Kor­rek­te Spra­che, Rat­schlä­ge und Zu­g­aus­fäl­le

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Nord (N / Nord-Ausgabe) - - LESERFORUM | NACHRICHTEN -

Gen­der­wahn

Zum The­ma „Spra­che ge­gen Bio­lo­gie“und der von Frau Kä­fer im Le­ser­brief vom 19. Ok­to­ber er­wähn­ten Stadt­rats­kol­le­gin.

Mir ist es tat­säch­lich gleich­gül­tig, ob ich un­ter ei­ne männ­li­che Be­zeich­nung ein­ge­reiht wer­de. Denn ich un­ter­schei­de zwi­schen dem gram­ma­ti­schen Ge­schlecht (ge­nus) und dem bio­lo­gi­schen (se­xus). „Wer die Gram­ma­tik nach der Be­schaf­fen­heit der Ge­ni­ta­li­en neu er­fin­den will, soll­te lie­ber Bio­lo­gie oder So­zio­lo­gie stu­die­ren, an­statt ge­gen die ge­wach­se­nen Struk­tu- ren der deut­schen Spra­che zu gei­fern“(Dr. Max Beh­land in „Sprach­nach­rich­ten des Ver­eins Deut­sche Spra­che, Nr. 75, 2017). Spra­che muss sprach­lich kor­rekt, aber nicht gen­der­ge­recht sein. Po­li­tik hat in der Spra­che nichts zu su­chen. Der Staat be­sitzt kein Recht, in die Spra­che ein­zu­grei­fen, fügt sich aber lei­der der Vor­stel­lung von In­ter­es­sen­grup­pen, die von Spra­che we­nig ver­ste­hen, da­für aber dem­ago­gi­sche Fä­hig­kei­ten ent­wi­ckelt ha­ben.

Rund 42 Mil­lio­nen Eu­ro Steu­er­geld wer­den jähr­lich da­für ver­wandt, dass in­zwi­schen 212 Pro- fes­su­ren den Gen­der­wahn er­for­schen und da­für agi­tie­ren. Gi­se­la Ha­ell­migk, Heil­bronn

Nur sa­nie­ren

Zum The­ma „Ho­tel­neu­bau im Heil­bron­ner Stadt­gar­ten“und zum Hoch­schu­le Sym­po­si­um vom 17. Ok­to­ber. Wes­halb wird un­ser zwar nicht schö­ner, aber ver­schö­ne­rungs­wür­di­ger Stadt­gar­ten mit ei­nem häss­li­chen Ho­tel­k­lotz zu­ge­baut? Be­son­ders hier im Zen­trum ist es wich­tig, die­se Grün­flä­che zu er­hal­ten. Die Luft in Heil­bronn wird täg- lich schlech­ter, da jetzt auch noch der ge­sam­te Ver­kehr dank mi­se­ra­bler Ver­kehrs­pla­nung durch die Ger­ber­stra­ße und die Lamm­gas­se ge­lei­tet wird. Bei­des schma­le Wohn­stra­ßen. Der Ho­tel­neu­bau ist auch frag­wür­dig im Hin­blick auf die Aus­sa­gen von Pro­fes­sor Chris­ti­an Bu­er, der ei­nen har­ten Ver­drän­gungs­wett­be­werb vor­aus­sagt . Wer will bit­te im Stadt­gar­ten ei­ne Ho­tel­rui­ne se­hen? Ich se­he hier lie­ber im Som­mer die Kin­der in den Brun­nen spie­len. Die­ser Gar­ten soll­te nur sa­niert wer­den und wür­de gut zur Bu­ga pas­sen. Ro­se­ma­rie Roß­kopf, Heil­bronn

Kein Nor­mal­fall

Zum Le­ser­brief von Chris­ta Sch­mit­tRaith „Auch für mich ist Schluss“. Bahn­fah­rer brau­chen zu­wei­len viel Ge­duld. Das gilt auch für die Fran­ken­bahn. Vor ein paar Wo­chen blieb in Heil­bronn ein Zug we­gen ei­nes Lok­scha­dens lie­gen. Der an­ge­sag­te Er­satz­zug kam nicht. Da­nach schwie­gen die Laut­spre­cher. Ein Bahn­kun­de ent­deck­te dann auf ei­nem an­de­ren Gleis ei­nen Zug, der in die rich­ti­ge Rich­tung fuhr. Ein an­de­res Bei­spiel: Ein Zug fuhr in Stutt­gart mit Ver­spä­tung ab. Der nach­fol­gen­de Zug auf der­sel­ben Stre­cke fuhr erst gar nicht in den Stutt­gar­ter Haupt­bahn­hof ein. Zwei Ta­ge spä­ter blieb wie­der ein Zug in Heil­bronn ste­hen. We­gen ei­nes Lok­scha­dens. Da­zu die An­sa­ge: Die Fahr­gäs­te sol­len sich nach ei­ner al­ter­na­ti­ven Fahr­mög­lich­keit um­se­hen. Wi­der er­war­ten kam dann doch der nach­fol­gen­de Zug. Der fuhr aber nur ei­ne Teil­stre­cke bis Bad Fried­richs­hall. Dann um­stei­gen bis Os­ter­bur­ken. Nicht bis Würz­burg. Lie­be Bahn­ver­wal­ter, der so­ge­nann­te Nor­mal­be­trieb sind fah­ren­de Zü­ge – nicht Zu­g­aus­fall oder Still­stand.

Erich Spöh­rer, Neu­denau

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.