Frie­de, Freu­de, Eier­ku­chen?

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Nord (N / Nord-Ausgabe) - - SPORT -

than­di­eno­ne, be­kannt als Diana­bol, ins Ge­tränk ge­mischt zu ha­ben. So soll­te ein Kon­kur­rent im Kampf um den Platz im Ka­jak-Vie­rer aus dem Weg ge­räumt wer­den. Das ist skan­da­lös. Das weckt Er­in­ne­run­gen an ein Vo­lon­tär-Se­mi­nar vor et­wa 18 Jah­ren in Stuttgart-Ho­hen­heim: Da­mals hat ein ge­wis­ser Die­ter Bau­mann meh­re­re St­un­den be­nö­tigt, um bei den Zu­hö­rern Zwei­fel an sei­ner Schuld in der so­ge­nann­ten Zahn­pas­ta-Af­fä­re auf­kom­men zu las­sen. Da­mals dach­ten vie­le: Wer bei ei­nem Do­ping­test po­si­tiv ist, muss ge­dopt ha­ben, fer­tig. Nein, so ist das nicht (mehr). Ver­rück­te Zei­ten.

Frie­dens­zei­ten Noch vor ein paar Ta­gen dach­ten vie­le, dass ei­ne (Di­enst-)Rei­se nach Pyeong­chang zu den Olym­pi­schen Spie­len ei­ne Art sport­li­ches Him­mel­fahrts­kom­man­do ist. Die bei­den ko­rea­ni­schen Staa­ten ha­ben sich am Di­ens­tag bei ih­ren ers­ten Ge­sprä­chen seit mehr als zwei Jah­ren an­ge­nä­hert. Nord­ko­rea ha­be an­ge­kün­digt, zu den Olym­pi­schen Win­ter­spie­len im Fe­bru­ar ei­ne hoch­ran­gi­ge De­le­ga­ti­on mit staat­li­chen Ver­tre­tern und Sport­lern zu schi­cken, sag­te der stell­ver­tre­ten­de Wie­der­ver­ei­ni­gungs­mi­nis­ter Süd­ko­reas Chun Hae Sung. Gut so. Die HSW-Ver­an­stal­tung ist sport­po­li­ti­sche Na­bel­schau; schön, dass sie al­lem An­schein nach in re­la­ti­vem Frie­den wird statt­fin­den kön­nen. Frie­de, Freu­de, Eier­ku­chen? Nein. Po­li­ti­scher Frie­de muss nicht hei­ßen, dass al­le Na­tio­nen und Sport­ler auch die Fin­ger von der Waf­fe Do­ping las­sen. Der Fall Su­zu­ki zeigt un­schön, wie viel kri­mi­nel­le Ener­gie im Sys­tem Spit­zen­sport steckt.

Hoch­zeit So ganz ne­ben­bei hat die Rück­run­de der Fuß­ball-Bun­des­li­ga be­gon­nen. Man braucht schon sehr viel Fan­ta­sie oder Fa­na­tis­mus, um an ei­nen an­de­ren Meis­ter als den FC Bay­ern Mün­chen und ei­nen an­de­ren Ta­bel­len­letz­ten als den 1. FC Köln zu glau­ben. Al­les zwi­schen Platz eins und 18 ver­spricht tat­säch­lich bis zum letz­ten Spiel­tag Span­nung. Span­nen­de Ta­ge ste­hen im Fe­bru­ar vor den Sport­freun­den, wenn die Olym­pi­schen Spie­le auf die Bun­des­li­ga, die Cham­pi­ons Le­ague und die Eu­ro­pa Le­ague tref­fen. Aber die bei­den Sport­wel­ten Olym­pia und Fuß­ball er­gän­zen sich dies­mal auf­grund der Zeit­ver­schie­bung bes­tens. Die sport­li­che Hoch­zeit des Jah­res steht kurz be­vor.

Lan­ge Zeit Hoch hin­aus will nach wie vor Pe­ter Schramm mit sei­nem Hoch­sprung­mee­ting in Eber­stadt. Dort wird von 24. bis 26. Au­gust 40. Ge­burts­tag ge­fei­ert. Zu fei­ern gab es schon am Don­ners­tag­abend et­was: Ge­tarnt als Ver­an­stal­tung des Würt­tem­ber­gi­schen Leicht­ath­le­ti­kVer­ban­des be­kam der 74-jäh­ri­ge Sport­di­rek­tor aus Eber­stadt in Win­nen­den den Eu­ro­pean Mem­bership Award des Eu­ro­päi­schen Leicht­ath­le­tik-Ver­ban­des EAA über­reicht – ei­ne gro­ße Gold­me­dail­le mit So­ckel. EAA-Vi­ze Frank Hen­sel über­brach­te das gu­te Stück im Bei­sein von Jür­gen Kes­sing, dem Prä­si­den­ten des Deut­schen Leicht­ath­le­tik-Ver­ban­des. Es sei ei­ne Eh­rung, so Schramm, die Men­schen be­kom­men, die Be­son­de­res leis­ten, was welt­weit An­er­ken­nung fin­det. Die Fra­ge ist, ob auch die Re­gi­on weiß, was sie am Hoch­sprung­mee­ting in Eber­stadt hat. Die Aus­ga­be 2018 ist ver­mut­lich die letz­te.

Fo­to: Ar­chiv/Vei­gel

Ist ( jetzt) ein aus­ge­zeich­ne­ter Ma­cher: Pe­ter Schramm.

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