­tu­ren stets vom au­to­ri­sier­ten Fach­händ­ler durch­ge­führt wer­den, um nicht wei­ter­ge­hen­de An­sprü­che zu ver­lie­ren“, so die Ver­brau­cher­schüt­ze­rin. Oft er­hal­ten Kun­den beim Kauf ei­ne zu­sätz­li­che Ga­ran­tie vom Her­stel­ler oder Ver­käu­fer. Die­se frei­wil­li­ge Leis­tung kann mög­li­cher­wei­se län­ger grei­fen als die üb­li­che Ge­währ­leis­tung. An­sprech­part­ner ist in die­sem Fall di­rekt der Ga­ran­tie­ge­ber. red

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