Sa­fes, Alarm­an­la­gen und Tür­schlös­ser

Ex­per­ten war­nen vor bil­li­gen Si­cher­heits­pro­duk­ten

Heuberger Bote - - GELD & SERVICE -

(AFP) - Der Schutz vor Ein­bre­chern ist vie­len Men­schen wich­tig und dem­ent­spre­chend boomt der Han­del mit Si­cher­heits­tech­nik für Häu­ser oder Woh­nun­gen. Doch vie­le Pro­duk­te hal­ten nach Ein­schät­zung der Stif­tung Wa­ren­test nicht, was sie ver­spre­chen. Dies gilt bei­spiels­wei­se für Tre­so­re, wo Bil­lig­pro­duk­te dem­nach oft kaum ei­nen Schutz vor Dieb­stahl bie­ten.

„Bil­li­ge Sa­fes zu kna­cken, ist für Ein­bre­cher ein Kin­der­spiel“, heißt es in der ak­tu­el­len Aus­ga­be der Zeit­schrift „test“. Wer da­her Do­ku­men­te oder Wert­sa­chen tat­säch­lich si­cher la­gern wol­le, der müs­se schon ei­ni­ge Hun­dert Eu­ro in­ves­tie­ren und auf ein Si­cher­heits­zer­ti­fi­kat ach­ten, emp­feh­len dem­nach die Ex­per­ten.

Bei dem bil­ligs­ten Mo­dell für 70 Eu­ro be­nö­tig­ten die Tes­ter dem­nach gera­de ein­mal ein­ein­halb Mi­nu­ten, um das Ge­rät auf­zu­bre­chen. Ver­wie­sen wird auch auf Sta­tis­ti­ken der Po­li­zei, wo­nach Ein­bre­cher Tre­so­re meis­tens ein­fach mit­neh­men, weil die­se sich nicht si­cher ge­nug in der Wand ver­an­kern las­sen. Auch ein ho­hes Ge­wicht sei hier von Vor­teil. Ver­brau­chern wird emp­foh­len, auf das Si­cher­heits­zer­ti­fi­kat La­bel S2 zu ach­ten. Ei­ne Ga­ran­tie für ef­fi­zi­en­ten Schutz bie­tet dem­nach aber auch die­ses Zer­ti­fi­kat nicht.

Skep­tisch äu­ßern sich die Ex­per­ten auch zu im Han­del an­ge­bo­te­nen Alarm­an­la­gen. Im­mer­hin er­kann­ten al­le un­ter­such­ten An­la­gen laut Stif­tung Wa­ren­test zu­ver­läs­sig ty­pi­sche Ein­bruchs­ver­su­che wie Atta­cken mit Brech­ei­sen auf Tü­ren oder Fens­ter. Kri­ti­siert wur­de bei vie­len Ge­rä­ten al­ler­dings ein man­gel­haf­ter Schutz vor Ha­cker­an­grif­fen. Ei­ni­ge An­la­gen war­nen die Be­nut­zer auch nicht, wenn vor dem Scharf­stel­len ver­ges­sen wur­de, Fens­ter oder Tü­ren zu schlie­ßen.

Be­son­ders in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern ist das Tür­schloss oft der ent­schei­den­de An­griffs­punkt bei Ein­brü­chen. Die Tes­ter ra­ten da­zu, be­son­ders auf ei­nen gu­ten Bohr- und Zieh­schutz der Schließ­zy­lin­der zu ach­ten, al­so dass sich die­se we­der leicht auf­boh­ren noch her­aus­zie­hen las­sen. Al­ler­dings stie­ßen die Ex­per­ten auf das Pro­blem, dass sich dies beim Kauf der Schließ­zy­lin­der für Lai­en kaum er­ken­nen lässt. Not­wen­dig sei da­her mehr Trans­pa­renz durch ei­ne bes­se­re Kenn­zeich­nung der Wa­re. Ent­schei­dend ist dem­nach, wie lan­ge ein Schließ­zy­lin­der dem Ein­bruchs­ver­such stand­hält: Schaf­fen Ein­bre­cher es nicht in­ner­halb von fünf Mi­nu­ten, in die Woh­nung zu ge­lan­gen, „ge­ben sie meis­tens auf“.

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