Es men­schelt

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Kraichgau Stimme - - SPORT - Von Flo­ri­an Hu­ber @ Ih­re Mei­nung? flo­ri­an.hu­ber@stim­me.de

Das En­de lässt noch ein­mal tief­bli­cken, wie es um den Zu­stand der Ehe zu­letzt be­stellt war: Da kam Tho­mas Tu­chel mit sei­ner Ver­kün­dung der Schei­dung via Twit­ter dem bis­he­ri­gen Part­ner BVB ein­fach mal zu­vor. Nicht ein­mal bei der Tren­nung fan­den Ver­ein und Trai­ner be­zeich­nen­der­wei­se ei­ne ge­mein­sa­me Li­nie.

Sport­lich stimmt die Tu­chel-Bi­lanz nach zwei Jah­ren. Der Fuß­ball­leh­rer hat das Team er­folg­reich um­ge­baut, Ab­gän­ge kom­pen­siert und die BVB-Mann­schaft ver­jüngt. Die Er­fol­ge wie der DFB-Po­kal­sieg konn­ten aber auch nicht die zwi­schen­mensch­li­chen Pro­ble­me ver­ges­sen ma­chen. Es men­schelt halt auch im Pro­fi­ge­schäft. Tu­chel ist ein rei­ner Kopf­mensch, Ge­schäfts­füh­rer Hans-Joa­chim Watz­ke und Ma­na­ger Micha­el Zorc hö­ren ger­ne auf ih­ren Bauch, so wie das Tu­chels Vor­gän­ger Jür­gen Klopp auch ge­tan hat. Tu­chel ist im Um­gang schwie­rig, lau­nisch, ja mit­un­ter di­ven­haft. In Mainz war das zu­vor näm­lich auch sein Pro­blem ge­we­sen. Man hat das in Kauf ge­nom­men beim BVB, weil Tu­chel zu den Bes­ten sei­ner Zunft zählt. Viel­leicht ha­ben Watz­ke und Co. ge­hofft, dass sich Tu­chel än­dert. Oder ge­glaubt, dar­über hin­weg­se­hen zu kön­nen.

Die vor­zei­ti­ge Tren­nung ist für bei­de Sei­ten die rich­ti­ge Ent­schei­dung. Aus Sicht der BVB-Obe­ren gibt es kei­ne Ba­sis für ei­ne lang­fris­tig er­folg­rei­che Zu­sam­men­ar­beit, auch Füh­rungs­spie­ler ver­trau­ten dem Trai­ner nicht mehr. Tu­chel hin­ge­gen ver­lässt den Club als sport­li­cher Er­folgs­trai­ner.

In zwei Jah­ren ha­ben sich Tho­mas Tu­chel und die Füh­rung von Bo­rus­sia Dort­mund aus­ein­an­der­ge­lebt.

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