Ros­neft in­ves­tiert in Deutsch­land

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - - WIRTSCHAFT -

Me­tall­ar­bei­ter spen­de­te. Schließ­lich stand die Glaub­wür­dig­keit der ge­sam­ten Or­ga­ni­sa­ti­on auf dem Spiel. „Ich war ger­ne Vor­sit­zen­der der IG Me­tall und wä­re es auch ger­ne ge­blie­ben. Das war schon mehr als ein Beruf“, sagt er heu­te.

Nach dem Rück­tritt mach­te St­ein­küh­ler dann noch vie­le Jah­re als In­dus­trie-Be­ra­ter wei­ter, schließ­lich hat­te der ge­lern­te Werk­zeug­ma­cher noch ei­ne Aus­bil­dung als Ar­beits­vor­be­rei­ter drauf­ge­sat­telt. Er ist verheiratet und hat ei­nen Sohn. Ganz ab­ge­schlos­sen hat St­ein­küh­ler die größ­te Nie­der­la­ge sei­nes Le­bens den­noch nicht. Nie ha­be er her­aus­ge­fun­den, wer da­mals aus der Bank für Ge­mein­wirt­schaft sei­ne Kon­to­aus­zü­ge an die Pres­se durch­ge­sto­chen hat. „Was da ge­lau­fen ist, war ja bei Lich­te be­trach­tet ei­ne glat­te Ver­let­zung der Ver­schwie­gen­heits­pflicht“, sagt St­ein­küh­ler. Nach dem har­ten Me­tal­ler­streik 1993 in Ost­deutsch­land la­gen da­mals die Ner­ven blank. „Mein Rück­tritt kam vie­len Un­ter­neh­men ge­ra­de recht.“

De­bat­te Im­mer noch ver­folgt der Ru­he­ständ­ler die Ge­schi­cke sei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on, die sein Schü­ler Berthold Hu­ber wie­der auf Kurs ge­bracht hat. Die von der IG Me­tall ein­ge­lei­te­te brei­te De­bat­te um selbst­be­stimm­te Ar­beits­zeit sei drin­gend not­wen­dig und wer­de am En­de zu kla­ren ta­rif­li­chen For­de­run­gen füh­ren, für die man ent­schlos­sen kämp­fen müs­se. „Da muss man auch auf ei­nen Streik vor­be­rei­tet sein. Oh­ne Zwang be­kommt man gar nichts.“ BERLIN Der rus­si­sche Öl­kon­zern Ros­neft will in den nächs­ten fünf Jahren rund 600 Mil­lio­nen Eu­ro in Deutsch­land in­ves­tie­ren, et­wa in die Mo­der­ni­sie­rung von Raf­fi­ne­ri­en, sag­te der Chef des Staats­un­ter­neh­mens, Igor Set­schin. Der Kon­zern hält 54 Pro­zent an der Raf­fi­ne­rie PCK in Schwedt und je­weils rund ein Vier­tel an Bay­er­noil in Voh­burg und Mi­ro in Karls­ru­he.

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