RAUS AUS MÜN­CHEN Al­les im grü­nen Be­reich

Was brin­gen uns Bio & Co. 2018?

In München - - INHALT - In­ge­borg Pils / Lau­ra Ama­di

Die Grü­ne Wo­che in Ber­lin (19. bis 28.1.) wirft sie ak­tu­ell wie­der auf die vie­len Fra­gen, The­sen, Be­we­gun­gen und Ide­en zum The­ma Um­welt­schutz, Bio & Co. Wir wer­fen wie­der mal ei­nen Blick auf das ak­tu­el­le Ge­sche­hen bei den Be­stre­bun­gen in Sa­chen Öko, Re­gio­na­li­tät und Nach­hal­tig­keit in Bay­ern:

Bay­ern ist grün, zu­min­dest be­züg­lich der neu­es­ten Zah­len aus dem Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um. Mehr als ein Drit­tel al­ler Bio­h­ö­fe der Re­pu­blik pro­du­zie­ren auf weiß­blau­em Bo­den. Ver­ant­wort­lich für die­se Ent­wick­lung zeich­net ein recht um­fas­sen­des Öko­pro­jekt un­se­rer Lan­des­re­gie­rung, Bi­oRe­gio Bay­ern 2020 – 2013 mu­tig von Horst See­ho­fer pro­kla­miert – das u.a. die Ver­dopp­lung der baye­ri­schen Bio­pro­duk­ti­on bis 2020 an­vi­siert. Recht pro­mi­nent be­tei­ligt am kom­ple­xen Maß­nah­men­ka­ta­log sind na­tür­lich auch un­se­re in­te­gren An­bau­ver­bän­de, Bio­land, Na­tur­land, De­me­ter und Bio­kreis. Und klar, de­ren be­kann­te Ga­ran­tie­sie­gel kennt man, die graue Emi­nenz, die im Hin­ter­grund die Fä­den zieht, ist weit­ge­hend un­be­kannt: Die Lan­des­ver­ei­ni­gung für den öko­lo­gi­schen Land­bau in Bay­ern e.V. mit Sitz in Pasing – im wei­te­ren der Ein­fach­heit hal­ber als LVÖ be­zeich­net. www.lvoe.de

Bay­erns bes­te Bio­pro­duk­te: Seit letz­ten Sams­tag (20.1.) ist es amt­lich, die Ge­win­ner ste­hen fest. Ins­ge­samt 73 Pro­duk­te von 47 Fir­men wa­ren dies­mal an­ge­tre­ten zur Wahl der lan­des­weit bes­ten Bio­pro­duk­te. Bei „Bay­erns bes­ten Bio­pro­duk­ten“geht es ums rund­um gu­te Es­sen. Um ei­nen ganz be­son­de­ren, ein­ma­li­gen Ge­schmack, um Bi­oZu­ta­ten aus der Re­gi­on von höchs­ter Qua­li­tät, um her­aus­ra­gen­de Nach­hal­tig­keit – und um die le­ben­di­gen Ge­schich­ten, die da­hin­ter ste­hen. In­iti­iert 2012 von der LVÖ, er­folg­te auch heu­er wie­der die Prä­mie­rung an­läss­lich der Grü­nen Wo­che in Ber­lin (19.bis 28.1). Ent­schie­den wur­de je­weils über den An­teil der re­gio­na­len Zu­ta­ten, Ge­schmack, Qua­li­tät, Ver­pa­ckung, Mar­ke­ting und In­no­va­ti­on so­wie Um­welt­und Na­tur­schutz und das so­zia­le En­ga­ge­ment des Un­ter­neh­mens. Ver­lie­hen wur­den je drei Aus­zeich­nun­gen in den Ka­te­go­ri­en Gold, Sil­ber, Bron­ze und ein In­no­va­ti­ons­preis. www.bay­erns-bes­te-bio­pro­duk­te.de

Das gro­ße Sum­men – von Bie­nen für Bie­nen

Wild­bie­nen ha­ben als Be­stäu­ber von Nutz- und Wild­pflan­zen ei­nen un­schätz­ba­ren Wert für un­se­re Na­tur. Weit­ge­hend un­be­kannt ist, dass ei­ne Wild­bie­ne die Be­stäu­bungs­ar­beit von bis zu 300 Ho­nig­bie­nen leis­tet. Doch der Le­bens­raum wird im­mer klei­ner, dank in­dus­tri­el­ler Land­wirt­schaft, Mo­no­kul­tur und weg­ge­spritz­ter Bei­kräu­ter. In­zwi­schen fin­den Bie­nen be­reits mehr Nah­rung in den Städ­ten als auf den Fel­dern. Um die An­sied­lung und Ver­meh­rung von Wild­bie­nen zu för­dern, sucht der Bio-Knus­per­müs­li Her­stel­ler Barn­hou­se aus Mühl­dorf (Krun­chy, 1979 das welt­weit ers­te Bi­oK­nus­per­müs­li und Bron­ze-Ge­win­ner 2017 ) wie­der 50 en­ga­gier­te Bie­nenF­reun­de. Den Wild­bie­nen-Ho­te­liers wer­den kos­ten­los Nist­käs­ten inkl. Ko­kons zur Ver­fü­gung ge­stellt. Ein­fach on­li­ne bis zum 28.2. be­wer­ben. Ge­mein­sam mit Part­ner-Land­wir­ten aus den be­nach­bar­ten Öko­mo­dell­re­gio­nen för­dert Barn­hou­se ei­ne bie­nen­freund­li­che Be­wirt­schaf­tung der Fel­der, auf de­nen ne­ben Bio-Ha­fer und –Din­kel auch Blüh­pflan­zen wie Lein­dot­ter un­ter­ge­pflanzt wer­den. So wird das Ge­trei­de­feld zur Bie­nen­wei­de. www.barn­hou­se.de

Wild­bie­nen-Ho­te­liers und Lie­fe­ran­ten für Barn­hou­se sind auch Clau­dia und Hi­la­ri­us Häuß­ler in Tauf­kir­chen süd­lich von Krai­burg am Inn (Inn-Salz­ach). D’Wir­tin und da Bau­er sind ei­ne lie­bens­wer­te Sym­bio­se von Bio-Bau­ern­hof und Gast­wirt­schaft – baye­risch, bio­lo­gisch und echt. Weit­hin ge­rühmt die Ofen­schub­ser, fan­ta­sie­voll be­leg­te Brot­fla­den aus Em­mer und tra­di­tio­nell im St­ein­ofen ge­ba­cken. Eben­so der re­sche Schwei­ne­krus­ten­bra­ten, der nach al­ter Sit­te auf dem al­ten, mit Holz be-

feu­er­ten Wams­ler­o­fen zu­be­rei­e­tet wird. Le­gen­dä­res Bio­früh­stück und re­gel­mä­ßi­ge Ver­an­stal­tun­gen. www.mai­er-gal­len­bach.de

