14 Me­ter bis zum Still­stand

Hohenloher Tagblatt - - CRAILSHEIM - Von Lu­ca Schmidt

Dass Auf­merk­sam­keit im Stra­ßen­ver­kehr sehr wich­tig ist, lern­ten Schü­ler der fünf­ten Klas­sen des ASG beim ADAC-Ak­ti­ons­tag „Ach­tung Au­to!“.

Wie schnell 30 St­un­den­ki­lo­me­ter tat­säch­lich sind, dür­fen die Teil­neh­mer des Ver­kehrs­si­cher­heits­pro­gramms des ADAC am ei­ge­nen Leib er­fah­ren: Die Fünft­kläss­ler des ASG setz­ten sich nach­ein­an­der mit Bir­git We­ber, der Mo­de­ra­to­rin des Ak­ti­ons­tags „Ach­tung Au­to!“, in ei­nen Opel und er­leb­ten ei­ne Voll­brem­sung mit. „Voll cool“, meint Alex­an­dra Mai­er an­schlie­ßend.

Vor dem Brems­ma­nö­ver lern­ten die Schü­ler der 5b den An­hal­te­weg in der Theo­rie ken­nen. Zu­nächst stell­te We­ber die Fra­ge, was al­les ei­nen An­hal­te­weg ha­be. Nach kur­zem Über­le­gen war klar: so gut wie al­les, das sich be­wegt.

Jetzt wa­ren die Schü­ler selbst an der Rei­he. In zwei Grup­pen soll­ten sie ver­su­chen, aus vol­lem Lauf mög­lichst schnell zum Ste­hen zu kom­men. Die ers­te Grup­pe hat­te da­bei ei­ne Zi­el­li­nie, die Zwei­te soll­te beim Win­ken ei­ner Fah­ne an­hal­ten. We­gen des zu­sätz­li­chen Re­ak­ti­ons­wegs schnitt die zwei­te Grup­pe deut­lich schlech­ter ab.

Voll­brem­sung mit 30 Sa­chen

Dann kam das Au­to zum Ein­satz. Mit Tem­po 30 fuhr Bir­git We­ber an die Li­nie her­an und leg­te ei­ne Voll­brem­sung hin. Zu­vor hat­ten die Schü­ler ge­schätzt, wie lan­ge der An­hal­te­weg sein wür­de. Die meis­ten schätz­ten al­ler­dings deut­lich zu we­nig.

Nun soll­te We­ber eben­falls auf das Win­ken der Fah­ne hin brem­sen. Die Fünft­kläss­ler schätz­ten wie­der und wa­ren die­ses mal deut­lich vor­sich­ti­ger. „Ich fah­re 30, und kei­ne 100 St­un­den­ki­lo­me­ter“, gab We­ber noch Tipps. 14 Me­ter lang war der An­hal­te­weg.

Um den Re­ak­ti­ons­weg so kurz wie mög­lich zu, hal­ten sei es wich­tig, Ablen­kun­gen zu ver­mei­den. Das gel­te auch für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer. „Ich ha­be heu­te ge­lernt, dass Kopf­hö­rer im Ohr oder am Han­dy spie­len im Stra­ßen­ver­kehr schlecht sind“, sagt Nik Faß­nacht.

An­schlie­ßend rück­te beim Ver­kehrs­si­cher­heits­pro­gramm die rich­ti­ge

innd Sitzer­hö­hung im Au­to den Fo­kus. Die Mo­de­ra­to­rin zeig­te die Ri­si­ken, wenn man kei­ne Sitzer­hö­hung hat oder sich falsch an­schnallt. „Da kann man sich rich­tig weh tun, zum Bei­spiel wenn der Gurt in den Hals schnei­det“, er­klärt der Schü­ler Si­las Glöck­ner da­nach.

„Der Ak­ti­ons­tag ist schon seit meh­re­ren Jah­ren fes­ter Be­stand­teil in un­se­rem Lehr­plan“, sagt Hans-Pe­ter Speng­ler, Leh­rer der Klas­se 5b. Vie­le der neu­en Schü­ler am ASG kä­men aus klei­ne­ren Or­ten und sei­en den Ver­kehr in der Stadt nicht ge­wohnt.

We­ber ist als Mo­de­ra­to­rin in Ba­den-Würt­tem­berg un­ter­wegs. „Wich­tig ist, dass die Kin­der al­les sel­ber er­le­ben und um­set­zen.“So prä­gen sie es sich bes­ser ein. Wenn man das An­schnal­len beim ers­ten Mal falsch ma­che und es noch mal er­klärt be­kom­me, pas­sie­re das nicht mehr. „Au­ßer­dem soll der Ak­ti­ons­tag zei­gen, wie schnell Tem­po 30 wirk­lich ist.“

Fo­to: Lu­ca Schmidt

Die Schü­ler muss­ten ein­schät­zen, wo ein Au­to, das mit 30 St­un­den­ki­lo­me­tern ei­ne Voll­brem­sung durch­führt, zum Ste­hen kommt. Die Py­lo­nen zei­gen die un­ter­schied­li­chen Schät­zun­gen.

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