Stu­die: Viel mehr Neu­bau­ten nö­tig

Hohenloher Tagblatt - - VORDERSEITE -

Zu­zug ver­schärft Woh­nungs­not im Land. Das wird zum Stand­ort­nach­teil.

Stuttgart. In Ba­den-Würt­tem­berg müs­sen bis 2025 knapp 88 000 Woh­nun­gen zu­sätz­lich ge­baut wer­den, um den jetzt schon be­ste­hen­den Man­gel an Wohn­raum und den wei­te­ren Be­völ­ke­rungs­zu­wachs auf­zu­fan­gen. Zu die­sem Er­geb­nis kommt ei­ne Stu­die der Pro­gnos AG im Auf­trag der L-Bank.

Bis zum Jahr 2040 rech­nen die Wis­sen­schaft­ler von Pro­gnos mit ei­nem An­stieg der Be­völ­ke­rung um bis zu 750 000 Men­schen. Dar­aus er­gibt sich ein ma­xi­ma­ler Zu­wachs der Haus­hal­te um 600 000, die Woh­nun­gen brau­chen.

Das be­deu­tet: Zwi­schen 2017 und 2021 sind we­gen des star­ken Be­völ­ke­rungs­wachs­tums 54 000 neue Woh­nun­gen not­wen­dig. Bis 2025 schät­zen die Ex­per­ten den Neu­be­darf auf 32 000 Wohn­ein­hei­ten. Da­nach sinkt er auf we­ni­ger als die Hälf­te. Um die vor­han­de­ne Bau­lü­cke zu schlie­ßen, wä­re al­so über acht Jah­re der Bau von jähr­lich zu­sätz­lich 11 000 Woh­nun­gen er­for­der­lich.

Ver­schärft wird das Pro­blem, weil schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren der Neu­bau nicht mit dem Be­völ­ke­rungs­wachs­tum mit­hielt. Die Fol­ge: Vor al­lem Stuttgart, Frei­burg, Mann­heim, Karlsruhe, Pforz­heim oder Ba­den-Ba­den konn­ten Neu­bau­ten al­len­falls ein Drit­tel der Nach­fra­ge de­cken.

Die Wis­sen­schaft­ler war­nen, dass Woh­nungs­man­gel und stei­gen­de Mie­ten sich zum Stand­ort­nach­teil ent­wi­ckeln könn­ten, falls das Land nicht ge­gen­steu­ert. Mar­tin Hof­mann

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