Win­ter­pa­ra­dies Stu­bai­tal

Schnee­ga­ran­tie und herz­haf­te Sch­man­kerl: Hier geht es nicht nur Ski­fah­rern gut.

Holiday & Lifestyle - - INHALT -

Ei­ner­seits wür­de man den „Stu­bai­ern“wün­schen, dass sie an der Bren­ner­au­to­bahn ei­ne Son­der­er­laub­nis zum Auf­stel­len ei­nes rie­si­gen Schilds mit der Auf­schrift „Bit­te nicht vor­bei­fah­ren“be­kom­men, an­de­rer­seits aus Ego­is­mus viel­leicht auch nicht. Denn Tau­sen­de Au­to­fah­rer fah­ren täg­lich auf dem Weg zum Bren­ner an der Ab­fahrt zum Stu­bai­tal vor­bei. Nur die we­nigs­ten von ih­nen wis­sen, dass hier ei­ne Fe­ri­en­re­gi­on liegt, die im Win­ter mit vier Ski­ge­bie­ten punk­tet, wo­bei die schnee­si­che­ren Pis­ten mit Na­tur­schnee von Win­ter­sport­lern be­son­ders ge­schätzt wer­den. Trotz die­ser Vor­tei­le ist das Ski­ge­biet nicht über­lau­fen; die Pis­ten und Loi­pen sind au­ßer­dem gut ge­pflegt und nicht zu stark be­fah­ren. Es hat al­so auch sein Gu­tes, dass nicht zu vie­le Win­ter­sport­ler auf die­ses weit­ge­hend naturbelassene Tal, das nur 25 Au­to­mi­nu­ten von Innsbruck ent­fernt ist, auf­merk­sam wer­den. VIER GE­MEIN­DEN bil­den das Herz des Ski­ge­biets: Neu­stift ist die be­kann­tes­te Sied­lung im Tal und auch die meist­be­such­te. Di­rekt im Ort brin­gen die El­fer­lif­te Ski­fah­rer, Rod­ler, Win­ter­wan­de­rer und Pa­ra­glei­ter auf über 1.800 Hö­hen­me­ter. Be­son­ders be­liebt ist der Berg auch bei Rod­lern. Die Ge­mein­de Fulp­mes liegt an der Tal­sta­ti­on der Kreuz­joch­bahn, wel­che in das Ski­ge­biet Schlick 2000 führt. Lang­läu­fer lockt

ei­ne Hö­hen­loi­pe, Snow­boar­der ein Free­style-Park. Ein be­son­de­res Er­leb­nis bie­tet das im­mer be­lieb­ter wer­den­de Nach­tro­deln. Tel­fes gilt als der son­nigs­te Ort im Tal und liegt nur we­ni­ge Au­to­mi­nu­ten vom Ski­ge­biet Schlick ent­fernt. Die eher klei­ne Ge­mein­de Mie­ders wie­der­um prä­sen­tiert sich als Dorf mit Tra­di­ti­on, des­sen le­gen­dä­ren Haus­berg schon Alex­an­der von Hum­boldt als ei­nen der schöns­ten Ber­ge der Al­pen be­zeich­ne­te. Hier sind vor al­lem Win­ter­wan­de­run­gen – ger­ne auch mit Schnee­schu­hen – sehr ge­fragt. WICH­TIG ZU WIS­SEN: Die ein­zel­nen Ski­ge­bie­te sind nicht durch Berg­bah­nen und Lif­te als „Ski­schau­kel“mit­ein­an­der ver­bun­den. Doch ne­ben den öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln in den Or­ten bie­ten auch vie­le Ho­tels ei­ge­ne Fahr­diens­te zu den ins­ge­samt 58 Ab­fahr­ten an. Al­le Berg­bah­nen und Lif­te kön­nen hier mit ei­nem Skipass be­nutzt wer­den, der auch für die Bus­se gilt. Pas­sio­nier­te Ski­fah­rer – so un­ser Ein­druck – kon­zen­trie­ren sich vor al­lem auf die bei­den grö­ße­ren Ski­ge­bie­te Schlick 2000 und den Stu­bai­er Glet­scher. Zwei Seil­bah­nen so­wie meh­re­re Ski- und Schlepp­lif­te mit brei­ten Pis­ten ma­chen Schlick 2000 durch­aus zu ei­nem an­spre­chen­den Ski­ge­biet. Kin­der un­ter zehn Jah­ren dür­fen die Bah­nen in Be­glei­tung ei­nes

