Kas­sen­bei­trä­ge wer­den wohl leicht ge­senkt

Schät­zer­kreis rech­net mit gu­ter Kas­sen­la­ge

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Kraichgau Stimme - - Vorderseite -

BER­LIN Re­kord­be­schäf­ti­gung und Kon­junk­tur be­sche­ren den Bei­trags­zah­lern im kom­men­den Jahr al­ler Vor­aus­sicht nach ei­ne leich­te Ent­las­tung bei der ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung. Der zu­stän­di­ge Schät­zer­kreis be­schloss ges­tern, dass der durch­schnitt­li­che Zu­satz­bei­trag von der­zeit 1,1 Pro­zent auf 1,0 Pro­zent re­du­ziert wer­den soll.

Al­ler­dings tra­fen die Ver­tre­ter von Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um, Bun­des­ver­si­che­rungs­amt und Kran­ken­kas­sen die­ses Mal kei­ne ein­ver­nehm­li­che Ent­schei­dung. Die Kran­ken­kas­sen er­war­ten hö­he­re Aus­ga­ben und wol­len des­we­gen den Bei­trag sta­bil hal­ten. Doch letzt­lich legt das Mi­nis­te­ri­um bis An­fang No­vem­ber den Zu­satz­bei­trag fest. Wenn es ihn wie er­war­tet senkt, re­du­ziert sich auch der Ge­samt­bei­trag für die 54 Mil­lio­nen Kas­sen­mit­glie­der im Schnitt von 15,7 Pro­zent auf 15,6 Pro­zent vom Brut­to­lohn. Al­ler­dings ist dies ein Durch­schnitts­wert. Ein­zel­ne Kas­sen kön­nen dar­un­ter oder dar­über lie­gen. Seit 2015 zah­len Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer je zur Hälf­te ei­nen fes­ten Bei­trags­satz von 14,6 Pro­zent. Den Zu­satz­bei­trag von der­zeit 1,1 Pro­zent zah­len die Ar­beit­neh­mer al­lei­ne.

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