Bron­ze für die Ho­nig­wan­de­rer: Bie­nen sind auch die Lei­den­schaft von Jo­nas und Da­ni­el Scholz. Die Ho­nig­wan­de­rer (Bio­land) aus dem Nürn­ber­ger Land sind mit ih­rer klei­nen Im­ke­rei ei­ne be­lieb­te An­lauf­stel­le für Im­ker und sol­che, die es wer­den wol­len. Ihr Früh­jahrs­blü­ten­ho­nig (Bron­ze-Ge­win­ner) stammt aus­schließ­lich aus der Hers­bru­cker Schweiz und be­sticht, so die Ju­ry, durch sei­nen fei­nen Ge­schmack, die zart-gel­be Far­be und sei­ne sam­tig-fes­te Cre­mig­keit. www.die-ho­nig­wan­de­rer.de

Met­brand: Mit gan­zem Her­zen der Im­ke­rei ver­schrie­ben hat sich auch Ma­nu­el Bösl (Bio­land) aus Ne­u­markt i.d. Ober­pfalz. Mit Hil­fe sei­ner 300 Bie­nen­völ­ker pro­du­ziert er na­tur­be­las­se­nen Ho­nig, Pol­len, Wachs und Met aus aro­ma­ti­schem Wald-Lin­den­ho­nig. Drei Jah­re darf der Met rei­fen, be­vor er im na­hen Klos­ter Plank­stet­ten zum Flü­gel­schlag ge­brannt wird. Der Met­brand (Sil­ber-Ge­win­ner) über­zeugt durch sei­nen un­ver­kenn­ba­ren Ho­nig­ge­schmack und ist das idea­le Ge­schenk für je­den Spi­ri­tuo­sen­lieb­ha­ber. Auch im On­li­ne-Shop er­hält­lich. www.im­ke­rei-boe­sl.de

Beer goes Bio – stei­gen­des An­ge­bot

Klos­ter­bier und Sil­ber­schin­ken: Die Be­ne­dik­ti­ner­ab­tei Plank­stet­ten im Sulz­tal zwi­schen Ber­ching und Beiln­gries (Alt­mühl­tal), be­kannt als „grü­nes Klos­ter“mit nach­hal­ti­ger Kreis­lauf­wirt­schaft. Ver­ant­wor­tungs­vol­ler Um­gang mit der Na­tur ist für die Mön­che der zen­tra­le Leit­ge­dan­ke ih­rer Le­bens- und Wirt­schafts­wei­se und für Über­nach­tun­gen in ganz be­son­de­rer At­mo­sphä­re ab­seits von Hek­tik, Smart­pho­ne und TV bie­tet das Gäste­haus St. Gre­gor so­gar ein­fa­che Zim­mer. Seit mehr als 20 Jah­ren ar­bei­tet das Grü­ne Klos­ter nach den Richt­li­ni­en des öko­lo­gi­schen Land­baus (Bio­land) und sein Klos­ter­schin­ken wur­de 2015 im­mer­hin mit Sil­ber aus­ge­zeich­net. Gut Stau-

den­hof, Bä­cke­rei, Metz­ge­rei, Gärt­ne­rei und Bren­ne­rei – die Pro­duk­te der ein­zel­nen Klos­ter-Ab­tei­lun­gen wer­den in der Re­gi­on oder im Hof­la­den ver­kauft bzw. in der Kü­che der Schen­ke ver­ar­bei­tet. Da­zu Plank­stet­tener Klos­ter­bier – ge­braut bei den Nach­barn im Rie­den­bur­ger Brau­haus. www.klos­ter-plank­stet­ten.de

Re­gio­na­li­tät par ex­cel­lence: Ge­win­ner 2018 (Ru­brik In­no­va­ti­on) ist wie­der­um das Rie­den­bur­ger Brau­haus (Bio­land) – nicht mit dem Klos­ter­bier, son­dern mit dem Dol­den Null, ei­nem IPA (In­dia Pa­le Ale) „mit fast oh­ne Al­ko­hol“(un­ter 0,5 Pro­zent). Ge­braut in rei­ner baye­ri­scher Bio-Qua­li­tät aus Gers­te, Em­mer, Hop­fen und He­fe, na­tür­lich un­fil­triert. Ei­ne idea­le Ver­bin­dung aus tra­di­tio­nel­ler Brau­kunst und In­no­va­ti­on, aus bri­ti­schem Re­zept und bes­ten re­gio­na­len Roh­stof­fen u.a. vom Klos­ter Plank­stet­ten (klar!) und mit hof­ei­ge­nem Qu­ell­was­ser. Er­hält­lich sind die Rie­den­bur­ger Bie­re u.a. bei denn’s Bio­märk­te. www.rie­den­bur­ger.de

Von Null auf Hun­dert: Das Star­t­up Münch­ner Girg­bräu (Na­tur­land) ist mit sei­nem Ha­der­ner Bräu an­ge­tre­ten, Mün­chen zur Bio-Bier­stadt zu adeln. Die klei­ne Braue­rei im Süd­wes­ten (Ha­dern) – 2017 noch als Kraft-Bier auf den Markt ge­star­tet – ist tat­säch­lich un­se­re ers­te bio­zer­ti­fi­zier­te Braue­rei und hat beim ers­ten An­lauf be­reits ein Sie­ger­trepp­chen er­reicht. Mar­ta und Tho­mas Girgs fol­gen dem Mot­to „das Rein­heits­ge­bot fängt auf dem Acker an“, ih­re Bie­re sind na­tur­be­las­sen, un­fil­triert und dür­fen dank ei­ner lan­gen La­ger­zeit ih­ren vol­len Ge­schmack ent­fal­ten. Das Dunk­le (Bron­ze-Ge­win­ner) ent­spricht mit sei­ner herr­lich dun­kel­brau­nen Far­be und der ka­ra­mel­li­gen Malz­no­te ganz der al­ten Münch­ner Brau­kunst. Kom­plet­tiert wird das Sor­ti­ment mit ei­nem sehr sprit­zi­gen Hel­len, ei­nem Weiß­bier, dem IPA und sai­so­na­len Spe­zia­li­tä­ten wie z.B. ei­nem leich­ten Hel­len (2.5 Pro­zent). Je­den Frei­tag-nach­mit­tag Ver­kos­tung von 15 bis 18.00. Auch be­reits in ei­ni­gen Re­stau­rants und Ge­trän­ke­märk­ten er­hält­lich und ab März bei denn’s Bio­märk­te. Auch für ei­ni­ge der Stadt­volks­fes­te ist der Ha­der­ner be­reits ge­mel­det. Hof­ver­kauf: Mon­tag bis Don­ners­tag 10 bis 15.00, Frei­tag 10 bis 18.00. www.ha­der­ner.de

