Ein Pro­zent

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Weinsberger Tal - - HINTERGRUND -

rich­tig ge­fähr­lich wer­den.“

Miss­trau­en: Ein Vor­wurf, der in man­chen Be­rich­ten durch­schien: Die Phar­ma­in­dus­trie ha­be kein In­ter­es­se, an der Er­for­schung von Metha­don für die Krebs­the­ra­pie zu ar­bei­ten, weil das nicht lu­kra­tiv sei. Mar­tens ent­geg­net: Auch un­ab­hän­gi­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen wie die Deut­sche Krebs­hil­fe fi­nan­zier­ten Stu­di­en. Die Bun­des­re­gie­rung stellt eben­falls Geld für die Krebs­for­schung be­reit – über 200 Mil­lio­nen Eu­ro 2017. Men­ze­bach hält die Ent­frem­dung zwi­schen Arzt und Pa­ti­ent, die durch die teils hoch­e­mo­tio­na­le Dis­kus­si­on ent­stan­den ist, für pro­ble­ma­tisch. „Ich will mei­nen Pa­ti­en­ten Metha­don nicht ver­schrei-

ben, weil ich das nicht für gut und so­gar für schäd­lich hal­te“, sagt er. Doch er füh­le sich bis­wei­len emo­tio­nal un­ter Druck ge­setzt, es zu tun. „Es schwingt schnell der Vor­wurf mit, wir wür­den Pa­ti­en­ten die Me­di­ka­ti­on aus fi­nan­zi­el­len Grün­den vor­ent­hal­ten. Das un­ter­gräbt das Ver­trau­en zwi­schen Arzt und Pa­ti­ent.“

Stu­die: Men­ze­bachs Vor­schlag, um dem The­ma „das Mys­ti­sche“zu neh­men: Kol­le­gen, die mit Metha­don ar­bei­te­ten, soll­ten Bei­spie­le für gu­te und schlech­te Be­hand­lungs­er­geb­nis­se ver­öf­fent­li­chen und von un­ab­hän­gi­gen Ex­per­ten prü­fen las­sen. Auf die­ser Ba­sis kön­ne man Hy­po­the­sen für ei­ne sys­te­ma­ti­sche Stu­di­en­pla­nung sam­meln.

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