Um­fra­ge: Bür­ger wol­len här­te­re Stra­fen für Un­ter­neh­men

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - - WIRTSCHAFT - Dpa

Als Kon­se­quenz aus Die­selskan­dal, Ban­ken­kri­se und Kor­rup­ti­ons­af­fä­ren ist ei­ne gro­ße Mehr­heit der Bun­des­bür­ger da­für, Un­ter­neh­men bei kri­mi­nel­len Ma­chen­schaf­ten här­ter zu be­stra­fen. Das hat ei­ne re­prä­sen­ta­ti­ve Um­fra­ge von In­fra­test Di­map im Auf­trag von Trans­pa­ren­cy Deutsch­land er­ge­ben. Da­nach un­ter­stüt­zen 82 Pro­zent die Ein­füh­rung ei­nes Un­ter­neh­mens­straf­rechts, wie die An­ti-Kor­rup­ti­ons-Or­ga­ni­sa­ti­on in Ber­lin mit­teil­te.

Bis­her kön­nen in Deutsch­land nur Ma­na­ger, Vor­stands- oder Auf­sichts­rats­mit­glie­der straf­recht­lich zur Ver­ant­wor­tung ge­zo­gen wer­den. Ge­gen Un­ter­neh­men kön­nen nur Buß­gel­der ver­hängt und Ge­win­ne ab­ge­schöpft wer­den.

„Die Au­to­in­dus­trie hat die Re­pu­ta­ti­on Deutsch­lands und der deut­schen Wirt­schaft be­schä­digt. Durch ei­ne ge­setz­li­che Re­ge­lung und Sank­ti­ons­mög­lich­kei­ten muss ver­hin­dert wer­den, dass sich ein sol- cher Skan­dal wie­der­holt“, er­klär­te Hart­mut Bäu­mer, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der von Trans­pa­ren­cy Deutsch­land. Zu­gleich spra­chen sich mehr als drei Vier­tel der Be­frag­ten (78 Pro­zent) für mehr Trans­pa­renz im Lob­by­is­mus aus. Die Bür­ger hät­ten of­fen­sicht­lich den Ein­druck, dass In­ter­es­sen­ver­tre­ter über­mä­ßig Ein­fluss auf po­li­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger neh­men, er­klär­te Trans­pa­ren­cy. Be­fragt wur­den ak­tu­ell 1002 Bür­ger.

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