Men­schen­wür­de:Die neue nie­der­baye­ri­sche Al­ter­na­ti­ve zum Bier ist ei­ne Aro­nia-Li­mo – das Hei­ma­tKra­cherl. Ein schmack­haf­ter Durst­lö­scher mit an­rüh­ren­dem Hin­ter­grund: Der Wirt ei­ner Pas­sau­er Bio-Bur­gerBar lie­fer­te die Idee und das Re­zept. Um­ge­setzt wird das Pro­jekt von der Wohn­ge­mein­schaft des Lang­le­ben­ho­fes, die den Aro­ni­a­saft in Bi­o­qua­li­tät her­stellt und wei­ter­ver­ar­bei­tet, ab­ge­füllt wird in Hau­zen­berg. So muss es sein – kon­se­quent re­gio­nal, fair und na­tür­lich bio. Ein Drit­tel des Ge­winns fließt zu­rück zur Fi­nan­zie­rung des Wohn­heims für die dor­ti­gen be­ein­träch­tig­ten Be­woh­ner. www.hei­mat-kra­cherl.de

Tier­wohl von der Ge­burt bis zum Tod

... die­ser Grund­satz gilt für die Hüh­ner, Schwei­ne, Scha­fe, Zie­gen und na­tür­lich auch für die 60 Rin­der auf dem Bio­hof Sie­gel (Bio­land) in Mis­sen (Ober­all­gäu). Die Käl­ber dür­fen ih­re Hör­ner be­hal­ten, wer­den nicht kas­triert und und tum­meln sich zeit­le­bens auf Berg­wie­sen und im kom­for­ta­blen Kom­post­stall. Und am En­de lei­den sie dank Wei­de­schuss und mo­bi­ler Schlacht­box nicht. Die­ser angst­freie Tod be­deu­tet auch, dass die ex­zel­len­te Qua­li­tät des Flei­sches nicht doch noch durch die Aus­schüt­tung von Stress­hor­mo­nen ge­min­dert wird. Das Er­geb­nis ist ein saf­ti­ger, aro­ma­ti­scher Schin­ken von bes­ter Qua­li­tät – den Ju­ro­ren ei­ne Sil­ber­plat­zie­rung wert. www.all­ga­eu­er-bio­fleisch.de

Bru­der­häh­ne: Das Ver­ga­sen oder Schred­dern von 40 Mil­lio­nen frisch­ge­schlüpf­ten männ­li­chen Kü­ken dürf­te selbst hart­ge­sot­te­nen Dick­häu­tern zu­set­zen. Aber die Auf­zucht von so­ge­nann­ten Zwei­nut­zungs­hüh­nern ist zu­nächst mal teu­er und macht nur Sinn, wenn das Fleisch der Hähn­chen­brü­der auch sinn­vol­le und ren­ta­ble Ver­wen­dung fin­det. Pich­ler Bio­fleisch zeigt mit sei­nen Bru­der­hahn-Kräu­ter-Wur­zen, dass es geht. Ver­ar­bei­tet wird aus­schließ­lich Fleisch bei­der Ge­schlech­ter, bei den Wur­zen noch ab­ge­mischt mit Rind. Das Münch­ner Un­ter­neh­men hat sich ei­nem be­son­ders ho­hen Tier­wohl-Stan­dard ver­pflich­tet und mit sei­nem gut ge­würz­ten Gau­men­schmauß Gold er­kämpft. www.bio­metz­ge­rei-pich­ler.de

Herr­manns­dor­fer Land­werk­stät­ten (Bio­kreis): Auch die tra­di­tio­nel­le Öko­t­rutz­burg in Glonn (öst­lich von Mün­chen) pro­du­ziert mit Zwei­nut­zungs­ras­sen und lässt die männ­li­chen Kü­ken wei­ter­le­ben. Sie wer­den nach fünf Mo­na­ten von Hand ge­schlach­tet und zu qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Brü­he ver­kocht. Das Glas ent­hält das aus­ge­lös­te Fleisch ei­nes hal­ben Hah­nes und hat dem Un­ter­neh­men Gold be­schert. www.herr­manns­dor­fer.de

Glücks­kä­se: Ein wei­te­rer Gol­dKan­di­dat ist die Schau­kä­se­rei Wig­gens­bach (Bio­land/De­me­ter) im Ober­all­gäu. Erst 2017 ein­ge­weiht hat der neue Na­turzie­gel-Ge­wöl­be­kel­ler be­reits ei­nen Ge­win­ner her­an­rei­fen las­sen. 10 Mo­na­te lang durf­te der Kräf­ti­ge aus der Drei­erRei­he „All­gäu­er Glücks­mo­men­te“sein ein­zig­ar­ti­ges Aro­ma ent­wi­ckeln, durch­setzt von fei­nen St­ein­salz­kris­tal­len.

Der Be­trieb ver­wen­det aus­schließ­lich He­u­milch, ge­lie­fert von 17 Land­wir­ten im Um­kreis von 20 Ki­lo­me­tern. www.schau­ka­e­se­rei-wig­gens­bach.de

Spätz­le aus Nie­der­bay­ern: Le­cker, lo­cker und wohl­ge­formt sind sie die Spat­zerl aus dem Baye­ri­schen Wald. Ih­re Sil­ber-Plat­zie­rung ver­dan­ken sie Din­kel­mehl, Din­kel­grieß, Ei­ern und den vie­len Tüft­ler­qua­li­tä­ten von Nu­del­ma­cher Karl-Heinz Hierl aus Stall­wang. Ei­ne selbst ent­wi­ckel­te­te Spätz­le­ma­schi­ne sorgt für die ge­wünsch­te Qua­li­tät, viel Krea­ti­vi­tät für die be­son­ders pro­dukt- und res­sour­cen­scho­nen­de Ver­pa­ckungs­me­tho­de (mög­lichst we­nig Fo­lie!). U.a. ab Fe­bru­ar bei den denn’s Bio­märk­ten. www.nu­del­ma­cher­hierl.de

Wo gibt es das zu kau­fen?

