Zum Ro­bo­ter ver­klärt

He­le­ne Fi­scher tritt Schwan­ger­schafts­ge­rüch­ten ent­ge­gen – Jo Gro­ebel: Auf­trit­te sind Ex­trem­be­las­tung

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme – Landkreis West (W / West-Ausgabe) - - BLICK IN DIE WELT -

Si­la Sa­hin Die Schau­spie­le­rin hat ih­rem Mann Sa­mu­el zum Va­len­tins­tag ei­ne Pa­ten­schaft für ei­nen Orang Utan ge­schenkt. Der klei­ne Af­fe na­mens Va­len­ti­no lebt in ei­nem Re­ser­vat des Tier­schutz­ver­eins BOS Deutsch­land in In­do­ne­si­en, wie die „Bild“-Zei­tung be­rich­tet. „Wir müs­sen et­was ge­gen das Auss­ter­ben die­ser Tie­re un­ter­neh­men“, sag­te die 32-jäh­ri­ge Schau­spie­le­rin der Zei­tung. Di­ta Von Tee­se Die Bur­les­queTän­ze­rin fin­det ih­re Stim­me nicht schön – singt aber trotz­dem. „Was mei­ne Stim­me an­geht, fehlt mir je­des Selbst­be­wusst­sein“, sag­te die 45-Jäh­ri­ge dem „Süd­ku­rier“. In die­ser Wo­che er­scheint ihr Al­bum „Di­ta Von Tee­se“, das dem­nach vom fran­zö­si­schen Chan­son­nier Sé­bas­ti­en Tel­lier in­iti­iert, kom­po­niert und ge­tex­tet wur­de. „Als Sé­bas­ti­en Tel­lier mich frag­te, ob ich ihm ein Al­bum ma­chen und dar­auf sin­gen wür­de, war das ei­ner­seits ei­ne gro­ße Eh­re und ich woll­te kei­nes­falls Nein sa­gen.“ Die Schla­ger­sän­ge­rin He­le­ne Fi­scher („Atem­los“) hat nach meh­re­ren Kon­zert­ab­sa­gen ih­re Fans um Ver­ständ­nis ge­be­ten. „Ich muss ak­zep­tie­ren, dass ich im Mo­ment nicht bei euch und nicht für euch da sein kann“, schrieb die 33Jäh­ri­ge, die we­gen Krank­heit fünf Auf­trit­te in Berlin ab­ge­sagt hat­te und zu­nächst auch in Wi­en nicht auf­tre­ten konn­te, bei Face­book. Es ge­he ihr den Um­stän­den ent­spre­chend gut. „Aber mein In­fekt hält sich lei­der hart­nä­ckig und lässt ein­fach nicht zu, dass ich für euch sin­gen kann“, er­klär­te sie und trat Ge­rüch­ten ent­ge­gen: „Ich bin we­der schwan­ger, und auch kein Wun­der­hei­ler aus den USA be­han­delt mich! To­ta­ler Quatsch! Ich bin auch nicht tod­krank, ich kom­me wie­der!“Sie ge­dul­de sich jetzt und ver­traue dar­auf, dass al­les so kom­me, wie es sol­le, wenn die Zeit reif sei, no­tier­te die Schla­ger­sän­ge­rin. „Ich weiß, was ihr auf euch nehmt, um bei ei­nem Kon­zert da­bei zu sein: Da­für dan­ke ich euch je­den Tag!“Kon­zer­te ab­ge­sagt Am Mon­tag hat­te Fi­scher auf Face­book er­klärt, zu­nächst zwei der fünf Kon­zer­te in Wi­en müss­ten auf An­ra­ten ih­res Arz­tes ab­ge­sagt wer­den. Ob die üb­ri­gen Kon­zer te am Frei­tag, Sams­tag und Sonn­tag (16./17./18.2.) in der ös­ter­rei­chi­schen Haupt­stadt wie ge­plant statt­fin­den kön­nen, will Ver­an­stal­ter Sem­mel Con­certs heu­te Abend be­kannt­ge­ben. Der Me­di­en­wis­sen­schaft­ler Jo Gro­ebel sieht in den Büh­nen­auf­trit­ten He­le­ne Fi­schers ei­ne kör­per­li­che Ex­trem­be­las­tung. Zu­dem glaubt er, dass vie­le Fans sie als ei­ne Art „Über­mensch“ver­klä­ren wür­den. Gro­ebel sag­te der Heil­bron­ner Stim­me: „Die pro­fes­sio­nel­le Leich­tig­keit ei­ner He­le­ne Fi­scher lässt ge­ra­de das Pu­bli­kum und ih­re Fans ver­ges­sen, dass sie Hoch­leis­tungs­ar­beit leis­tet. Oh­ne ei­ne Fern­dia­gno­se ab­ge­ben zu kön­nen, gilt als si­cher, dass die­se Ar­beit so­wohl ei­ne star­ke psy­cho­lo­gi­sche als auch vor al­lem kör­per­li­che Ex­trem­be­las­tung dar­stellt.“Der Me­di­en­psy­cho­lo­ge Gro­ebel er­gänz­te: „Hin­zu kommt bei ei­ner so am­bi­tio­nier­ten und auf Per­fek­ti­on hin aus­ge­rich­te­ten Künst­le­rin, dass von vie­len Sei­ten Druck be­steht, Öf­fent­lich­keit, Fans, Me­di­en, Markt. Nicht zu ver­ges­sen, dass es da auch noch ein Pri­vat­le­ben halb im Ram­pen­licht gibt, das eben­falls im­mer den Er­war­tun­gen des Pu­bli­kums und ver­mut­lich auch der Fa­mi­lie ent­spre­chen muss.“ Ehr­geiz Viel­leicht ge­he aber bei der Sän­ge­rin He­le­ne Fi­scher so­gar die größ­te An­span­nung von ihr selbst aus, ver­mu­tet Jo Gro­ebel. „Das wä­re ty­pisch für Men­schen mit sehr aus­ge­präg­tem Ehr­geiz. Ei­ner­seits sind sie zu un­ge­ahn­ter Leis­tung fä­hig. An­de­rer­seits über­schrei­ten sie aber häu­fig die Gren­zen die­ser ei­ge­nen Leis­tungs­fä­hig­keit.“Dass jetzt ei­ni­ge Fans ver­är­gert auf die Kon­zert­ab­sa­gen re­agier­ten, zei­ge nur, dass sie „die Sän­ge­rin und Per­for­me­rin zu ei­nem Über­men­schen oder gar Ro­bo­ter ver­klä­ren. Da­bei macht tat­säch­lich ge­ra­de die of­fen­sicht­li­che Schwä­che He­le­ne Fi­scher mensch­li­cher.“dl/dpa

Fo­to: Andre­as Gu­gau

Sän­ge­rin He­le­ne Fi­scher hat ih­ren Fans er­klärt, dass sie nur krank, aber nicht schwan­ger ist.

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