Weg zur neu­en Kfz-Ver­si­che­rung

Egal ob AU­TO Haft­pflflflicht, Tei­lo­der Voll­kas­ko: Es lässt sich ei­ni­ges spa­ren – Bis 30. No­vem­ber ist für die meis­ten ein Wech­sel des Ver­trags mög­lich

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Nord (N / Nord-Ausgabe) - - SERVICE -

Selbst wer zu­letzt schon sein Au­to gut und güns­tig ver­si­chert hat­te, kann durch ei­nen Wech­sel der Kfz-Ver­si­che­rung häu­fig noch Hun­der­te Eu­ro spa­ren, be­rich­tet die Zeit­schrift „Fi­nanz­test“in ih­rer No­vem­ber-Aus­ga­be. 159 Ta­ri­fe von 72 Ver­si­che­rern ha­ben die Fi­nanz­tes­ter un­ter­sucht. In den Test ka­men nur Ta­ri­fe mit dem Fi­nanz­test-Min­dest­schutz. Er sieht zum Bei­spiel De­ckung bei Fol­ge­schä­den durch Mar­der­bis­se vor und ge­ne­rell bei Un­fäl­len nicht nur mit Wild, son­dern mit al­len Wir­bel­tie­ren.

Der Test zeigt: Ver­glei­chen lohnt sich. Ein 48-jäh­ri­ger Fa­mi­li­en­va­ter in Berlin zahlt für Haft­pflicht- und Teil­kas­ko­schutz für sei­nen Fa­mi­li­en­kom­bi beim güns­tigs­ten An­bie­ter 395 Eu­ro, beim teu­ers­ten Ta­rif wä­ren es 983 Eu­ro. „Fi­nanz­test“in­for­miert zeigt, wie Ver­si­cher­te zum bes­se­ren und güns­ti­ge­ren Ta­rif kom­men und an wel­chen Stell­schrau­ben sie noch dre­hen kön­nen, um zu spa­ren. Auf dem Weg zu ei­ner neu­en Au­to­ver­si­che­rung stel­len sich fol­gen­de Fra­gen:

Analyse

Was wird ge­braucht? Ne­ben Haft­pflicht auch Teil- oder Voll­kas­ko? Vor der Wahl ei­nes Ta­rifs soll­te je­der klä­ren, wel­chen Ver­si­che­rungs­schutz er in sei­ner der­zei­ti­gen Si­tua­ti­on braucht. Je­der Hal­ter ei­nes Au­tos be­nö­tigt Haft­pflicht­schutz, denn die­ser ist ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben. Ver­ur­sacht je­mand ei­nen Un­fall, deckt er die Schä­den der Un­fall­op­fer ab. Für al­te Au­tos mit ge­rin­gem Wert reicht meist der Haft­pflicht­schutz. Der Ab­schluss ei­ner Kas­ko­ver­si­che­rung ist frei­wil­lig. Sie deckt Schä­den am ei­ge­nen Au­to. Die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung deckt et­wa Schä­den durch Dieb­stahl, Brand, Wild, Sturm, Blitz, Ha­gel und Über­schwem­mung ab. Wer Teil­kas­ko­schutz wählt, zahlt da­für ei­nen Auf­preis, nach An­ga­ben des Ge­samt­ver­ban­des der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV) im Schnitt 90 Eu­ro pro Jahr. Rat­sam ist ei­ne Teil­kas­ko­ver­si­che­rung für gu­te Ge­braucht­wa­gen.