Wer wis­sen will, wo es die Pro­duk­te zu kau­fen gibt, wen­det sich am bes­ten zu­erst an die je­weils an­ge­ge­be­nen Adressen. Die meis­ten Er­zeu­ger kön­nen Aus­kunft ge­ben bzw. ver­fü­gen selbst über On­li­ne-Shops. Ei­ne gu­te In­fo­mög­lich­keit sind auch Bio- und Wo­chen­märk­te.

Der All­roun­der – 15 Mal im Raum Mün­chen – denn’s Bio­märk­te: Mit über 260 Fi­lia­len in Deutsch­land und Ös­ter­reich und ei­nem Net­to-Jah­res­um­satz von mehr als 230 Mio Eu­ro (2014) zählt die denn’s Ket­te schon zu den Schwer­ge­wich­ten der Bran­che. Ge­star­tet 2003 in Ge­rets­ried, gibt es al­lei­ne der­zeit be­reits im Raum Mün­chen 15 Fi­lia­len mit je ei­nem Sor­ti­ment von 6.000 Pro­duk­ten. Auch öko­lo­gi­sche Dro­ge­rie­wa­ren und Na­tur­kos­me­tik, Wei­ne und Tief­kühl- und Fer­tig­ge­rich­te. Die Lä­den sind durch­weg weit­läu­fig an­ge­legt mit brei­ten Gän­gen und at­trak­ti­ven The­ken­land­schaf­ten für Bä­cke­rei­wa­ren und Kä­se. An­ge­nehm fällt der meist groß­zü­gig kon­zi­pier­te und gut be­stück­te Obst- und Ge­mü­se­be­reich auf. Be­mer­kens­wert ap­pe­tit­lich, denn hier wird täg­lich frisch nach­ge­legt. Auch je­den Tag frisch gibt’s u.a. Mol­ke­rei­er­zeug­nis­se wie z.B.Kä­se­spe­zia­li­tä­ten aus Kuh-, Schaf- und Zie­gen­milch. Vie­le Ar­ti­kel stam­men aus der Re­gi­on und sind ent­spre­chend ge­kenn­zeich­net. Zu­dem füh­ren die Märk­te ei­ne brei­te Pa­let­te ex­tra an­ge­passt an die Be­dürf­nis­se von Ve­ge­ta­ri­ern, Ve­ga­nern und All­er­gi­kern. www.denns-bio­markt.de Voll­cor­ner: Ein wasch­ech­tes Münch­ner Kindl ist Voll­Cor­ner. Zum 1988 ge­grün­de­ten mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men ge­hö­ren in­zwi­schen 17 Bio-Märk­te, ein Bio-Wein­han­del und ein Bio-Ca­fé, die Voll­Cor­ner Cu­ci­na in Ha­dern (Würm­tal­stra­ße 95). Fri­sche re­gio­na­le Kü­che (auch ve­ge­ta­risch und ve­gan) oh­ne Tief­küh­lund Mi­kro­wel­len­kost. Und das al­les zu fai­ren Prei­sen. Neu ist das Bio-Früh­stück (bis 11.00). Müs­li mit He­u­milch­jo­ghurt und fri­schem Obst, Eier­spei­sen al­ler Art, Brez­nring mit Frisch­kä­se, But­ter-Crois­sants, frisch ge­press­ter Oran­gen­saft und Kaf­fee-Spe­zia­li­tä­ten von Su­pre­mo, der klei­nen, fei­nen Kaf­fee­rös­te­rei in Un­ter­ha­ching. Tipp: Je­den Frei­tag gibt’s zum baye­ri­schen Früh­stück- auch ganz unka­tho­lisch – Le­ber­kä­se und Weiß­würs­te von den Herr­manns­dor­fer Land­werk­stät­ten. Öff­nungs­zei­ten Ca­fé: Mon­tag bis Frei­tag von 8 bis 16.00, Mit­tags­tisch von 11.30 bis 15.00. www.voll­cor­ner.de

Is­ar­land Öko­kis­te – Bio, frisch, ge­lie­fert: Da­mals, als die Bio­ge­mein­de noch als ver­schro­be­ner, sek­ten­glei­cher Spin­ner­clan galt, gab es sie noch. Die ver­ein­zel­ten Holz­kis­ten vor den Haus­tü­ren mit den un­säg­lich trau­ri­gen Sa­lat­köp­fen, mit vom Wurm­frass ent­stell­ten Äp­feln und Kar­tof­feln – ein ein­zi­ges Bild des Jam­mers. Ge­lan­det im 21. Jahr­hun­dert prä­sen­tie­ren sich fri­sche, ap­pe­tit­lich ver­pack­te Bio­le­bens­mit­tel, Ver­derb­li­ches in Iso­kis­ten mit Kühlak­kus. Und nein, nicht nur Obst und Ge­mü­se. Die Ver­sand­fir­ma Is­ar­land Öko­kis­te (ein Fu­si­ons­kon­strukt aus Tag­werk und Hof­gut Let­ten Öko­kis­te) bie­tet ein Voll­sor­ti­ment mit Ei­ern, Milch­pro­duk­ten, Brot, Teig­wa­ren, Wurst, Fleisch, Wein u.v.m. Und es be­steht kei­ne Abo-Ver­pflich­tung, je­de Be­stel­lung kann ein­zeln ab­ge­wi­ckelt und in­di­vi­du­ell zu­sam­men­ge­stellt wer­den. Prin­zi­pi­ell re­giert na­tür­lich das Prin­zip der Sai­so­na­li­tät – ein­zel­ne Obst­sor­ten (z.B. Ba­na­nen) sind trotz­dem ganz­jäh­rig ver­füg­bar, wer­den je­doch nicht ein­ge­flo­gen, son­dern ver­schifft. Üb­ri­gens: kei­ne Angst vor Exo­ten, in­zwi­schen wach­sen Phy­sa­lis so­gar in Nie­der­bay­ern. www.is­ar­land.de

Aus der Re­gi­on für die Re­gi­on

Öko­mo­dell­re­gio­nen: Ein sehr ein­gän­gi­ges und sym­pa­thi­sches Teil-Pro­jekt der Bi­oRe­gio Bay­ern 2020 sind da­bei die Öko­mo­dell­re­gio­nen (13), die sich seit 2013 al­le­samt in­ten­siv be­mü­hen, in­ner­halb ih­rer „Ge­mein­de­ver­bün­de“rein bio­lo­gi­sche Wert­schöp­fungs­ket­ten auf­zu­bau­en. Be­darfs­ge­recht – d.h. im­mer vor­ran­gig die orts­an­säs­si­gen Ab­neh­mer im Au­ge – zu pro­du­zie­ren und al­le Be­tei­lig­ten mit­ein­an­der zu ver­ban­deln. Klar, nicht so leicht, aber be­reits teil­wei­se schon recht gut ge­lun­gen.

