Kom­pe­ten­zen bün­deln

Mann & Schrö­der in­ves­tiert über 20 Mil­lio­nen Eu­ro in Ent­wick­lungs­zen­trum und Werk

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Weinsberger Tal - - WIRTSCHAFT -

gänzt Pro­ku­rist Mat­thi­as Wör­ner. Bis­lang sei die­se Kern­kom­pe­tenz an den Wer­ken in den bei­den be­nach­bar­ten Or­ten un­ter­ge­bracht.

Nach dem ers­ten Bau­ab­schnitt mit dem neu­en Zen­tral­la­bor und der Qua­li­täts­si­che­rung folgt in Hüf­fen­hardt der Bau ei­ner Pro­duk­ti­ons­hal­le. Über 20 Mil­lio­nen Eu­ro will Mann & Schrö­der in den nächs­ten zwei Jah­ren ins Zweig­werk ste­cken. „So viel ha­ben wir noch nie in ein Bau­pro­jekt in­ves­tiert“, sagt Ge­schäfts­füh­re­rin Ste­ger. Zu­letzt hat­te „M und S“, wie Ein­hei­mi­sche gern sa­gen, vor gut drei Jah­ren dort für zehn Mil­lio­nen Eu­ro sei­ne La­ger­ka­pa­zi­tät er­wei­tert. Schon da­mals sprach die Fir­ma von ei­ner nicht all­täg­li­chen Sum­me.

Am Stamm­sitz Sie­gels­bach stößt die Fir­ma an ih­re Gren­zen, Pro­ku­rist Wör­ner be­schreibt die en­gen Ver­hält­nis­se als „nicht pro­zess­op­ti­mal“. Die Er­wei­te­rung in Hüf­fen­hardt soll die Si­tua­ti­on ent­schär­fen, denn 30 bis 40 Pro­zent des bis­lang in Sie­gels­bach her­ge­stell­ten Vo­lu­mens sol­len im Neu­bau pro­du­ziert wer­den. Da­von er­hofft sich Ste­ger auch ei­ne Ent­las­tung für die Bür­ger in Sie­gels­bach, die sich bis­lang im­mer wie­der über den in­ner­ört­li­chen Lkw-Ver­kehr be­schwe­ren. Es geht aber nicht nur um die teil­wei­se Ver­la­ge­rung der Pro­duk­ti­on. Zugleich wei­tet die Fir­ma ih­re Ka­pa- zi­tä­ten aus. Laut Chris­ti­ne Ste­ger dürf­te das erst ein­mal für fünf bis sie­ben Jah­re rei­chen.

In je­dem Bad in Deutsch­land ste­he ein Pro­dukt von Mann & Schrö­der – da­von ist die Ge­schäfts­füh­re­rin über­zeugt. Grund für den Op­ti­mis­mus ist, dass die Sie­gels­ba­cher nicht nur auf die ei­ge­nen Mar­ken wie Frut­ti­ni, Sa­no­san, Dul­gon oder Alk­me­ne set­zen. Sie stel­len auch für Han­dels­mar­ken her, und nicht im­mer ist dann auf den Fla­schen die Her­kunft zu er­ken­nen. Deutsch­land bleibt wich­ti­ger Markt, doch das Aus­land legt zu. „Das Ex­port­ge­schäft ent­wi­ckelt sich sehr gut“, sagt Chris­ti­ne Ste­ger. Vor al­lem der Ab­satz in Asi­en sei gut. In­di­en gilt als zu­kunfts­träch­tig.

Die In­ves­ti­tio­nen sind für die Ge­schäfts­füh­re­rin Ste­ger ein kla­res Be­kennt­nis zur Re­gi­on. „Der Pro­duk­ti­ons­stand­ort Deutsch­land ist für uns ei­ne Her­zens­an­ge­le­gen­heit.“Mitt­ler­wei­le hat Mann & Schrö­der gut 650 Mit­ar­bei­ter, dar­un­ter sind 18 Aus­zu­bil­den­de und elf Stu­den­ten. Im Sep­tem­ber star­ten 14 Azu­bis und fünf Stu­den­ten. Die Fir­ma sucht wei­te­re Mit­ar­bei­ter. „Wir spü­ren den Fach­kräf­te­man­gel“, sagt Mat­thi­as Wör­ner. Gut 40 zu­sätz­li­che Kol­le­gen in ver­schie­de­nen Be­rei­chen wür­den ge­braucht, et­wa bei der IT, im Per­so­nal oder in der Pro­duk­ti­on.

Ge­schäfts­füh­re­rin Chris­ti­ne Ste­ger und Pro­ku­rist Mat­thi­as Wör­ner.

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