Ne­ben den in der Teil­kas­ko ver­si­cher­ten Ge­fah­ren be­zahlt ei­ne Voll­kas­ko­ver­si­che­rung auch Re­pa­ra­tu­ren am ei­ge­nen Au­to nach selbst ver­schul­de­ten Un­fäl­len und Van­da­lis­mus. Rat­sam ist sie für neue und teu­re Au­tos. Der Auf­preis be­trägt im Schnitt rund 300 Eu­ro pro Jahr. Sucht je­mand den Rund­um­schutz für sein Au­to in Form der Voll­kas­ko­ver­si­che­rung, sind fol­gen­de Leis­tun­gen wich­tig:

Kommt es zu ei­nem Scha­den, weil der Fah­rer nicht vor­sich­tig ge- nug war, kann der Ver­si­che­rer sei­ne Zah­lung kür­zen, in ex­tre­men Fäl­len bis auf null Eu­ro. Gu­te Voll­kas­ko­ta­ri­fe he­ben sich von der Kon­kur­renz ab und ver­zich­ten bei sol­chen Un­fäl­len auf den so­ge­nann­ten „Ein­wand der gro­ben Fahr­läs­sig­keit“.

Für Neu­wa­gen­be­sit­zer ist es är­ger­lich, wenn sie kurz nach dem Au­to­kauf ein voll­kas­ko­ver­si­cher­tes Au­to zu Schrott fah­ren und nur noch den Zeit­wert er­setzt be­kom­men. Neu­wa­gen ver­lie­ren so­fort nach Zu­las­sung ra­pi­de an Wert. Ei­ni­ge Voll­kas­ko­ta­ri­fe bie­ten ein, zwei Jah­re nach Kauf im Fal­le ei­nes To­tal­scha­dens ei­nen Neu­wert­er­satz an, so dass der Au­to­fah­rer den Wa­gen neu kau­fen kann.

Bei der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung sind Leis­tun­gen wich­tig, wie der ver­si­cher­te Mar­der­biss. Rund 16 000 mal pro Jahr blei­ben Au­tos lie­gen, weil Na­ge­tie­re Zünd­ka­bel, Schläu­che oder Gum­mis an­na­gen. Über die Teil­kas­ko soll­te min­des­tens ein Mar­der­biss und sei­ne Fol­ge­schä­den an an­de­ren Bau­tei­len im Au­to ver­si­chert sein. Sol­che Fol­ge­schä- den über­neh­men die Ver­si­che­rer oft nur bis zu ei­nem Höchst­be­trag. Ein Teil­kas­ko­ta­rif soll­te we­nigs­tens bis zu 2000 Eu­ro ei­nes Fol­ge­scha­dens de­cken. Vie­le Teil­kas­ko­ta­ri­fe zahlen bei ei­nem Zu­sam­men­stoß mit ei­nem Tier nur, wenn es sich um Haar­wild han­delt (et­wa Hirsch, Reh, Wild­schwein). Aber na­tür­lich kann ein Au­to­fah­rer auch mit ei­nem ent­lau­fe­nen Hund oder ei­ner aus­ge­büx­ten Kuh kol­li­die­ren. Des­we­gen soll­ten Un­fäl­le mit al­len Tie­ren oder we­nigs­tens Un­fäl­le mit al­len Wir­bel­tie­ren ver­si­chert sein.

Tipps Wer ein An­ge­bot mit gu­ten Leis­tun­gen ge­fun­den hat, kann den Preis durch fol­gen­de Tipps viel­leicht noch drü­cken: Ver­pflich­tet sich der Ver­si­cher­te, sein Au­to im Scha­dens­fall in der vom Kas­ko­ver­si­che­rer vor­ge­ge­be­nen Werk­statt re­pa­rie­ren zu las­sen, ist der Kas­ko­schutz bis zu 20 Pro­zent güns­ti­ger.

Mit­ar­bei­ter des öf­fent­li­chen Di­ens­tes oder be­hör­de­n­ähn­li­cher Be­trie­be be­kom­men oft Ra­batt. Bei der Au­to­ver­si­che­rung be­ein­flusst auch die Lauf­leis­tung den Bei­trag, al­so wie vie­le Ki­lo­me­ter ein Ver­si­cher­ter im Jahr fährt. „Fi­nanz­test“rät, im Zwei­fel ei­ne nied­ri­ge­re Lauf­leis­tung an­zu­ge­ben und sich beim Ver­si­che­rer zu mel­den, falls es doch mehr Ki­lo­me­ter wer­den.

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