Ei­ner der letz­ten im Krei­se (seit 2015) und bis­lang ers­te nie­der­baye­ri­sche Öko­mo­dell­re-

gi­on ist das rund 50 Ki­lo­me­ter lan­ge Ilz­tal zwi­schen Gra­fenau und Pas­sau. Tou­ris­tisch nicht über­lau­fen (ILE Il­zer Land), bie­ten sich hier doch au­ßer­ge­wöhn­li­che Fluß- und Au­en­bio­to­pe (Fluss­land­schaft des Jah­res 2002/2003) und un­ver­fälsch­tes Bau­ern­land. Für Na­tur­lieb­ha­ber si­cher auch ein Plus ist die un­mit­tel­ba­re Nä­he zum Na­tio­nal­park Baye­ri­scher Wald. Die Be­mü­hun­gen um den Auf­bau ei­nes Netz­wer­kes mit öko­lo­gi­schen Be­trie­ben steckt noch in den Kin­der­schu­hen. Es wird al­ler­dings eif­rig ge­plant – wir sind ge­spannt.

Ein Vor­bild ist hier si­cher die Ös­ter­rei­che­rin Han­ne­lo­re Hop­fer, die mit ih­rem Rei­ter­hof in Rin­ge­lai, di­rekt vor den To­ren des Parks (im sog. Schmalz­dobl) ein idyl­li­sches Hi­dea­way für sich selbst und ih­re Gäs­te ge­schaf­fen hat. Das Re­stau­rant des Ka­pel­len­ho­fes ist ei­ne ge­lun­ge­ne Ver­bin­dung von tra­di­tio­nel­lem baye­ri­schem Wirts­haus und zeit­ge­mä­ßer re­gio­na­ler Kü­che. Wer­ti­ges Es­sen, lie­be­voll ge­stal­te­te Räu­me, ein idyl­li­scher Pfer­de­hof – ein wun­der­ba­rer Ort, um in­mit­ten von Wie­sen und Wei­den die All­tags­hek­tik zu ver­ges­sen. In der krea­ti­ven Kü­che legt man gro­ßen Wert auf re­gio­na­le Lie­fe­ran­ten und „gu­te, al­te Koch­kunst“oh­ne Fer­tig­pro­duk­te. So­weit mög­lich wer­den Bio-Zu­ta­ten ver­wen­det und selbst­ver­ständ­lich wird täg­lich frisch ge­kocht. Die Wei­ne stam­men aus­nahms­los von öko­lo­gisch wirt­schaf­ten­den Win­zern. www.ka­pel­len­hof.eu www.il­zer­land.bay­ern www.oe­ko­mo­dell­re­gio­nen.bay­ern

Die Vor­rei­ter­rol­len der Öko­mo­del­le sind na­tür­lich längst be­setzt mit den al­ten Ha­sen z.B. Waging-Ru­per­ti­win­kel und die Ge­gend rund um Alt­öt­ting bzw. Mühl­dorf (Inn-Salz­ach bzw. Isen­tal) – bei­de öst­lich vom Chiem­see im Süd­os­ten Bay­erns. Zu­dem sind bei­de at­trak­ti­ve Fe­ri­en-und Aus­flugs­de­s­ti­na­tio­nen, die sich mit rund 50 bis 100 Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung von Mün­chen auch gut für ei­nen Tag oder übers Wo­che­n­en­de ein­pla­nen las­sen. Land­wirt­schaft, Han­del, Ho­tel­le­rie bzw. Gas­tro und eben auch der Tou­ris­mus (z.B. mit Hof­la­den-Radl­tou­ren, Ge­nuss­ta­gen, Ku­li­na­ri­schem Ka­len­der) – hier wächst mit viel En­ga­ge­ment auch be­reits merk­lich zu­sam­men, was zu­sam­men passt. So lan­den Senf­saa­ten vom Wa­gin­ger See beim Ök­of­ein­kost­händ­ler Byo­do in Mühl­dorf (auch On­li­ne­shop), das ed­le Ru­per­tirind vom Metz­ger Heil­mai­er (Waging) auf den Tel­lern der Re­stau­rants rund­um, Milch, Eier und Ge­trei­de­pro­duk­te in den Ver­kaufs­re­ga­len vor Ort. Be­son­ders Barn­hou­se (Ce­rea­li­en, Müs­li etc., s.o.), eben­falls in Mühl­dorf, un­ter­stützt sei­ne Lie­fe­ran­ten vor der Haus­tür mit fun­dier­tem Land­wirt­schafts-Know­how, nach­hal­ti­gen Pro­jek­ten, Ab­nah­me­ver­trä­gen, u.v.m. Ganz tau­frisch bio­zer­ti­fi­ziert wur­den üb­ri­gens das Ho­tel Ei­chen­hof und das Strand­kur­haus (bei­de in Waging di­rekt am See) so­wie das Well­ness­ho­tel Gut Eder­mann in Tei­sen­dorf und das Berg­ho­tel Reh­legg in Ramsau bei Berch­tes­ga­den Wir gra­tu­lie­ren! www.inn-salz­ach.com www.byo­do.de www.ru­per­tirind.de www.ho­tel-ei­chen­hof.de www.gut-eder­mann.in­fo www.reh­legg.de www.strand­camp.de/strand­kur­haus-waging-am-see

