Mu­sik vol­ler Sinn­lich­keit und Kraft

... ver­spre­chen Gio­ra Feid­man & Jo­han­nes To­nio Kreusch in ih­rem ak­tu­el­len Pro­gramm

In München - - CONCERTS -

Druck­voll, rot­zig und manch­mal auch ein klein we­nig me­lan­cho­lisch, im­mer aber vol­ler Lei­den­schaft und Spiel­freu­de: Die Bal­kanau­ten brin­gen ei­ne bun­te, welt­mu­si­ka­li­sche Mi­schung ver­schie­de­ner Sti­le, Rhyth­men und Spra­chen mit, al­le­samt al­ler­dings stets ge­prägt von den tra­di­tio­nel­len Bal­kan-Har­mo­ni­en. (9.11. Im­port Ex­port) Ein Grenz­gang zwi­schen tra­di­tio­nel­len Se­vil­la­nas, Klas­sik und Mo­der­ne, Spa­ni­en und der Welt. Für Es­te­la Sanz Po­ste­guil­lo, die in Mün­chen an­säs­si­ge spa­ni­sche Sän­ge­rin, ist „je­der Tag Fla­men­co“! Ein Sti­pen­di­um an der re­nom­mier­ten Fund­a­ción Cris­ti­na Hee­ren in Se­vil­la setz­te den Grund­stock für ih­ren tie­fen Fla­men­co­ge­sang. Ihr Spek­trum reicht je­doch weit dar­über hin­aus: Welt­mu­sik, Klas­sik, Elek­tro­nik – mit mu­si­ka­li­scher Neu­gier ver­bin­det sie al­les zu ei­nem neu­en über­ra­schen­den Klang­bild. Be­glei­tet wird sie von der fa­mo­sen spa­ni­schen Kom­po­nis­tin und Pia­nis­tin Né­li­da Béjar. (10.11. Ars Mu­si­ca) Die For­ma­ti­on Da­g­ada­na führt seit acht Jah­ren Ele­men­te der ukrai­ni­schen und der pol­ni­schen Kul­tur zu­sam­men und be­dient sich da­bei ver­schie­dens­ter Mu­sik­sti­le, an­ge­fan­gen bei Jazz über Elek­tro­nik bis hin zur Welt­mu­sik. Ih­re Al­ben wer­den oft über­schwäng­lich be­spro­chen und im­mer wie­der auch mit den ver­schie­dens­ten Prei­sen – wie et­wa dem Fry­de­ryk Award, dem pol­ni­schen Gram­my, den sie schon drei­mal ge­won­nen ha­ben – aus­ge­zeich­net. (10.11. Mil­la) Wie je­des Jahr war­tet die In­ter­na­le (15.-18.11.) mit groß­ar­ti­gen Akus­ti­kActs aus den Be­rei­chen Jazz, Klas­sik, Pop und na­tür­lich Welt­mu­sik auf. Letz­te­re be­dient das Duo Mo­dé­ré, wel­ches sich als Ziel ge­setzt hat, die Klän­ge des Ak­kor­de­ons mit den Klän­gen des Sa­xo­phons per­fekt zu mi­schen. Ihr Re­per­toire reicht da­bei von Klas­sik über Bal­kan bis hin zu Jazz und ar­gen­ti­ni­schem Tan­go. Als Co-He­ad­liner fun­giert Yan­kel‘s Klez­mer-Trio, wel­ches sich der jü­disch-ost­eu­ro­päi­schen Hoch­zeits­mu­sik auf ganz tra­di­tio­nel­le Wei­se an­nimmt. (15.11. In­te­rim) Für sein ak­tu­el­les Pro­gramm hat sich Gio­ra Feid­man ei­nen Meis­ter der lei­sen Tö­ne an die Sei­te ge­holt. Zu­sam­men mit dem Gi­tar­ris­ten Jo­han­nes To­nio Kreusch bringt Feid­man ein hö­rens­wer­tes Med­ley mit Wer­ken von Franz Schubert bis As­tor Piaz­zol­la und jid­di­schen Lie­der auf die Büh­ne und be­weist so wie­der ein­mal, dass es für ihn kei­ne sti­lis­ti­schen Gren­zen gibt. Die bei­den Mu­si­ker tre­ten in ei­nen mu­si­ka­li­schen Dia­log vol­ler Sinn­lich­keit und Kraft und schaf­fen so Mo­men­te, die mit ih­rer Me­lan­cho­lie und Leich­tig­keit die Schön­heit der Mu­sik fei­ern. (16.11. Wolf-Fer­ra­riHaus Ot­to­brunn)

Aus­ge­zeich­ne­te Kri­ti­ker­lieb­lin­ge: DA­G­ADA­NA

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