Zu­erst ge­gen Le Pen

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - - MEINUNGEN - Vol­ker Sp­uhn, Ils­feld

Zur Frank­reich-Wahl und zum Kom­men­tar von Det­lef Drewes „Bes­ser wer­den”, 9.5.

Als be­ken­nen­der Eu­ro­pä­er emp­fin­de ich die er­leich­ter­ten Be­kennt­nis­se vie­ler Po­li­ti­ker zum Aus­gang der Wahl ein we­nig wie “das Pfei­fen im Wald”. Mei­nes Erach­tens nach ha­ben die Fran­zo­sen mehr­heit­lich in ers­ter Li­nie ei­ne Le Pen ver­hin­dern wol­len und erst dann sich zu Eu­ro­pa be­kannt. Mit Ma­cron wur­de ein Po­li­ti­ker ge­wählt, der zu­erst ein­mal ei­ne Mehr­heit in der Na­tio­nal­ver­samm­lung er­rin­gen muss, um dann sei­ne neo­li­be­ra­len Plä­ne um­set­zen zu kön­nen. Für mich be­steht da­durch die Ge­fahr, dass der Zu­lauf für den Front Na­tio­nal noch wei­ter zu­nimmt. Des­halb gibt es noch kei­nen Grund zum Ju­beln. Die Par­la­ments­wah­len wer­den ers­te Er­kennt­nis­se über das Durch­set­zungs­ver­mö­gen von Ema­nu­el Ma­cron brin­gen, war­ten wir es ab.

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