Zahn­im­plan­ta­te oh­ne Schnei­den und Nä­hen

Zahn­er­satz-Be­ra­tungs­wo­chen zum The­ma selbst­schnei­den­de Im­plan­ta­te in der Pra­xis­kli­nik „zahn und ge­sund“

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - - BADEN-WÜRTTEMBERG -

Dr. Thomas Mai­er, Lei­ter der Pra­xis­kli­nik „zahn und ge­sund” in Ober­ko­chen be­schäf­tigt sich seit über 15 Jah­ren mit der Ent­wick­lung in­no­va­ti­ver Tech­no­lo­gi­en in der Im­plan­to­lo­gie. Ge­ra­de im durch Par­odon­to­se ge­schä­dig­ten Kie­fer mit star­kem Kno­chen­rück­gang ha­ben selbst­schnei­den­de Im­plan­ta­te ent­schei­den­de Vor­tei­le. Je mehr Zäh­ne feh­len und je stär­ker der Kie­fer ab­ge­baut ist, des­to mehr kom­men die Stär­ken selbst­schnei­den­der Im­plan­ta­te zum Zu­ge. Im Rah­men der Be­ra­tungs­wo­chen „Selbst­schnei­den­de Im­plan­ta­te” vom 18. Sep­tem­ber bis zum 27. Ok­to­ber 2017 kön­nen sich in­ter­es­sier­te Patienten in der Pra­xis­kli­nik „zahn und ge­sund” in­di­vi­du­ell be­ra­ten las­sen.

Selbst­schnei­den­de Zahn­im­plan­ta­te

Patienten schil­dern, dass sie nach der Be­hand­lung mit selbst­schnei­den­den Im­plan­ta­ten kaum Schmer­zen oder Schwel­lun­gen ha­ben und rasch pro­blem­los kau­en kön­nen. Woran liegt das? Das Zahn­fleisch und Kno­chen­ge­we­be wird wie durch ei­ne Na­del nur leicht ver­drängt. Die un­ver­letz­ten Ge­we­be­fa­sern ge­währ­leis­ten ei­ne schnel­le, fast schmerz­freie Hei­lung und ei­ne sta­bi­le, wi­der­stands­fä­hi­ge In­te­gra­ti­on im Kno­chen. Beim Ein­set­zen der Im­plan­ta­te durch das ge­schlos­se­ne Zahn­fleisch ist der Blut­ver­lust oft auf nur we­ni­ge Trop­fen pro Im­plan­tat be­grenzt.

Ex­trem zu­ver­läs­si­ge Halt­bar­keit

Das Ge­win­de der selbst­schnei­den­den Im­plan­ta­te wird in den har­ten und von Kno­chen­schwund nicht be­ein­fluss­ten kor­ti­ka­len Kno­chen­schich­ten der Kie­fer­ba­sis ver­an­kert. Das ist weit weg von Bak­te­ri­en oder Ent­zün­dun­gen an der Zahn­flei­sch­o­ber­flä­che. Die Im­plan­ta­te sind durch ih­re glat­te Ober­flä­che we­nig in­fek­ti­ons­an­fäl­lig. Des­halb kön­nen die mi­ni­mal­in­va­si­ven Im­plan­ta­te auch bei so ge­nann­ten Ri­si­ko­pa­ti­en­ten ver­wen­det wer­den, zum Bei­spiel bei Rau­chern, Dia­be­ti­kern und Patienten mit Os­teo­po­ro­se.

Fes­te Zäh­ne auch bei sehr schlech­tem Kie­fer

Für die Be­fes­ti­gung in der Kie­fer­ba­sis ist es un­er­heb­lich, wie­viel Kno­chen durch Par­odon­ti­tis oder Zahnent­zün­dun­gen im Lau­fe der Zeit ver­lo­ren­ge­gan­gen ist. Weil die selbst­schnei­den­den Im­plan­ta­te am Zahn­flei­schrand den ge­rings­ten Durch­mes­ser ha­ben, spielt auch die Kno­chen­brei­te kaum ei­ne Rol­le. Genau da lie­gen die Pro­ble­me bei den her­kömm­li­chen dü­bel­för­mi­gen Im­plan­ta­ten: Bei die­sen liegt der größ­te Durch­mes­ser und die Zo­ne mit dem in­ten­sivs­ten Kno­chen­kon­takt di­rekt un­ter dem Zahn­fleisch. Da­durch sind sie dem höchs­ten Ri­si­ko aus­ge­setzt und be­nö­ti­gen des­halb häu­fig Kno­chen­auf­bau­ten. Das ist bei den selbst­schnei­den­den Im­plan­ta­ten de­fi­ni­tiv nicht not­wen­dig. Im Ge­gen­teil: Je mehr Zäh­ne feh­len und je stär­ker der Kie­fer ge­schä­digt ist, um­so mehr kom­men die Vor­tei­le der selbst­schnei­den­den Im­plan­ta­te zum Tra­gen. Nur ei­ne ein­zi­ge OP ist er­for­der­lich! Die schlech­ten Zäh­ne blei­ben bis zum OP-Tag im Kie­fer, wer­den dann ent­fernt und so­fort mit Im­plan­ta­ten er­setzt. Durch das ge­rin­ge Aus­maß an chir­ur­gi­schen Be­hand­lungs­schrit­ten und das scho­nen­de Ein­brin­gen der Im­plan­ta­te hat der Pa­ti­ent mit we­nig Schmer­zen und Schwel­lun­gen zu rech­nen. Dank der Halb­schlaf­be­täu­bung ist ei­ne an­ge­neh­me und ent­spann­te zahn­me­di­zi­ni­sche Be­hand­lung mög­lich. Die so­ge­nann­te Se­die­rung wirkt wäh­rend der ge­sam­ten Dau­er der Im­plan­tat-OP. Der ope­ra­ti­ve Ein­griff fin­det mor­gens statt, am Nach­mit­tag wer­den fes­te pro­vi­so­ri­sche Zäh­ne auf den Im­plan­ta­ten be­fes­tigt. In­ner­halb von drei bis vier Wo­chen wer­den die im Hau­se maß­an­ge­fer­tig­ten end­gül­ti­gen Zäh­ne aus su­per­fes­ter Zir­kon-Ke­ra­mik ein­ge­setzt. Wenn zu­vor ei­ne ag- gres­si­ve Par­odon­ti­tis be­stan­den hat, wird die­se ei­ne Wo­che vor der Im­plan­tat-OP be­han­delt.

Zeit und Geld spa­ren, gut in­ves­tie­ren

Gu­te Qua­li­tät hat ih­ren Preis. Ein gan­zer Ober- oder Un­ter­kie­fer mit selbst­schnei­den­den Im­plan­ta­ten be­läuft sich auf rund 18.500 Eu­ro, Kie­fer­ab­schnit­te ent­spre­chend ei­nen Pro­zent­teil da­von. Die Be­hand­lung der ag­gres­si­ven Par­odon­ti­tis be­läuft sich auf cir­ca 2.300 Eu­ro. Doch die­se In­ves­ti­ti­on lohnt sich, be­tont Dr. Mai­er: „Die na­tu­recht wir­ken­den Ke­ra­mik­zäh­ne ha­ben ei­ne ho­he Halt­bar­keit und be­nö­ti­gen kei­ne an­de­re Pfle­ge als die ei­ge­nen Zäh­ne.”

In der Pra­xis­kli­nik „zahn und ge­sund“wer­den selbst­schnei­den­de Im­plan­ta­te ver­wen­det.

Fo­to: pri­vat

Dr. Thomas Mai­er

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