Ein net­ter Ver­such

Heuberger Bote - - WIRTSCHAFT - Von Andre­as Knoch

Die Über­nah­me von Air Ber­lin durch die Luft­han­sa füh­re nicht zu stei­gen­den Ti­cket­prei­sen. Das zu­min­dest be­haup­tet Luft­han­saChef Cars­ten Sp­ohr. Mit die­ser Ana­ly­se dürf­te der Ma­na­ger ziem­lich al­lein da­ste­hen. Die Hoff­nung, dass sich zwei Flug­li­ni­en un­ter ei­nem ge­mein­sa­men Kon­zerndach am Markt ge­nau­so ver­hal­ten wie zwei un­ab­hän­gi­ge Wett­be­wer­ber ist schlicht un­rea­lis­tisch.

Aus­wer­tun­gen des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt zu­fol­ge, er­reicht die Luft­han­sa mit ih­rer um Air Ber­lin ver­grö­ßer­ten Toch­ter Eu­ro­wings auf vie­len Stre­cken ei­ne mo­no­pol­ar­ti­ge Stel­lung, auf ein­zel­nen ist sie so­gar Al­lein­an­bie­ter. Auch dem Un­be­darf­ten dürf­te es an­ge­sichts die­ser Kräf­te­ver­hält­nis­se schwer­fal­len, künf­tig an ei­ne kun­den­freund­li­che Preis­ge­stal­tung zu glau­ben.

Die Wor­te von Sp­ohr sind da­her vor al­lem ei­nes: Ein net­ter Ver­such, die of­fen­sicht­li­chen Wett­be­werbs­pro­ble­me klein zu re­den. Nun sind die Kar­tell­be­hör­den ge­fragt. Sie müs­sen da­für sor­gen, dass der Wett­be­werb funk­tio­niert, Flie­gen da­mit be­zahl­bar bleibt.

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