Mehr bio geht nicht

Jetzt ist Hoch­sai­son für hei­mi­sches Wild­bret von Hirsch bis Ha­se

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Kraichgau Stimme - - Baden-württemberg -

Di­rekt aus der Re­gi­on, oh­ne Zu­satz­stof­fe, hoch­wer­tig in Qua­li­tät und Ge­schmack. Das sind Kri­te­ri­en, mit de­nen Wild­fleisch prak­tisch das gan­ze Jahr über punk­ten kann. Doch ge­ra­de im Herbst und Win­ter er­freu­en sich Reh­rü­cken, Ha­sen­keu­le oder Wild­schwein­gu­lasch be­son­de­rer Be­liebt­heit: Jetzt ist Hoch­sai­son.

Gu­te Fet­te Denn Wild­fleisch ist ge­ra­de im Herbst und frü­hen Win­ter sehr zart. Denn dann ent­hält das Mus­kel­fleisch der Tie­re pro­zen­tu­al mehr „gu­te“Fet­te. Das Fleisch hei­mi­scher Wild­tie­re bie­tet üb­ri­gens ei­nen ähn­lich ho­hen An­teil (14 bis 21 Pro­zent) der ge­sun­den Omegadrei-Fett­säu­ren wie der all­zeit ge­prie­se­ne Lachs (20 Pro­zent). Rund 25000 Ton­nen Wild­bret von Wild­schwein, Hirsch und Reh ver­spei­sen die Deut­schen pro Jahr. Mit et­wa 14 000 Ton­nen ist Fleisch vom Wild­schwein am be­gehr­tes­ten. Aber auch klei­ne­re Tie­re wie Wild­enten, Fa­sa­ne, Ha­sen und Wild­ka­nin­chen lan­den auf dem Tel­ler. Das geht aus ei­ner Sta­tis­tik des Deut­schen Jagd­ver­bands (DJV) her­vor. Gü­te­zei­chen Metz­ge­rei­en und Su­per­märk­te ha­ben nun häu­fig Wild in der Aus­la­ge. Ver­brau­cher soll­ten al­ler­dings nach­fra­gen, wo­her das Fleisch kommt. An­ge­bo­ten wer­den auch Im­por­te aus Ost­eu­ro­pa oder Über­see so­wie Fleisch aus land­wirt­schaft­li­cher Tier­hal­tung. Wirk­lich wil­des Wild aus der Re­gi­on ist ein fri­sches Pro­dukt, das durch kur­ze Ver- triebs­we­ge schnell und um­welt­freund­lich zum End­ver­brau­cher ge­langt. Da­für steht das Zei­chen „Wild aus der Re­gi­on“. Die Tie­re ha­ben sich von dem er­nährt, was ih­nen Wald und Flur ge­bo­ten ha­ben – mehr bio geht nicht. Häu­fig kann man das Fleisch di­rekt vom Jä­ger be­zie­hen. Die Zu­be­rei­tung er­for­dert nicht mehr Auf­wand als bei Rind oder Schwein – und die Viel­zahl der Re­zep­te bie­tet für je­den das pas­sen­de Ge­richt.

Fleisch von äl­te­ren Wild­tie­ren eig­net sich sehr gut zum Schmo­ren – und die Zu­be­rei­tung von Ha­se oder Hirsch ist auch nicht auf­wen­di­ger als bei Rind oder Schwein. Fo­to: ex­clu­si­ve-de­sign/Fo­to­lia

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