Bil­fin­ger er­war­tet Trend­wen­de nach Ver­lust

Um­bruch bei In­dus­trie­dienst­leis­ter geht wei­ter: Di­gi­ta­li­sie­rung soll neue Im­pul­se brin­gen

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Ost (O / Ost-Ausgabe) - - WIRTSCHAFT · ROMAN -

Der kri­seln­de In­dus­trie­dienst­leis­ter Bil­fin­ger sieht die Trend­wen­de ge­kom­men und will 2018 dank neu­er An­ge­bo­te zu­le­gen. „Der Fort­schritt ist er­kenn­bar, die ope­ra­ti­ven Schrit­te nach vor­ne wer­den grö­ßer“, sag­te Kon­zern­len­ker Tom Bla­des ges­tern in Mann­heim. Da­bei sol­len auch ver­stärk­te In­ves­ti­tio­nen in die Di­gi­ta­li­sie­rung hel­fen. Der Vor­stand sieht dar­in ei­nen „we­sent­li­chen Wachs­tums­trei­ber für die kom­men­den Jah­re“.

Das ver­gan­ge­ne Jahr hat der Kon­zern mit ro­ten Zah­len be­en­det. Der kost­spie­li­ge Kon­zern­um­bau Alt­las­ten in den USA sorg­ten 2017 für ei­nen Ver­lust in Hö­he von 89 Mil­lio­nen Eu­ro, wie das SDax-Un­ter­neh­men mit­teil­te. Ein Jahr zu­vor hat­te das Un­ter­neh­men dank Ein­nah­men aus dem Ver­kauf des Im­mo­bi­li­en­ge­schäfts noch ei­nen Über­schuss von 271 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­wie­sen.

Zah­len Die Leis­tung rutsch­te im ver­gan­ge­nen Jahr um fünf Pro­zent auf gut vier Mil­li­ar­den Eu­ro ab, doch in der zwei­ten Jah­res­hälf­te konn­te Bil­fin­ger or­ga­nisch wach­sen. Der Auf­trags­ein­gang er­reich­te mit knapp 4,06 Mil­li­ar­den Eu­ro das Vor­jah­res­ni­veau. „Wir ha­ben Bil­fin­ger struk­tu­riert, sta­bi­li­siert und ro­bus­ter auf­ge­stellt“, sag­te Bla­des. Zu­letzt hat­te das Un­ter­neh­men zehn Ver­lust­brin­ger ver­kauft, drei wei­te­re sol­len fol­gen.

An die Ak­tio­nä­re, die in der Hoch­pha­se der Kri­se oh­ne Di­vi­den­de aus­kom­men muss­ten, zahlt der Kon­zern wie­der Geld. Für 2017 will Bil­fin­ger wie im Vor­jahr ei­nen Eu­ro je Ak­tie an die An­teils­eig­ner aus­schüt­ten. An der Bör­se ka­men die Nach­rich­ten di­rekt gut an. Die seit En­de Ja­nu­ar arg ge­beu­tel­ten Pa­pie­re le­gund ten bis ges­tern Nach­mit­tag um 6,2 Pro­zent zu.

In die­sem Jahr er­war­tet das Un­ter­neh­men beim ope­ra­ti­ven Er­geb­nis (be­rei­nig­tes Ebi­ta) ei­ne deut­li­che Stei­ge­rung auf ei­nen mitt­le­ren bis hö­he­ren zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­Eu­ro-Be­trag. Zu­dem will Bil­fin­ger den Auf­trags­ein­gang aus ei­ge­ner Kraft um ei­nen mitt­le­ren ein­stel­li­gen Pro­zent­satz stei­gern. Den nö­ti­gen Schub sol­len In­ves­ti­tio­nen in Hö­he von rund 20 Mil­lio­nen Eu­ro in die stra­te­gi­sche Ge­schäfts­ent­wick­lung und die Ein­füh­rung ei­nes Di­gi­ta­li­sie­rungs­an­ge­bots brin­gen.

Foto: dpa

Tom Bla­des, Vor­stands­vor­sit­zen­der von Bil­fin­ger, hat gro­ße Plä­ne.

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