So sieht die neue Fran­ken­bahn aus

STUTT­GART Ver­kehrs­mi­nis­ter Her­mann ver­spricht bei der Er­öff­nung des Bü­ros von Go Ahead deut­li­che Ver­bes­se­run­gen

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Kraichgau Stimme - - Baden-württemberg - Von un­se­rem Re­dak­teur Adri­an Hoff­mann

Bei der of­fi­zi­el­len Er­öff­nung des neu­en Stutt­gar­ter Bü­ros des Un­ter­neh­mens Go Ahead hat Ba­den-Würt­tem­bergs Ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Her­mann deut­li­che Ver­bes­se­run­gen für Bahn­kun­den und Fran­ken­bahn-Pend­ler ab 2019 ver­spro­chen. „So­wohl Go Ahead als auch das Land Ba­den-Würt­tem­berg kön­nen es sich nicht er­lau­ben, dass ir­gend­et­was nicht klappt“, sag­te er ges­tern Abend im Vor­feld der Ver­an­stal­tung. Man kal­ku­lie­re ei­nen deut­li­chen Fahr­gast­zu­wachs ein. „Es wird al­les bes­ser“, ver­sprach Her­mann.

Aus jet­zi­ger Sicht hört sich das in den Oh­ren vie­ler leid­ge­plag­ter Pend­ler min­des­tens voll­mun­dig an. Die Sor­gen der Bahn­kun­den rich­te­ten sich der­zeit al­ler­dings we­ni­ger auf den Wech­sel, so Her­mann, son­dern auf die ak­tu­el­len Zu­stän­de, Ver­spä­tun­gen und Zu­g­aus­fäl­le. Nach wie vor tref­fe er sich al­le zwei Wo­chen mit der Bahn­spit­ze – „ein Kon­troll­me­cha­nis­mus“– um über die The­ma­tik zu spre­chen. „All­mäh­lich“ent­span­ne sich die Si­tua­ti­on auf den Pro­blem­stre­cken. „Es gibt im­mer wie­der Aus­rei­ßer, die für uns Rück­schlä­ge be­deu­ten.“Aber nach ein, zwei Wo­chen sei es wie­der bes­ser. Hei­ße Luft Zur Zu­kunft un­ter Go Ahead gibt es vie­le Fra­gen. Zum Bei­spiel zur Ka­pa­zi­tät der neu­en Zü­ge. Dass die­se an­geb­lich nicht aus­rei­chen könn­te, „die­se Mär ha­ben ei­ni­ge Ab­ge­ord­ne­te in die Welt ge­setzt“, är­ger­te sich Mi­nis­ter Her­mann. Man wol­le mög­lichst we­nig hei­ße Luft trans­por­tie­ren, und zu­sätz­lich zum hö­he­ren Takt an Fahr­ten nach Be­darf die Ka­pa­zi­tät er­wei­tern. Es sei auch mög­lich, Zü­ge nach­zu­be­stel­len, so­fern sich der Be­darf er­hö­he. Die Pla­nung sei fle­xi­bel. Es sei na­tür­lich auch „ein ge­wal­ti­ger An­spruch“an Go Ahead.

Man wol­le „das bes­te Mo­dell fin­den“, sag­te Ste­fan Kris­pin, Ge­schäfts­füh­rer von Go Ahead Deutsch­land, der ges­tern aus Ber­lin an­ge­reist war. Go Ahead sieht sich selbst als „New­co­mer im deut­schen Schie­nen­ver­kehr mit 30-jäh­ri­ger Er­fah­rung in En­g­land“. Die Er­fah­rung neh­me man nach Deutsch­land mit. Dort ha­be man die meis­ten Si­gna­le ge­se­hen, „ei­nen Mehr­wert zu schaf­fen“– da­her das In­ter­es­se am deut­schen Markt.

Schnel­ler un­ter­wegs Die ers­ten Zü­ge des Her­stel­lers Stad­ler vom Typ Flirt III wer­den der­zeit in Ber­lin-Pan­kow aus­ge­baut. Ers­te Test­fahr­ten, zu­nächst auf dem Übungs­ge­län­de des Werks, dann auf der Fran­ken­bahn-Stre­cke, sol­len An­fang 2018 be­gin­nen. Die Zü­ge sind et­was schnel­ler un­ter­wegs als die der Deut­schen Bahn, wes­halb die Fahrt von Stutt­gart nach Nürn­berg 15 Mi­nu­ten kür­zer wer­den soll. Gro­ßes The­ma für die Fahr­gäs­te ist auch WLAN. Das soll kos­ten­frei zu­gäng­lich sein, an je­dem Platz in den Zü­gen, ei­ne Strom­ver­sor­gung soll es eben­falls ge­ben.

Es wer­de auch in je­dem Zug ei­nen Zug­be­glei­ter ge­ben, um mehr Ser­vice – freund­li­che Ge­sich­ter – und auch Si­cher­heit zu ge­währ­leis­ten, sag­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Her­mann. „Ich hät­te ger­ne, dass die schö­nen, neu­en Zü­ge nicht in Kür­ze ver­sifft aus­se­hen.“Schwarz­fah­rer sol­len dann auch wie­der grö­ße­re Pro­ble­me be­kom­men als der­zeit.

Fo­to: Go Ahead

Der­zeit wer­den für Go Ahead im Stad­ler-Werk in Pan­kow die neu­en Fahr­zeu­ge des Typs Flirt III aus­ge­baut.

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