Fach­soft­ware

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Wer Com­pu­ter­pro­gram­me für den Be­ruf braucht, kann die Kos­ten da­für künf­tig bes­ser steu­er­lich gel­tend ma­chen. Der­zeit gel­te Stan­dard­soft­ware mit ei­nem Net­to­an­schaf­fungs­wert von bis zu 410 Eu­ro als so­ge­nann­tes Tri­vi­al­pro­gramm, er­klärt Isa­bel Klo­cke vom Bund der Steu­er­zah­ler. Das heißt: „Die Aus­ga­ben dür­fen so­fort im Jahr der An­schaf­fung als Wer­bungs­kos­ten be­zie­hungs­wei­se Be­triebs­aus­ga­be ab­ge­setzt wer­den.“Liegt der Preis bei mehr als 410 Eu­ro net­to, muss das Com­pu­ter­pro­gramm über drei Jah­re ab­ge­schrie­ben wer­den. Künf­tig soll der Be­trag aber auf 800 Eu­ro an­ge­ho­ben wer­den.

Das hat den Vor­teil, dass auch teu­re­re Soft­ware di­rekt im An­schaf­fungs­jahr in der Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung voll­stän­dig an­ge­setzt wer­den kann. Da­von pro­fi­tie­ren Frei­be­ruf­ler, Un­ter­neh­mer, aber auch Ar­beit­neh­mer und Stu­den­ten, die sich ei­ne Stan­dard­soft­ware aus be­ruf­li­chen Grün­den an­schaf­fen. Da ge­ra­de teu­er sein kann, lohnt es sich ge­ge­be­nen­falls ei­ne An­schaf­fung zu ver­schie­ben: „Mit dem Er­werb ei­ner Stan­dard­soft­ware mit ei­nem Wert zwi­schen 410 Eu­ro und 800 Eu­ro soll­te mög­lichst bis zur nächs­ten Über­ar­bei­tung der Ein­kom­men­steu­er-Richt­li­ni­en ge­war­tet wer­den“, rät Klo­cke. In der Richt­li­nie soll die hö­he­re Wert­gren­ze fest­ge­schrie­ben wer­den. Mög­li­cher­wei­se wer­den dann Soft­ware­pro­gram­me er­fasst, die ab dem Jahr 2018 an­ge­schafft wer­den. Für ma­te­ri­el­le Wirt­schafts­gü­ter, wie et­wa Com­pu­ter, gilt die neue 800 Eu­ro-Gren­ze de­fi­ni­tiv vom Ja­nu­ar 2018 an. Das wur­de mit dem Ge­setz ge­gen schäd­li­che Steu­er­prak­ti­ken im Ju­ni 2017 be­schlos­sen.

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