Glei­che Rech­te für al­le

Hohenloher Tagblatt - - CRAILSHEIMER STADTTEILE - Von Chris­ti­ne Hof­mann

Die Stadt Crails­heim will die Nut­zungs­be­din­gun­gen in den Bür­ger­treffs ein­heit­lich re­geln.

Neun Bür­ger­ge­mein­schaf­ten gibt es in Crails­heim, sie­ben da­von ha­ben ei­nen Raum oder gar ein Ge­bäu­de, in dem Ver­samm­lun­gen ab­ge­hal­ten und Ak­tio­nen an­ge­bo­ten wer­den – und in de­nen ge­fei­ert wird. Die städ­ti­schen Rä­um­lich­kei­ten konn­ten bis­lang von Bür­ger­ge­mein­schaf­ten, Ver­ei­nen und In­ter­es­sen­grup­pen un­ent­gelt­lich ge­nutzt wer­den. Die Über­nah­me der Be­triebs­kos­ten wie Strom oder Hei­zung sind un­ter­schied­lich ge­re­gelt. Das will die Stadt nun än­dern. „Al­le Bür­ger­ge­mein­schaf­ten und Ver­ei­ne sol­len in glei­cher Wei­se ge­för­dert wer­den“, sag­te Ers­ter Bür­ger­meis­ter Ha­rald Rilk ver­gan­ge­ne Wo­che in der Sit­zung des Crails­hei­mer Ge­mein­de­rats.

Au­ßer­dem ist der Stadt­ver­wal­tung dar­an ge­le­gen, dass die städ­ti­schen Räu­me nicht nur von ei­nem Ver­ein, son­dern von ver­schie­de­nen Grup­pen ge­nutzt wer­den.

Wir möch­ten, dass die Räu­me von meh­re­ren Grup­pen ge­nutzt wer­den. Ha­rald Rilk Ers­ter Bür­ger­meis­ter

Des­halb leg­te die Ver­wal­tung nun ein Kon­zept vor, das künf­tig für Gleich­heit sor­gen soll­te. Da­nach soll es zwei Mo­del­le ge­ben. Ers­tens: Wenn Bür­ger­ge­mein­schaf­ten ei­nen Raum al­lein nut­zen, über­neh­men sie die Be­triebs­kos­ten. Zur Er­wirt­schaf­tung der Be­triebs­kos­ten kön­nen die Räu­me un­ter­ver­mie­tet wer­den. Zwei­tens: Bei ge­mein­sa­mer Nut­zung des Rau­mes wer­den die Be­wirt­schaf­tungs­kos­ten von der Ver­wal­tung über­nom­men. Die Rä­um­lich­kei­ten kön­nen nicht un­ter­ver­mie­tet wer­den.

Die Idee, ei­ne ein­heit­li­che Re­ge­lung zu finden, stieß bei den Crails­hei­mer Stadt­rä­ten grund­sätz­lich auf Zu­stim­mung. Al­ler­dings der Bür­ger­treff künf­tig die Un­ter­halts­kos­ten zeig­te sich in der Dis­kus­si­on, tra­gen muss. Un­ter dass die Neue­run­gen nicht für die­sen Be­din­gun­gen wird der je­de Bür­ger­ge­mein­schaft pas­send Bür­ger­treff Schütt­berg ster­ben“, sein wer­den. „Der Bür­ger­treff Ro­so Wa­gner. ter Buck wird von meh­re­ren „Wa­ren die Bür­ger­ge­mein­schaf­ten Grup­pen, aber auch für pri­va­te über­haupt in die Be­ra­tun­gen Fei­ern ge­nutzt“, sag­te Stadt­rat mit­ein­be­zo­gen?“, fragt Uwe Ber­ger (CDU) und be­an­trag­te Stadt­rat Chris­ti­an Hel­len­schmidt

innd den Zu­satz, dass die Räu­me (Grü­ne). Und der Roß­fel­der Orts­vor­ste­her die­sem Fall trotz­dem ver­mie­tet Hart­mut Wer­ny woll­te wer­den dürf­ten. wis­sen, war­um un­ter­schied­li­che

Stadt­rat Her­mann Wa­gner Maß­stä­be an­ge­setzt wür­den, je (AWV) warf ein, dass die Bür­ger­ge­mein­schaft nach­dem ob nur ein Ver­ein oder Schütt­berg den meh­re­re Ver­ei­ne den Raum nutz­ten. Raum al­lei­ne nut­ze, aber kei­ne „Das ver­ste­he ich nicht“, so Miet­ein­nah­men ha­be, da bei den Wer­ny. pri­va­ten Fei­ern, die hier statt­fän­den, „Das ist un­se­re Len­kungs­funk­ti­on“, kei­ne Mie­te ver­langt wür­de. ant­wor­te­te Ha­rald Rilk. „Es ist nicht in Ord­nung, wenn „Wir möch­ten, dass die Räu­me von meh­re­ren Grup­pen ge­nutzt wer­den und nicht nur von ei­nem.“Dar­über hin­aus stell­te er klar: „Wenn ein Pri­va­ter ei­nen städ­ti­schen Raum nutzt, muss er zu­min­dest die Kos­ten tra­gen, die ent­ste­hen. Die Stadt will die Ver­ei­ne und die Eh­ren­amt­li­chen un­ter­stüt­zen, aber kei­ne Pri­vat­leu­te.“

Ei­ne Ent­schei­dung über die künf­ti­gen Nut­zungs­be­din­gun­gen in den Bür­ger­ge­mein­schafts­räu­men der Stadt ist noch nicht ge­fal­len. „Das Pa­pier wird noch ein­mal über­ar­bei­tet“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Ru­dolf Michl. Zu­nächst soll­ten Ver­tre­ter al­ler Bür­ger­ge­mein­schaf­ten an­ge­hört wer­den.

Foto: Chris­ti­ne Hof­mann

Die Bür­ger­ge­mein­schaft Schütt­berg trifft sich in ei­nem Raum im al­ten Schul­haus. Da kein wei­te­rer Ver­ein den Raum nutzt, müss­te sie künf­tig die Be­triebs­kos­ten zah­len.

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