Viel Sinn für Lo­kal­ko­lo­rit und die ge­mein­sa­me Sa­che zeigt auch die Schloss­braue­rei St­ein (Na­tur­land) in St­ein a.d. Traun mit sei­ner Wa­gin­ger See Hoi­be (na­tur­trü­bes, un­ter­gä­ri­ges Bi­oZwick­lbier) und neu seit Sep­tem­ber gibt’s die Bi­oGe­nuss­kis­te von Yvon­ne Liebl („Es­s­pe­di­ti­on“) mit je­weils ei­nem sai­so­na­len Sor­ti­ment an Le­bens­mit­teln vom Wa­gin­ger See samt Um­land (kei­ne schnell­ver­derb­li­che Frisch­wa­re) plus pas­sen­de, selbst­kre­ierte Re­zept­kar­ten. Be­stell­bar vier­mal jähr­lich, ein­zeln (79 Eu­ro), als Abo oder auch in der Ge­schenk­ver­si­on (39 Eu­ro). Zu­dem re­gel­mä­ßi­ge Ko­chevents, „Bi­oRe­gio­nal Qu­er­beet“, 39 Eu­ro inkl. Le­bens­mit­tel und Re­zep­te. www.stei­ner-bier.de www.es­s­pe­di­ti­on-liebl.de www.waging-am-see.de

Aus ih­ren Re­zep­ten für die hoch­wer­ti­gen Pro­duk­te von ih­ren Fel­dern macht auch Ju­lia Rei­mann von Chiem­gau­korn (Na­tur­land) kein Ge­heim­nis. Das jun­ge Paar, bei­de Agrar-In­ge­nieu­re, baut bei Trost­berg (zwi­schen Wa­gin­ger und Chiem­see) u.a. be­vor­zugt al­te, wi­der­stands­fä­hi­ge und we­sent­lich ge­halt­vol­le­re – sprich ge­sün­de­re – Ge­trei­de­sor­ten (Em­mer, Ein­korn), Braun­hir­se, Öl­saa­ten (Lein, Lein­dot­ter, Hanf) und Le­gu­mi­no­sen (Lin­sen) in bo­den­scho­nen­der Frucht­fol­ge an. Manch­mal bis zu 20 ver­schie­de­ne Pflan­zen­sor­ten pro Jahr. Mit dem „Baye­ri­schen Reis“, ei­ner Art Grau­pen aus Perl­ge­trei­de (Wei­zen, Din­kel), ist ih­nen ei­ne voll­wer­ti­ge, sehr schmack­haf­te Reis­al­ter­na­ti­ve mit un­end­li­chen Ein­satz­mög­lich­kei­ten ge­lun­gen. In­zwi­schen hat es die Spe­zia­li­tät auch in vie­le an­spruchs­vol­le Kü­chen der ge­ho­be­nen Re­stau­rants ge­schafft – und zog bei den Bay­erns bes­te Bio­pro­duk­ten 2015 mit ei­ner Gold­prä­mie­rung vom Platz. Ein wah­res Füll­horn ist nicht nur der zu­ge­hö­ri­ge Hof­la­den, die Chiem­gau­korn-Pro­duk­te sind auch pro­blem­los via On­li­ne­shop zu be­stel­len. Selbst­ge­press­te, ed­le Spei­se­ö­le, Ge­trei­de­mix, Re­zep­te u.v.m – auch in hübsch zu­recht­ge­mach­ten Ge­schenk­ver­sio­nen. Gut­schei­ne ab 10 Eu­ro. www.chiem­gau­korn.de

Ur­laub mit Öko­ge­wis­sen

Ois im­mer bio? Da­heim we­ni­ger das Pro­blem, doch was tun un­ter­wegs beim Aus­flug oder im Ur­laub? Und auch die­se Branchen ha­ben sich längst um­ge­stellt und hal­ten so­wohl Ver­pfle­gung als auch Un­ter­künf­te in den ver­schie­dens­ten Preis­ka­te­go­ri­en pa­rat. Et­was Vor­pla­nung ist al­ler­dings er­for­der­lich, spon­tan al­les vor­zu­fin­den wie er­träumt, geht leicht schief. Flie­gen, Au­to, Bahn? Be­reits im Vor­feld ein heik­les The­ma. Ur­laub mit kom­plett rei­nem Öko­ge­wis­sen, mit kon­se­quen­ter Ach­tung vor Na­tur und Um­welt ist und bleibt ei­ne Her­aus­for­de­rung!

Berg­ho­tel Reh­legg – Ramsau: Das Berch­tes­ga­de­ner Land, wahr­schein­lich ei­ne der schöns­ten Al­pen­re­gio­nen Deutsch­lands. Die Berg­welt gibt sich op­tisch dra­ma­tisch mit wild­ge­zack­ten Gip­fel­gra­ten, re­la­tiv en­gen Tal­ein­brü­chen und stei­len An­stie­gen

in be­ein­dru­cken­de Hö­hen bis rauf auf über 2.700 Me­ter (Watz­mann). Hier ist sie om­ni­prä­sent die Na­tur in all ih­rer Schön­heit und Ver­letz­lich­keit. Man­chen fällt er auch hier leich­ter der Re­spekt vor der Um­welt, vor den Le­be­we­sen. Si­cher sehr viel leich­ter als vor dem ro­hen Stück Tier in Fo­lie in der Fleisch­küh­lung. So ver­wun­dert es auch nicht wei­ter, dass Men­schen, die lan­ge mit und von die­sem so emp­find­li­chen Ge­samt­kunst­werk Na­tur le­ben, emp­find­sa­mer, vor­sich­ti­ger und ver­ant­wor­tungs­vol­ler da­mit um­ge­hen. Das Berg­ho­tel Reh­legg (ca. 700m) in Ramsau ist so ein Fa­mi­li­en­be­trieb, der sich be­reits sehr lan­ge ganz kon­se­quent die­sem An­spruch stellt. Ein vier Ster­ne-Plus-Haus, in­mit­ten des Bio­sphä­ren­re­ser­vats und vor den To­ren des Na­tio­nal­parks Berch­tes­ga­den. Auf An­hieb kaum zu un­ter­schie­den von den schö­nen an­de­ren Be­trie­ben die­ser Ka­te­go­rie. Kom­for­ta­bel, sehr wer­tig aus­ge­stat­tet, viel Holz, stil­vol­les, rus­ti­kal-be­hag­li­ches Am­bi­en­te oh­ne Ba­va­roKitsch. Erst­mal nicht zu er­ken­nen ist, dass das Reh­legg das ein­zi­ge kli­ma­po­si­ti­ve Ho­tel Ober­bay­erns ist. Auf­fal­lend ist auch die kom­pro­miss­lo­se Aus­wahl von Qua­li­täts­pro­duk­ten für Kü­che und Kel­ler und ei­ne be­wuss­te Bin­dung an re­gio­na­le Lie­fe­ran­ten, die die glei­chen Wer­te und das En­ga­ge­ment tei­len. Fleisch, das zu Leb­zei­ten nicht art­ge­recht ge­hal­ten wur­de, fin­det im Reh­legg kei­nen Weg auf die Tel­ler. Den ab­so­lu­ten Ver­zicht auf „Quäl­fleisch“nennt der Chef selbst sein Cre­do. Das fast aus­ge­stor­be­ne Schwar­ze Al­pen­schwein z.B. wird des­halb ex­tra für die ver­wöhn­ten Gau­men der Gäs­te wie­der ge­züch­tet und darf den gan­zen Som­mer nach Lust und Lau­ne über die Wie­sen to­ben. Schnell ent­deckt auf der Kar­te auch die Pro­duk­te von Chiem­gau­korn (s.o.). Das Mi­ne­ral­was­ser stammt aus den Ber­gen vor der Haus­tür, die Kel­te­rei pflegt al­te Obst­sor­ten und die Reh­leg­ger Leit´n ist ein Bio­top mit 70 ver­schie­de­nen Pflan­zen und ein Pa­ra­dies für Fal­ter. Und wenn sich fünf Ar­ten Bie­nen hier zu­hau­se füh­len ... www.reh­legg.de

