Mit­ar­bei­ter frei­ge­stellt

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Kraichgau Stimme - - BADEN-WÜRTTEMBERG -

MANN­HEIM Nach Be­rich­ten über an­geb­li­che rechts­ex­tre­me Ent­glei­sun­gen beim Mann­hei­mer Un­ter­neh­men Rhein-Neckar-Ver­kehr (RNV) hat die Be­triebs­lei­tung ers­te per­so­nel­le Kon­se­quen­zen ge­zo­gen. „Zwei Mit­ar­bei­ter wur­den frei­ge­stellt“, sag­te ei­ne Spre­che­rin ges­tern. Ge­gen die Ar­beit­neh­mer be­ste­he Ver­dacht auf „teil­wei­se er­heb­li­ches Fehl­ver­hal­ten“. Ein ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter be­haup­tet, er ha­be frü­he­re Kol­le­gen mit ver­steck­ter Ka­me­ra bei rechts­ex­tre­men Ges­ten oder ras­sis­ti­schen Äu­ße­run­gen ge­filmt.

Die wei­te­re Un­ter­su­chung der Vor­wür­fe wer­de da­durch er­schwert, dass der Ex-Mit­ar­bei­ter das Bild­ma­te­ri­al nicht aus­ge­hän­digt ha­be. Das Un­ter­neh­men wer­de des­halb ei­nen Ju­ris­ten be­auf­tra­gen, um bei der Staats­an­walt­schaft An­trag auf Ak­ten­ein­sicht zu stel­len. Da­ne­ben füh­re RNV „in­ten­si­ve Ge­sprä­che“mit Mit­ar­bei­tern.

Par­al­lel zu den in­ter­nen Maß­nah­men lau­fen der Staats­an­walt­schaft Mann­heim zu­fol­ge po­li­zei­li­che Er­mitt­lun­gen. Es lie­ge ei­ne An­zei­ge der Rhein-Neckar-Ver­kehr we­gen der il­le­ga­len Vi­de­o­ver­öf­fent­li­chung ge­gen den frü­he­ren Mit­ar­bei­ter vor. Der Fall hat­te an Bri­sanz zu­ge­nom­men, als ein Teil der Auf­zeich­nun­gen vor we­ni­gen Wo­chen im In­ter­net ver­öf­fent­licht wur­de.

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