Er­wach­se­nen üb­ri­gens kos­ten­los be­nut­zen. Für Fa­mi­li­en gibt es au­ßer­dem das kun­ter­bun­te BIG Fa­mi­ly Ski­zen­trum mit BIG Rons Kin­der­land, das mit vier Zau­ber­tep­pi­chen, Wel­len­bah­nen, Bö­gen und an­de­ren At­trak­tio­nen auf­war­tet. Da­zu gibt es ei­ne Spiel- und Auf­wärm­stu­be mit ge­schul­ten Be­treu­ern – und das auch für nichtski­fah­ren­de Kin­der ab ei­nem Al­ter von drei Mo­na­ten. RICH­TIG URIG prä­sen­tie­ren sich die Hüt­ten im gan­zen Ski­ge­biet. Die von der Pis­te et­was ab­ge­le­ge­ne und auf ei­ner Hö­he von 1.680 Me­tern an­ge­sie­del­te Gal­talm bei­spiels­wei­se hat ei­ne ei­ge­ne Hal­te­stel­le an der Tal­ab­fahrt ein­ge­rich­tet. Dort kön­nen sich Gäs­te mit ei­nem Pis­ten­bul­ly ab­ho­len und nach oben zie­hen las­sen. Am Ziel er­war­tet sie nicht nur gu­tes Es­sen, son­dern auch ein wun­der­schö­ner Blick auf das Stu­bai­tal. Am­bi­tio­nier­ten Ski­fah­rern sei be­son­ders die lan­ge und teil­wei­se an­spruchs­vol­le Ab­fahrt vom über 2.190 Me­ter hoch ge­le­ge­nen Sen­n­joch zur Tal­sta­ti­on emp­foh­len. Und wer für den Abend noch ein be­son­de­res High­light sucht, soll­te sich über das An­ge­bot für Nach­trod­ler in­for­mie­ren. SKI­LANG­LAUF, ob klas­sisch oder im Ska­ting-Stil, ge­hört zu den ge­sün­des­ten Sport­ar­ten – und in Schlick 2000 ist in die­ser Rich­tung ei­ne Men­ge ge­bo­ten. Zählt man al­le ge­spur­ten Loi­pen der vier Ski­ge­bie­te des Stu­bai­tals zu­sam­men, so ad­die­ren sie sich auf be­acht­li­che 62 Ki­lo­me­ter. Da­zu kom­men für Nichtski­fah­rer elf Na­tur­ro­del­bah­nen mit Schlit­ten­ver­leih und ei­ner Ge­s­amt-

„Wer für den Abend noch ein be­son­de­res High­light sucht, soll­te sich un­be­dingt über das An­ge­bot für Nach­trod­ler in­for­mie­ren.“

län­ge von 40 Ki­lo­me­tern. Ski­tou­ren­ge­her, Schnee­schuh­wan­de­rer, Dra­chen- und Gleit­schirm­flie­ger kön­nen sich hier eben­falls aus­to­ben. Ein High­light für Rod­ler: Drei­mal pro Wo­che wird die Ro­del­bahn abends vom El­fer in Neu­stift bis hin­un­ter in das Pin­nis­tal mit Pe­tro­le­um­lam­pen be­leuch­tet. Top-Ski­ge­biet und High­light in der ma­le­ri­schen Win­ter­sport­re­gi­on ist der Stu­bai­er Glet-

1| Schnee­ga­ran­tie von Ok­to­ber bis Ju­ni: Auf dem Stu­bai­er Glet­scher im ös­ter­rei­chi­schen Ti­rol wer­den Ski-Träu­me wahr – auch für Lang­läu­fer und Free­ri­der. 2| In der Son­ne ent­span­nen und die ver­schnei­te Um­ge­bung ge­nie­ßen – in dem weit­läu­fi­gen Ski­ge­biet geht das oh­ne Pro­ble­me. 3| Ge­sel­li­ge Run­de in luf­ti­ger Hö­he: Für das Après-Ski oder klei­ne Pau­sen kön­nen Be­su­cher der Stu­bai-Re­gi­on zwi­schen ver­schie­de­nen uri­gen Hüt­ten aus­wäh­len.

1| So­wohl Paa­re als auch Singles und Fa­mi­li­en be­kom­men im Schnee­pa­ra­dies viel ge­bo­ten. 2| Fa­ckel­wan­de­rung im Tief­schnee: Auch nachts wird es in der Stu­bai-Re­gi­on nicht lang­wei­lig. 3| Be­su­cher der Berg­sta­ti­on Gams­gar­ten ge­nie­ßen die Hö­hen­son­ne. 4| Wer un­be­rühr­te Pis­ten liebt, fin­det sein Pa­ra­dies auf dem Stu­bai­er Glet­scher. 5| Die vie­len Loi­pen im Ski­ge­biet sind ein El­do­ra­do für pas­sio­nier­te Lang­läu­fer. 6| Nicht-Ski­fah­rer ha­ben die Mög­lich­keit, Eis­grot­ten zu er­kun­den. 7| Die herz­haf­te Ti­ro­ler Kü­che war­tet mit ver­schie­de­nen Sch­man­kerln auf.

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