Kleist-Preis für Chris­toph Rans­mayr

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis Ost (O / Ost-Ausgabe) - - KULTUR -

Der Wie­ner Schrift­stel­ler und „Welt­wan­de­rer aus Ober­ös­ter­reich“Chris­toph Rans­mayr (63) wird mit dem Kleist-Preis aus­ge­zeich­net. Rans­mayrs Ro­ma­ne wie „Die letz­te Welt“(1988) zeich­ne­ten sich durch ei­ne hin­ter­grün­di­ge To­po­gra­phie aus, in der sich his­to­ri­sche Or­te und my­thi­sche Land­schaf­ten über­la­ger­ten, teil­te die Hein­rich­von-Kleist-Ge­sell­schaft in Köln mit. In „At­las ei­nes ängst­li­chen Man­nes“ (2012) ha­be Rans­mayr die Sum­me jahr­zehn­te­lan­gen Rei­sens in die ent­le­gens­ten Ge­gen­den der Er­de ge­zo­gen. Ent­fernt von Exo­tis­mus, er­gä­ben De­tail­be­ob­ach­tun­gen und all­täg­li­che Be­ge­ben­hei­ten das Bild ei­ner Welt, die ei­ner­seits glo­ba­li­siert sei, an­de­rer­seits ge­kenn­zeich­net durch enorm zer­streu­te Kul­tu­ren. Die mit 20 000 Eu­ro do­tier­te Aus­zeich­nung wird Rans­mayr am 18. No­vem­ber in Ber­lin über­ge­ben.

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