Il Plon­ner – der ganz be­son­de­re Gast­hof: Ok, al­lei­ne die Mit­glied­schaft bei der Ko­ope­ra­ti­on der Bio Ho­tels ver­spricht be­reits ein über­durch­schnitt­li­ches Öko­be­wusst­sein. Das Pär­chen Ca­ro­la und Do­me­ni­co Pe­tro­ne ha­ben es je­doch ge­schafft, sich ei­nen ganz ei­ge­nen Na­men zu ma­chen – weit über ih­ren Stand­ort (Ober­pfaf­fen­ho­fen bei Weß­ling) hin­aus. Baye­ri­sche Tra­di­ti­on trifft auf ita­lie­ni­sche Wür­ze und ne­ben der am­bi­tio­nier­ten, fri­schen Bio­kü­che im Ho­telGast­hof avan­cier­te Ca­ro­la selbst über ih­ren Ca­te­ring Be­trieb Il Cie­lo zur gu­ten See­le der Re­gi­on, zur Bio Ma­ma. Rund 4.000 bio­lo­gi­sche Mahl­zei­ten für Schu­len und Krip­pen ver­las­sen täg­lich ih­re sie­ben Kü­chen. Ver­ständ­lich, dass bei so viel Glut für die Sa­che auch die Mög­lich­keit ge­bo­ten wird, das Ho­tel für Gre­en Mee­tings (res­sour­cen- und kli­ma­scho­nend) zu nut­zen – Ta­gun­gen im Rah­men ei­nes woh­lig-rei­nen Bio­ge­wis­sens. Au­ßer­dem: 8.2. Wei­ber­fa­sching, 13.2. Mu­si­kan­ten­und Stub­n­mu­si-Stamm­tisch, 14.2. Fisch­es­sen. www.il­plon­ner.de

Schloss­gut Obe­r­am­bach: Ein ech­tes Post­kar­ten­idyll in pri­vi­le­gier­ter Al­lein­la­ge ober­halb des Starn­ber­ger Sees, zwi­schen Münsing und See­shaupt, um­ge­ben von über 50 Hekt­ar Wald und Wie­sen. Frei­er Blick auf den See und die Al­pen­ket­te – mit 100 Pro­zent Bio­kü­che, elek­tro­s­mog­frei­en Zim­mern und Gre­en Well­ness im Vi­tal­zen­trum mit Ayur­ve­da und An­tis­t­ress­mas­sa­ge u.v.m. Tipp: La­zy Mon­day, ein Tag Day Spa für 79 Eu­ro inkl. Ba­de­man­tel, -schlap­pen, -tuch, Nut­zung des Re­lax­be­reichs mit Sau­na etc., Well­ness­tees und ei­ner Be­hand­lung im Vi­tal­zen­trum nach Wahl u.v.m. Zu­buch­bar: Bio-Ge­nies­ser-Me­nü (vier Gän­ge) 42 Eu­ro, Bio-Vi­tal Früh­stück 22 Eu­ro, Kaf­fee und Ku­chen sie­ben Eu­ro. www.schloss­gut.de

Baye­ri­sches Pil­ger­bü­ro – Spi­ri­tu­el­le Rei­sen: Rei­sen, In­ne­hal­ten, Be­geg­nen – auf Pil­ger- und Wan­der­rei­sen, Stu­di­en- und Kreuz­fahr­ten in Eu­ro­pa und Über­see. Als christ­li­cher Rei­se­ver­an­stal­ter legt das Baye­ri­sche Pil­ger­bü­ro schon seit sei­ner Grün­dung 1925 gro­ßen Wert auf ver­ant­wort­li­ches und vor al­lem nach-

hal­ti­ges Han­deln. Der re­spekt­vol­le Um­gang mit Na­tur, Kul­tur und Mensch ist selbst­ver­ständ­lich. Seit 2015 ist das Baye­ri­sche Pil­ger­bü­ro zer­ti­fi­ziert und trägt das TourCert-Sie­gel, Tra­vel for To­mor­row. TourCert ver­eint Ex­per­ten aus Tou­ris­mus, Wis­sen­schaft, Um­welt und Po­li­tik und setzt sich für ei­nen ver­ant­wor­tungs­vol­len Tou­ris­mus ein. Mehr zu Phi­lo­sp­o­hie und Ge­samt­an­ge­bot des Baye­ri­schen Pil­ger­bü­ros er­fährt man auf dem bp In­fo­tag in Mün­chen (27.1., 11.00 bis 18.00, Pfar­rei St. Bo­ni­faz, Karl­stra­ße 34) und der Rei­se- und Frei­zeitMes­se f.re.e (21. bis 25.2., Mes­se Mün­chen). www.pil­ger­rei­sen.de

