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Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Ost (O / Ost-Ausgabe) - - MEINUNGEN -

Zum Be­schluss für ein eu­ro­päi­sches Ver tei­di­gungs­bünd­nis schrei­ben:

Die ge­plan­te ge­mein­sa­me EU-Ver­tei­di­gungs­po­li­tik mit dem Na­men Pes­co weckt gro­ße Hoff­nun­gen. Nicht nur, weil sich da­mit wirk­lich Geld spa­ren und ei­ne grö­ße­re Un­ab­hän­gig­keit von den au­ßen­po­li­ti­schen Vol­ten ei­nes Do­nald Trump – oder sei­ner Nach­fol­ger in Wa­shing­ton – er­rei­chen lässt. Son­dern auch, weil sie den Eu­ro­pä­ern das gro­ße ei­ni­gen­de The­ma ge­ben könn­te, das die so drin­gend brau­chen. Die an­de­ren gro­ßen Auf­ga­ben, vor al­lem die Mi­gra­ti­ons­po­li­tik, füh­ren eher zu mehr Streit, als dass sie Ost und West, Nord und Süd en­ger zu­sam­men­schwei­ßen. Zwar mag ei­ne Ver­tei­di­gungs­uni­on auch Sy­ner­gie­ef­fek­te bei Per­so­nal und Ma­te­ri­al mit sich brin­gen. Aber sie wird es den Ein­zel­staa­ten nicht er­spa­ren, ei­ne Men­ge Geld in die Hand zu neh­men, denn Si­cher­heit ist nicht nur ein ho­hes, son­dern auch ein teu­res Gut. Nicht zu­letzt für Deutsch­land, wo die Be­rich­te über flug­un­taug­li­che Flug­zeu­ge und see­un­taug­li­che Ma­ri­ne­hub­schrau­ber seit min­des­tens zwei Jah­ren blan­kes Ent­set­zen her­vor­ru­fen.

Zur Bon­ner Welt­kli­ma­kon­fe­renz schreibt:

Die Er­geb­nis­se der jüngs­ten Stu­die sind alar­mie­rend. Sie be­le­gen, dass die der­zei­ti­gen Er­fol­ge im Kli­ma­schutz al­len­falls Rand­no­ti­zen sind. Kein Land der Er­de hat sich bis­lang ernst­haft ei­ner kon­se­quen­ten Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie ver­schrie­ben. Mus­ter­schü­ler Deutsch­land müht sich red­lich, tut sich aber ins­be­son­de­re in Sa­chen Koh­le­aus­stieg und bei der Re­du­zie­rung der Ver­kehrse­mis­sio­nen schwer. An­spruch und Wirk­lich­keit klaf­fen weit aus­ein­an­der. Und Chi­na? Noch im­mer ver­brennt das Reich der Mit­te mehr Koh­le als je­des an­de­re Land.

Zu Woh­nungs­not und stei­gen­den Miet­prei­sen schreibt:

Die ein­zi­ge nach­hal­ti­ge Lö­sung für den an­ge­spann­ten Woh­nungs­markt sind nicht Miet­preis­brem­se und Mi­lieu­schutz­ge­bie­te, son­dern gro­ße Neu­bau­ge­bie­te. Die Po­li­tik ist mit ih­ren Re­gu­lie­rungs­ver­su­chen im We­sent­li­chen ge­schei­tert. Aber sie kann noch han­deln, um ei­nem wei­te­ren An­stieg zu be­geg­nen. Die Mit­tel sind be­kannt, sie müss­ten nur ge­nutzt wer­den: ei­ne deut­li­che Aus­wei­tung der Neu­bau­för­de­rung mit öf­fent­li­chen Mit­teln, die Aus­wei­sung von Bau­land, die be­schleu­nig­te Be­ar­bei­tung von Bau­ge­neh­mi­gun­gen so­wie die Ab­sen­kung über­zo­ge­ner Bau­stan­dards et­wa beim Lärm­schutz sind da­her drin­gend ge­bo­ten. Es wird Zeit, dass Se­nat und Bun­des­re­gie­rung han­deln.

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