Mit Voll­dampf in die Zu­kunft

Hohenloher Tagblatt - - VORDERSEITE - Von Lu­ca Schmidt

Crails­heim. Kein Bumm-Bumm dies­mal, ver­spro­chen! Da­für zeigt das Crails­hei­mer Ge­wer­be heu­er die Zu­kunft. Zwei Or­ga­ni­sa­to­ren er­klä­ren, was beim Um­zug zu er­war­ten ist.

Kein Bumm-Bumm, da­für zeigt das Crails­hei­mer Ge­wer­be die Zu­kunft. Zwei Or­ga­ni­sa­to­ren er­klä­ren, was vom Um­zug er­war­tet wer­den kann. Wir ge­ben nur die Rich­tung vor. Was da­bei raus­kommt, dar­auf ha­ben wir kei­nen Ein­fluss. Andre­as Man­they Or­ga­ni­sa­tor

War­um lohnt es sich, für den Um­zug am Volks­fest mor­gens auf­zu­ste­hen? „Er ist in­ter­es­sant, wit­zig und span­nend, und die Fir­men ge­ben sich je­des Jahr wirk­lich Mü­he“, sagt Andre­as Man­they, Vor­sit­zen­der der Crails­hei­mer Wer­be­ge­mein­schaft. „Und es steht au­ßer Fra­ge, dass es ein­fach Tra­di­ti­on ist“, er­gänzt Tho­mas Lei­be­rich, Vor­sit­zen­der des Ge­wer­be­ver­eins. Ge­mein­sam mit ei­nem Pla­nungs­team aus wei­te­ren sechs Per­so­nen or­ga­ni­sie­ren die bei­den den Um­zug.

Das Mot­to lau­tet „Crails­hei­mer Ge­wer­be zeigt uns die Zu­kunft.“

Zu­stan­de ge­kom­men sei es in ei­ner der ers­ten Sit­zun­gen des Pla­nungs­teams. „Grund­sätz­lich ist das Mot­to da­für da, den Um­zug in ge­wis­se Bah­nen zu len­ken, da­mit nicht je­der ein­fach ir­gend­was baut“, sagt Lei­be­rich. „Die Fir­men kön­nen sich dann mit ih­rem Wa­gen am Um­zug in ein gu­tes Licht rü­cken“, er­gänzt Man­they. Im Mit­tel­punkt ste­hen da­bei al­ler­dings nicht die Pro­duk­te der Fir­men an sich, son­dern das Image. „Das ha­ben die Un­ter­neh­men mitt­ler­wei­le auch so ver­stan­den. Ge­ra­de jetzt, wo Un­ter­neh­men teil­wei­se um sehr gu­te Mit­ar­bei­ter kon­kur­rie­ren müs­sen.“

Et­was trau­rig sind die bei­den, dass sie selbst nicht mit ei­nem Wa­gen teil­neh­men kön­nen. „Wir ha­ben Sams­tag und Sonn­tag ge­öff­net, und das sind ex­trem wich­ti­ge Ver­kaufs­ta­ge für uns“, ver­rät Man­they. Mitt­ler­wei­le sind die­se Ta­ge schon bei­na­he so wich­tig wie die Ta­ge vor Weih­nach­ten.

An­ge­fan­gen ha­be die Pla­nung be­reits di­rekt nach dem Volks­fest im letz­ten Jahr. „Dort ha­ben wir uns im Pla­nungs­team ge­trof­fen und dar­über ge­spro­chen, was uns beim letz­ten Mal gut ge­fal­len hat und was nicht so sehr.“Dann sei man dar­an­ge­gan­gen, Ver­bes­se­run­gen ein­zu­pla­nen. Da­zu ge­hört un­ter an­de­rem, dass es kei­ne rei­ne „Bumm-Bumm“-Wa­gen mehr ge­be, al­so Wa­gen mit lau­ter Mu­sik. Was die Fir­men aber letz­tend- lich prä­sen­tie­ren, dar­auf ha­ben die bei­den kei­nen Ein­fluss.

„Wir ha­ben die Fir­men per­sön­lich ein­ge­la­den, und sie ha­ben uns ihr Kon­zept vor­ge­stellt“, sagt Man­they. Wenn es nicht zum The­ma ge­passt hat, ha­be man ge­mein­sam noch ein­mal über­legt. „Es ka­men auch Fir­men zu uns, die noch kei­ne Vor­stel­lun­gen hat­ten. Im Ge­spräch ent­stan­den dann ganz neue Ide­en“, er­klärt Lei­be­rich – so wie beim Mo­tor­fah­rer-Club Crails­heim: „Die ha­ben über die Jah­re im­mer wie­der Ab­sa­gen für ein ei­ge­nes Ge­län­de von Städ­ten und Ge­mein­den be­kom­men“, sagt Man­they. Das wer­de jetzt auf ih­rem Wa­gen the­ma­ti­siert, zu viel ver­ra­ten wol­le man aber nicht.

Ger­ne er­in­nern sich Man­they und Lei­be­rich an den letz­ten Um­zug des Ge­wer­bes. „Da­mals gab’s die Dis­kus­si­on, ob der Ei­loo­der in Schwarz oder Grün auf­tre­ten soll.“Um die­sen Streit dar­zu­stel­len, stie­gen die bei­den auf dem vor­ders­ten Wa­gen in ei­nen Box­ring; ei­ner in Schwarz, ei­ner in Grün. „Da ha­ben wir dann ganz schön aus­ge­teilt.“Nach­dem sie am Volks­fest­platz an­ge­langt wa­ren, wur­den sie mit dem Au­to zum letz­ten Wa­gen des Um­zugs ge­fah­ren. „Auf dem stan­den wir dann ver­eint“, er­klärt Man­they.

Fo­to: Lu­ca Schmidt

Andre­as Man­they (links) und Tho­mas Lei­be­rich or­ga­ni­sie­ren den Um­zug des Ge­wer­bes nicht nur, son­dern wa­ren auch schon mit da­bei. Die­ses Jahr wird es da­mit aber lei­der nichts.

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