Raus aus Mün­chen ak­tu­ell

Mon­gol­fia­de – Te­gern­se­er Tal: Zehn Ta­ge lang wird der Him­mel über dem Te­gern­se­er Tal wie­der bunt. Vom 26.1. bis 4.2. stei­gen beim gro­ßen Bal­lon­fes­ti­val 20 Pi­lo­ten aus ganz Deutsch­land mit ih­ren far­ben­präch­ti­gen und fan­ta­sie­vol­len Luft­schif­fen, Heiß­luft- und Mo­dell­bal­lo­nen in die Lüf­te. Zum ers­ten Mal heu­er in Rottach-Egern, Start je nach Wit­te­rung täg­lich ab 9.00. Das Spek­ta­kel ist nach wie vor der all­jähr­li­che Be­su­cher­ma­gnet Num­mer eins am win­ter­li­chen See und hat nichts an Fas­zi­na­ti­on ver­lo­ren. Doch nicht nur in der Luft, auch am Bo­den wird ein ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm ge­bo­ten. Un­ter dem Mot­to „Fei­ern-Stau­nen-Ge­nie­ßen“er­war­tet die Gäs­te im Kur­park in Rottach-Egern nicht nur ein Sch­man­kerl­markt, son­dern auch ein Loun­geund Par­ty­be­reich, in dem DJs und Live­Mu­sik für Stim­mung sor­gen. Re­gio­na­le Pro­du­zen­ten, Gas­tro­no­men und die Ge­nie­ßer­land-Part­ner prä­sen­tie­ren am Sch­man­kerl­markt ih­re Köst­lich­kei­ten. Ein un­ver­gess­li­ches Er­leb­nis sind die 20mi­nü­ti­gen Rund­fahr­ten mit dem Heiß­luft­schiff über den See und die Voral­pen­land­schaft (buch­bar für 26.1., 27.1., 2.2. und 3.2., je 140 Eu­ro). Sport­lich wird es, wenn die Pi­lo­ten am 3.2. (9 bis 12.00) bei der „Fuchs­jagd der Bal­lo­ne“um den Sieg kämp­fen. Hö­he­punkt des Fes­ti­vals ist das Bal­lon­glü­hen mit La­ser-Show und Li­ve-Mu­sik am 27.1. und 3.2., je­weils ab 20.00. Die Flam­men der Bren­ner ver­wan­deln die Heiß­luft­bal­lo­ne in fla­ckern­de Lich­ter­bäl­le, die am Abend­him­mel röt­lich leuch­ten und ei­ne mär­chen­haf­te Stim­mung über den See zau­bern. www.mont­gol­fia­de.de www.te­gern­see.de

100 Jah­re Bay­ern zu ver­schen­ken: Un­ser Frei­staat hat die­ses Jahr Ge­burts­tag – er wird 100 Jah­re alt. An­läß­lich die­ses Ju­bi­lä­ums ver­an­stal­tet das Haus der Baye­ri­schen Ge­schich­te zu­sam­men mit ei­ni­gen Part­nern in Klos­ter Et­tal die Lan­des­aus­stel­lung Wald, Ge­birg und Kö­nigs­traum – My­thos Bay­ern. Die His­to­rie des Kli­schees Bay­ern, von kö­nig­li­chen Land­schaf­ten, Le­der­ho­sen und Wirt­schafts­wun­dern. Vom 3.5. bis 4.11., täg­lich 9 bis 18.00, Ein­tritt 12 Eu­ro, zu­dem Kom­bi-Ti­ckets mit Schloss Lin­der­hof mög­lich. Be­que­mer On­li­ne­kauf be­reits jetzt – auch als Ge­schenk­gut­schein. www.hdbg.de

Schloss Ober­brunn – Chiem­gau: Im­mer mehr Men­schen sind in un­se­rer hek­ti­schen Zeit auf der Su­che nach Ge­mein­schaft und Ge­bor­gen­heit. Wie Ge­mein­schafts­bil­dung nach Scott Peck funk­tio­niert, das zeigt ein Work­shop im Schloss Ober­brunn am Chiem­see, der sich auf ex­pe­ri­men­tel­le Art mit Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fra­gen aus­ein­an­der­setzt. (16. bis 18.2., 150 bis 250 Eu­ro inkl. Über­nach­tung). Die Teil­neh­mer er­fah­ren, wie ei­ne Grup­pe funk­tio­niert und emo­tio­nal mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert, wie Dis­tanz über­wun­den wer­den kann und Ver­trau­en ent­steht, wie ne­ga­ti­ve Ener­gie in po­si­ti­ve Kräf­te um­ge­wan­delt wer­den kann. Ziel ist es, of­fe­ner für­ein­an­der zu wer­den und zu ei­nem neu­en Wir zu fin­den. Im An­schluss an den Work­shop kann ei­ne In­ten­siv­wo­che ge­bucht wer­den. www.schloss-ober­brunn.eu

Mit Po­wer­ta­ges­fahr­ten in die bes­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen, Start ist je­weils sams­tags und sonn­tags zwi­schen 6.00 und 7.00 am ZOB (Zen­tra­ler Om­ni­bus­bahn­hof Mün­chen), di­rekt an der S-Bahn­sta­ti­on Ha­cker­brü­cke. Am 27.1. in die Zil­ler­ta­ler Are­na mit 143 Pis­ten­ki­lo­me­tern und am 28.1. nach Kappl Paz­naun. (Je­weils 69 Eu­ro, in­klu­si­ve Ski­pass, Bus­fahrt und Ser­vice­pa­ket). Wich­tig: We­gen der Grenz­kon­trol­len Aus­weis nicht ver­ges­sen! www.po­wer­ta­ges­fahr­ten.com

Deut­scher Al­pen­ver­ein Sek­ti­on Mün­chen Ober­land: Berg­vi­sio­nen im Fest­saal des Au­gus­ti­ner­kel­lers, ex­klu­siv und kos­ten­frei für DAV-Mit­glie­der. „Kap­ver­di­sche In­seln“von Fer­ry Böh­me am 30.1. um 19.30. www.davp­lus.de

Höchs­te Qua­li­tät mit Ga­ran­tie – BIOVIELFALT AUS BAY­ERN

Ed­le Bio­her­ber­ge – Schloss­gut Obe­r­am­bach STARN­BER­GER SEE

Re­gio­na­le Kü­che von ho­her Qua­li­tät – Ge­nuss­re­gi­on WAGING

Sil­ber

Gold

Gold

Sil­ber

Sil­ber

Gold

Bron­ze

In­no­va­ti­ons­preis

Bron­ze

Bron­ze

Nach­hal­tig, re­gio­nal, na­tur­ver­bun­den – Berg­ho­tel Reh­legg RAMSAU

Tau­frisch bio­zer­ti­fi­ziert – Ei­chen­hof WAGING a. SEE

Hoch­wer­ti­ge Öle und Ge­trei­de – Öko­pro­duk­te von CHIEM­GAU­KORN

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