Skan­dal Mi­nus­zin­sen

Illertisser Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Eu­ro­län­der spa­ren tau­send Mil­li­ar den“(Wirt­schaft) vom 25. Ju­li: Aus mei­ner Sicht sind die Mi­nus­zin­sen der größ­te Skan­dal seit Jahr­zehn­ten. Be­trof­fen sind in ers­ter Li­nie die vor­sor­gen­den Bür­ger, die dem Staat nicht zur Last fal­len woll­ten. Aber auch Ver­si­che­run­gen und Ban­ken. So ha­be ich ab dem 40. Le­bens­jahr zur Auf­bes­se­rung mei­ner Ren­te ei­nen sechs­stel­li­gen Be­trag an­ge­spart und woll­te die Zin­sen zum Er­halt des ge­wohn­ten Le­bens­stan­dards nut­zen. Das ist nun seit Jah­ren nicht mehr mög­lich – im Ge­gen­teil. Da man auf­grund des schwa­chen Eu­ro auch noch um sein Geld fürch­ten muss­te, ha­be ich ein zwei­tes Haus ge­kauft – aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den am Meer in Spa­ni­en. Dort ent­ste­hen zu­sätz­li­che Kos­ten. Mei­ne vor ca. 35 Jah­ren ab­ge­schlos­se­ne pri­va­te Ren­ten-Ver­si­che­rung bringt kaum noch Ren­di­te und es droht so­gar die Kür­zung. Dies al­les, weil die EZB be­schlos­sen hat, die Schul­den­staa­ten zu un­ter­stüt­zen und da­mit die or­dent­li­chen Bür­ger vor den Kopf stößt. Die Idee der Null­zin­sen hat man wohl von den USA über­nom­men …

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