„Ich bin nicht be­son­ders gut aus­se­hend!“

Im In­ter­view mit In­touch spricht der Hol­ly­wood-star über sein Image als Sex-sym­bol, das Va­ter­sein und sei­nen neu­es­ten Film …

In Touch (Germany) - - Interview -

Hell­blaue Au­gen, se­xy Mus­keln und ein hei­ßer Drei­ta­ge­bart – Ryan Gos­ling gilt als DER Hol­ly­wood-hot­tie über­haupt. In sei­nem neu­en Film „The Nice Guys“(ab 2. Ju­ni im Ki­no) nimmt der Schau­spie­ler als Lo­ser-de­tek­tiv sein Image al­ler­dings ge­hö­rig auf die Schip­pe. Und auch sonst scheint Ryan voll­kom­men auf dem Bo­den ge­blie­ben zu sein …

Wie er­klärst du dir dein Image als Sex-sym­bol?

Es hat viel mehr mit mei­nen Rol­len zu tun als mit mir selbst. Ich bin nicht so be­son­ders gut aus­se­hend. Lass je­mand an­de­res sol­che Fi­gu­ren spie­len, dann pas­siert ihm wahr­schein­lich das Glei­che. Das ist eben die Wir­kung des Ki­nos.

Wie wich­tig ist es dir, was die Leu­te von dir den­ken?

Ent­schei­dend sind für mich bloß die Men­schen, die mich schon von An­fang an un­ter­stützt ha­ben. Ich ha­be Zei­ten er­lebt, wo man mich nicht rich­tig ernst ge­nom­men hat. Wenn sich auf ein­mal die Mei­nung der Öf­fent­lich­keit än­dert, dann darfst du dich genau­so we­nig da­von be­ein­dru­cken las­sen.

Auch dei­ne Freun­din Eva Men­des hat dich im­mer un­ter­stützt. Was ist so toll an ihr?

Sie hat die glei­che Lei­den­schaft wie ich, ist sehr akri­bisch in ih­rer Ar­beit und to­tal ta­len­tiert. Ich ha­be es ge­liebt, als ich mit ihr als Re­gis­seur (Anm. d. Red.: in „Lost Ri­ver“) zu­sam­men­ge­ar­bei­tet ha­be. Ich woll­te der Welt zei­gen, was sie al­les kann.

Eva hat mit Ama­da ge­ra­de eu­re zwei­te Toch­ter zur Welt ge­bracht. Hat­test du je­mals Be­den­ken, Va­ter zu wer­den?

Ich weiß nicht. Ich ha­be mal ge­sagt: Wenn die Kin­der nett sind, dann ha­be ich nichts da­ge­gen.

In „The Nice Guys“hast du ei­ne jun­ge Toch­ter, bist aber als Va­ter nicht so über­zeu­gend …

Klar, denn die­ser Typ denkt nur an sich und sei­ne In­ter­es­sen. Ich da­ge­gen weiß, was für ei­ne Ver­ant­wor­tung da­mit ver­bun­den ist. Das ha­be ich schon in frü­he­ren Film­rol­len er­lebt, als ich Vä­ter spiel­te. Du musst dir als Va­ter be­wusst sein, wel­chen gra­vie­ren­den Ein­fluss du auf das Le­ben die­ses We­sens hast.

Wie warst du selbst als Kind?

Ich war sehr merk­wür­dig drauf. Nach­dem ich zum Bei­spiel „Ram­bo“ge­se­hen hat­te, nahm ich Steak­mes­ser in die Schu­le und be­warf an­de­re Kin­der da­mit. So wur­de ich vom Un­ter­richt sus­pen­diert, und mei­ne Mut­ter ver­bot mir, Fil­me zu schau­en. Das Ein­zi­ge, was ich noch se­hen durf­te, wa­ren al­te Hol­ly­wood-ko­mö­di­en und Bi­bel­fil­me.

Hat dei­ne Fa­mi­lie dich auf den Bo­den der Nor­ma­li­tät ge­bracht?

Mei­ne Fa­mi­lie – das ist ei­ne An­samm­lung von schrä­gen Ty­pen. Wenn du sie al­le in ei­nem Film zu­sam­men­brin­gen wür­dest, wür­de je­der sa­gen: „Das ist zu viel des Gu­ten.“Für sie al­le war un­ser Haus ei­ne rich­ti­ge Büh­ne. Es gab Dra­ma und Ko­mö­die und Thril­ler – al­les zu­sam­men, al­les gleich­zei­tig.

Wer ist dir ne­ben dei­ner Fa­mi­lie wich­tig?

Mein Misch­lings­hund Ge­or­ge! Ich neh­me ihn übe­r­all mit hin. Ich ha­be ihn seit gut 17 Jah­ren; ein­mal hat er ir­gend­was Schlech­tes ge­fres­sen und war die Nacht krank. Da bin ich na­tür­lich mit ihm auf­ge­blie­ben, bis es ihm wie­der bes­ser ging. Ich be­kam viel­leicht zwei St­un­den Schlaf ab. Er ist ein­fach ein un­glaub­lich wich­ti­ger Teil mei­nes Le­bens, mein bes­ter Freund.

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