Spi­rou

oder: die Hoff­nung Teil 1 (Carl­sen Ver­lag)

In München - - LITERATUR - Rainer Ger­mann

Brüssel im Ja­nu­ar 1940, der Krieg und die Deut­schen ste­hen vor der Tür, Spi­rou ar­bei­tet als Pa­ge im Moustic Ho­tel, Kin­der spie­len auf der Stra­ße Schnee­ball-Schlach­ten mit ver­steck­ten St­ei­nen. Sein Kum­pel Fan­ta­sio leis­tet Mi­li­tär­dienst, träumt von Hel­den­ta­ten fürs Va­ter­land, da­bei soll­te Bel­gi­en doch ei­gent­lich neu­tral sein. Als Spi­rou Be­kannt­schaft mit dem Ma­ler Fe­lix und sei­ner Frau Fel­ka macht, die als jü­di­sche Flücht­lin­ge nach Bel­gi­en ge­kom­men sind und we­nig spä­ter tat­säch­lich deut­sche Sol­da­ten in Brüssel ein­mar­schie­ren und jü­di­sche Exi­lan­ten auch hier ver­haf­ten und in La­ger de­por­tie­ren, ist Spi­rous po­li­ti­sches Be­wusst­sein er­wacht. Auch er flieht vor­erst zu­sam­men mit Fan­ta­sio ins be­nach­bar­te Frank­reich, doch ei­gent­lich wer­den die bei­den in Brüssel noch gebraucht ... Zehn Jah­re nach „Por­trät ei­nes Hel­den als jun­ger Tor“knüpft der fran­zö­si­sche Zeich­ner und Sze­na­rist Émi­le Bra­vo an die Ge­scheh­nis­se sei­nes „Spi­rou“-Klas­si­kers an und er­zählt vor dem Hin­ter­grund des Zwei­ten Welt­krie­ges an der West­front ei­nen Co­mic-Ro­man, der es schafft, his­to­ri­sche Fak­ten und die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Na­zi-Dik­ta­tur in ei­ner aben­teu­er­li­chen und auch hu­mor­vol­len Ge­schich­te zu ver­ei­nen (auch für Kin­der ab 10 Jah­ren ge­eig­net).

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