In­ter­view mit dem Vo­cal-coach

In Touch (Germany) - - Baby-plan -

Sö­ren, was be­deu­tet das Sin­gen für dein Le­ben?

Sin­gen ist Le­bens­qua­li­tät. Be­son­ders dann, wenn vie­le Men­schen gleich­zei­tig sin­gen. Als Chor­lei­ter und Work­shop-do­zent ha­be ich das gro­ße Glück, stets von al­len an­ge­sun­gen zu wer­den. Ich will aber nicht nur die rich­ti­gen Tö­ne hö­ren und sin­gen, son­dern die Emo­tio­nen da­hin­ter hör­bar wer­den las­sen.

Kann man je­dem Men­schen das Sin­gen bei­brin­gen?

Man kann das Sin­gen ler­nen. Dass das Sin­gen ei­nes der in­tims­ten Din­ge über­haupt ist, macht es so be­son­ders. Man gibt et­was aus der Mit­te sei­nes Kör­pers frei. Manch ei­nem fällt es leicht und die schö­ne Stim­me ist da, oh­ne groß et­was da­für ge­tan zu ha­ben, manch an­de­rer muss die Ge­s­angs­tech­ni­ken ler­nen. Aber egal wie weit der Weg scheint: Es lohnt sich sehr! Nicht je­der wird wie Ade­le sin­gen, aber sei­ne ei­ge­ne Stim­me lie­ben zu ler­nen, hat min­des­tens den glei­chen Wert.

Was fas­zi­niert dich an der Ar­beit mit mu­sik­be­geis­ter­ten Men­schen?

Es ist we­ni­ger die Ar­beit mit mu­sik­be­geis­ter­ten Men­schen, son­dern mehr die Auf­ga­be und Her­aus­for­de­rung, Men­schen für das Sin­gen zu be­geis­tern und zu „emo­tio­na­li­sie­ren“. Der Work­shop ist ein tol­les Bei­spiel da­für. Ei­ne sich frem­de, ge­misch­te Grup­pe war in­ner­halb we­ni­ger St­un­den so eng zu­sam­men­ge­rückt, dass am nächs­ten Tag ei­ne CD auf­ge­nom­men wer­den konn­te. Am En­de ist es mein Ziel, Men­schen mit leuch­ten­den Au­gen und strah­len­den Her­zen zu ver­ab­schie­den.

Sö­ren Schrö­der, Chor­lei­ter und Do­zent aus Ham­burg

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