ROSENBLÜTE

Holiday & Lifestyle - - INHALT - TEXT: STE­FA­NIE SYREN FO­TOS: SA­RAH STIL­LER

60 Ro­sen­sor­ten und zahl­rei­che Stau­den zie­ren Sa­rahs Mär­chen­gar­ten.

Hier wird mit Be­geis­te­rung und Lie­be ge­gärt­nert. Das sieht man nicht nur im Ju­ni, aber dann eben be­son­ders gut: Wenn Ake­lei durch die Bee­te tanzt, der Frau­en­man­tel blüht und die Ro­sen ih­re Knos­pen öff­nen, zeigt sich Sa­rah Stil­lers Cottage-Gar­ten von ei­ner Sei­te, die auch je­ne Men­schen be­rührt, die sich ei­gent­lich nicht viel aus Pflan­zen ma­chen. Vor rund sie­ben Jah­ren hat Sa­rah da­mit an­ge­fan­gen, ih­ren Traum vom Cottage-Gar­ten zu ver­wirk­li­chen: nur ei­nen St­ein­wurf vom Am­mer­see und rund ei­ne Au­to­stun­de vom Münch­ner Hof­bräu­haus ent­fernt. Dort, mit­ten im Zen­trum der Baye­ri­schen Lan­des­haupt­stadt, ist sie auf­ge­wach­sen, oh­ne Gar­ten und oh­ne Bal­kon. Doch für sie war im­mer klar, dass sie ei­nes Ta­ges auf dem Land le­ben wür­de. Nach Um­we­gen über die USA, Frank­reich und die Schweiz zog es sie zu­rück nach Bay­ern und tat­säch­lich aufs Land. Wie der Gar­ten aus­se­hen soll­te? Da muss­te sie nicht lan­ge über­le­gen. Sie wünsch­te sich ei­nen Cottage-Gar­ten. Üp­pig, char­mant und so na­tür­lich, dass man gar nicht merkt, wie viel Pla­nung ei­gent­lich da­hin­ter steckt. Sie such­te ei­nen Pro­fi, der sich auf Cottage-Gär­ten spe­zia­li­siert hat­te, fand kei­nen – und wur­de selbst ak­tiv.

Le­arning by do­ing – die­se De­vi­se steht ih­rem Gar­ten aus­ge­zeich­net. Ide­en und In­fos hol­te sich Sa­rah eben­falls in Ei­gen­in­itia­ti­ve: „Ich ha­be Zeit­schrif­ten und Bü­cher ge­wälzt und na­tür­lich Gar­ten­sen­dun­gen an­ge­guckt, am liebs­ten die eng­li­schen.“So wuchs ihr Wis­sen mit den Jah­ren eben­so wie ih­re Pflan­zen.

Viel Ar­beit darf ihr der Gar­ten gar nicht ma­chen, denn die Blog­ge­rin und Mut­ter von drei Jungs kann sich nicht je­den Tag stun­den­lang um ih­re Pflan­zen küm­mern. Ei­ne ge­sun­de Por­ti­on Ge­las­sen­heit ge­hört au­ßer­dem da­zu: „Wer sich an je­dem Klee­blatt stört, ist im Gar­ten nie zu­frie­den.“Dass ein Cottage-Gar­ten viel Mü­he macht, glau­ben vie­le ih­rer Be­su­cher. Da­bei ma­chen sie sich manch­mal mehr Ar­beit als nö­tig: „Wenn ich ei­nen per­fek­ten Ra­sen oh­ne Un­kraut ha­ben möch­te, kos­tet er mich viel mehr Zeit als ein Stau­den­beet. Ich muss im Gar­ten nur die rich­ti­gen Pflan­zen ein­set­zen.“Das hat sie of­fen­sicht­lich ge­macht, so­gar die als be­son­ders an­spruchs­voll gel­ten­den Ro­sen füh­len sich wohl bei ihr. 60 ver­schie­de­ne ha­ben im Gar­ten mitt­ler­wei­le Wur­zeln ge­schla­gen. Wenn sie sich für ei­ne Ro­se ent­schei­den müss­te, wel­che wür­de sie be­hal­ten? „Ganz klar „Charles de Mills“! Die Sor­te blüht so üp­pig und hält auch als Schnitt­blu­me lan­ge.“Das ist wich­tig, denn im Som­mer ver­geht kaum ein Tag, an dem Sa­rah nicht ein paar Ro­sen für die Va­se schnei­det. Be­son­ders üp­pig wer­den die Sträu­ße, wenn der Wet­ter­be­richt Ge­wit­ter vor­her­sagt und sie dann so vie­le Blü­ten wie mög­lich nach drin­nen ret­tet. Dann blü­hen ih­re Ro­sen in den di­ver­sen Va­sen ein­fach wei­ter.

1 VOR­BILD­LICH Un­ge­füll­te Ro­sen wie die Sor­te „Bon­ny“sind nicht nur hübsch, son­dern bie­ten den Bie­nen Pol­len und Nekt­ar. 2 EINGETOPFT Mo­bi­le Pflan­zen wie die­se vor­ge­zo­ge­nen Lev­ko­jen vom Gärt­ner sor­gen dort für Far­be, wo ge­ra­de nichts blüht. 3 DUFTWOLKEN...

1 GASTLICH Das klei­ne Cottage gleich ne­ben dem Haupt­haus kann man mie­ten – ein per­fek­tes Fe­ri­en­do­mi­zil für Gar­ten­lieb­ha­ber. 2 KLAS­SI­KER Die Ro­se „Loui­se Odier“läuft im Früh­som­mer zu Hoch­form auf. Dann hüllt sie den Gar­ten mit ih­rem zar­ten Duft ein.

RO­SE „MA­DAME POMPADOUR“

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