Re­den statt Drauf­hau­en

Ka­ta­ri­na Bar­ley wird Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Kraichgau Stimme - - POLITIK -

BER­LIN Seit ein­ein­halb Jah­ren ist Ka­ta­ri­na Bar­ley Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin der SPD. Bar­ley war nicht die ers­te Wahl des da­ma­li­gen SPD-Chefs Sig­mar Ga­b­ri­el, son­dern stand wei­ter hin­ten auf dem Zet­tel. Am En­de hat­te sie bei der Ab­stim­mung da­mals 93 Pro­zent be­kom­men. Da­bei hat­ten Par­tei und Jour­na­lis­ten vor­her ge­fragt: „Ka­ta­ri­na Wer?“.

Bar­ley ist pro­mo­vier­te Ex-Rich­te­rin, sie war Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts („Für mich ge­hört die­se Zeit zu den Hö­he­punk­ten im Le­ben“), sie ist Mut­ter zwei­er Söh­ne, in Köln so­zia­li­sier­te Kar­ne­va­lis­tin und ei­ne 2013 von den rhein­land­pfäl­zi­schen Wäh­lern erst­mals nach Ber­lin ge­schick­te Po­li­ti­ke­rin.

In die Land­tags­wah­len knie­te sie sich rein. Der Last-Mi­nu­te-Tri­umph von Ma­lu Drey­er in ih­rer Wahl­hei- mat Rhein­land-Pfalz war für Bar­ley ein Fest. Das Rin­gen um Ar­gu­men­te ist Bar­ley wich­tig. Nicht Drauf­hau­en, wie es frü­her die Par­tei­ge­ne­rä­le pfleg­ten. Ab­ge­dro­sche­ne Po­li­ti­kerSät­ze hasst sie, man fin­det sie aber auch bei ihr.

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