Hei­zen in sei­ner schöns­ten Form

Hin­gu­cker in man­nig­fal­ti­gen De­signs sor­gen für ku­sche­li­ge Wär­me

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Kraichgau Stimme - - Wirtschaft -

Ka­min- und Ka­chel­öfen ste­hen für ge­müt­li­che Wär­me und ein ge­sun­des Raum­kli­ma. Vor al­lem in der Über­gangs­zeit sor­gen sie für ku­sche­li­ge Tem­pe­ra­tu­ren. Wer sich für ei­nen Ka­min- oder Ka­chel­ofen ent­schei­det, wird lan­ge Freu­de dar­an ha­ben. Vor­aus­ge­setzt er be­ach­tet ei­ni­ge gu­te Tipps.

Hin­ter Glas: Ge­zähmt und hin­ter Glas ge­packt wird das Feu­er in Heiz­ka­mi­nen. Die er­rei­chen da­durch ei­nen Wir­kungs­grad von 70 Pro­zent (of­fe­ne Ka­mi­ne zehn bis 25 Pro­zent). So lässt sich der Blick aufs Feu­er ge­nie­ßen und die Wär­me op­ti­mal nut­zen (www.ofen­wel­ten.de/ bau­ar­ten/heiz­ka­mi­ne).

Voll ge­nutzt: In hoch wär­me­ge­dämm­ten Neu­bau­ten emp­fiehlt sich ei­ne Holz­hei­zung mit Was­ser-Wär­me­tau­scher, denn durch den ge­rin­gen Heiz­ener­gie­be­darf kön­nen sich die Wohn­räu­me sonst über­hit­zen. Geht da­ge­gen ein Teil der Wär­me­leis­tung ins was­ser­ge­führ­te Heiz­sys­tem, kommt die über­schüs­si­ge Ener­gie der Warm­was­ser­be­rei­tung zu­gu­te (www.bau­tipps.de/rat­ge­ber.daem­mung-bau­stof­fe/oeko­lo­gisch-per­fekt-ge­daemmt).

Prak­ti­sche Press­lin­ge: Pel­let­ö­fen er­öff­nen die Mög­lich­keit zur Au­to­ma­ti­on. Auf ih­rer Rück­sei­te gibt es meist ei­nen gro­ßen Vor­rats­be­häl­ter, der bis zu 50 Ki­lo Holz­press­lin­ge auf­neh­men kann. Die­se wer­den über ei­ne För­der­schne­cke in den Brenn­raum ge­bracht und au­to­ma­tisch ge­zün­det (www.ofen­wel­ten.de/Bau­ar­ten/pel­le­toefen).

Tö­ner­nes Kleid: Ty­pisch für Ka­chel­öfen ist ei­ne krea­ti­ve Ober­flä­chen­ver­klei­dung mit ke­ra­mi­schem Ma­te­ri­al. Ne­ben Far­be, Tex­tur und Struk­tur bie­ten auch die For­ma­te vie­le Va­ria­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Bei Ka­chel­öfen sind klei­ne­re An­la­gen im Vor­marsch, weil sie über we­ni­ger Heiz­leis­tung ver­fü­gen und so­mit für Nied­rig­ener­gie­häu­ser ide­al sind (www.oden­wel­ten,de/bau­ar­ten/ka­che­loefen/bau­tipps.de).

Sau­be­res Ge­wis­sen: Ofen­be­sit­zer müs­sen ih­rem Schorn­stein­fe­ger ge­gen­über den Nach­weis er­brin­gen, dass ih­re Feu­er­stät­te die An­for- de­run­gen der ers­ten Bun­des-Im­mis­si­ons­schutz-Ver­ord­nung er­füllt (www.ge­set­ze-im-in­ter­net.de).

Gas ge­ben: Der Gas­ka­min steht in Sa­chen Op­tik sei­nen holz­be­feu­er­ten Pen­dants kaum nach. An hit­ze­be­stän­di­gen Holz­schei­ti­mi­ta­ten zün­geln Gas­flam­men, die dank ei­ner ent­spre­chend do­sier­ten Sau­er­stoff­zu­fuhr die glei­che cha­rak­te­ris­ti­sche Far­be an­neh­men wie ech­tes Holz. Auch die Heiz­leis­tung be­wegt sich mit drei bis acht kW in ähn­li­chen Be­rei­chen. Ein Erd­gas­an­schluss ist ide­al da­für, aber nicht zwin­gend not­wen­dig (www.ofen­wel­ten.de/bau­ar­ten/gas­ka­mi­ne).

Kom­pakt-Feu­er: Ka­min­öfen sind der Ren­ner bei Platz­be­darf und Kos­ten. Dank groß­zü­gig ver­glas­ter Feu­er­raum­tür kann man auch hier den Blick auf lo­dern­de Flam­men ge­nie­ßen. Ka­min­öfen sind kei­ne Dau­er­brand­ö­fen. Auf­grund der Flach­be­feue­rung kann nur ei­ne ge­rin­ge Brenn­stoff­men­ge auf­ge­legt wer­den, die für et­wa ein bis zwei­ein­halb St­un­den reicht (www.ofen­wel­ten.de/bau­ar­ten/ka­mi­noefen).

Die Mas­se macht’s: Je­der Ofen soll­te ei­ne ge­wis­se Spei­cher­mas­se ha­ben, um die Wär­me­ab­ga­be im raum sanf­ter zu gestal­ten. Der so­ge­nann­te Grund- und Spei­che­r­o­fen be­steht vor­nehm­lich aus hoch­spei­cher­fä­hi­gen Ma­te­ria­li­en. Durch sei­ne ke­ra­mi­schen Zü­ge – so nennt man die aus Scha­mott ge­mau­er­ten Rauch­gas­ka­nä­le im Spei­cher­bock – nutzt er die Wär­me von Feu­er und Ab­ga­sen ma­xi­mal aus, spei­chert viel da­von und gibt sie bis zu zwölf St­un­den lang ab. Da­bei gilt: Je mehr Spei­cher­mas­se, des­to län­ger die Auf­heiz­pha­se, des­to län­ger die Wär­me­strah­lung.

Fo­tos: dpa

Die Flam­men von Ka­min- oder Ka­chel­ofen brin­gen Wohl­be­ha­gen.

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