FAIR SHOP­PEN! Beim Bud­get spa­ren, aber nicht beim Style – und da­bei Gu­tes tun!

BEIM BUD­GET SPA­REN, ABER NICHT BEIM STYLE – UND DA­BEI GU­TES TUN!

JOY (Germany) - - INHALT -

Grün ist das neue Schwarz! Das de­kla­rier­te die Bri­tin Su­zy Men­kes, die wich­tigs­te al­ler Mo­de­kri­ti­ke­rin­nen, be­reits 2006 zur neu­en „Fa­shion-ru­le“. Mitt­ler­wei­le ist klar: Sie hat­te recht. Der Ruf nach um­welt­freund­li­cher und so­zi­al ver­träg­li­cher Klei­dung wird im­mer lau­ter. Aber was steckt ei­gent­lich da­hin­ter? Wir stel­len ho­he An­sprü­che an un­se­re Ho­sen und Shirts. Zum Bei­spiel sol­len sie die Farbe nicht ver­lie­ren, mög­lichst we­nig knit­tern, nicht ein­lau­fen oder aus­fran­sen. Da­mit die Her­stel­ler das ga­ran­tie­ren kön­nen, zie­hen sie die Tei­le mehr­fach durch ein Bad von Che­mi­ka­li­en, be­vor sie ir­gend­wann in un­se­ren Lä­den hän­gen. In her­kömm­li­cher Mo­de – egal ob güns­tig oder teu­er – ste­cken dar­um oft un­glaub­lich vie­le Pes­ti­zi­de, die nicht nur schon im Pro­duk­ti­ons­pro­zess je­de Men­ge Was­ser ver­seucht ha­ben, son­dern auch hier bei je­dem Wasch­vor­gang un­ser Grund­was­ser be­las­ten. Man­che Che­mi­ka­li­en sind so gif­tig, dass sie auch un­se­rer Ge­sund­heit er­heb­li­chen Scha­den zu­fü­gen, All­er­gi­en oder so­gar Krebs­er­kran­kun­gen aus­lö­sen kön­nen. Wer will das schon?! Dar­um be­mü­hen sich im­mer mehr Fa­shion-la­bels um ei­ne De­tox-kur, al­so dar­um, mög­lichst we­nig Gift­stof­fe bei der Pro­duk­ti­on zu ver­wen­den. Bis­lang ha­ben sich fast 80 La­bels (dar­un­ter C& A, Adi­das, Za­ra, Man­go, Esprit u. v. a.) ver­pflich­tet, bis 2020 Schad­stof­fe durch un­ge­fähr­li­che Sub­stan­zen zu er­set­zen. So­gar der schwe­di­sche Mo­de-rie­se H &M macht bei dem Trend mit und rief 2011 sei­ne „Con­scious Collec­tion“ins Le­ben. Die be­ein­druckt vor al­lem im Hin­blick auf die re­cy­cel­ten Ma­te­ria­li­en. BIONIC® et­wa – ein Po­ly­es­ter-stoff aus an­ge­schwemm­ten Plas­ti­k­ab­fäl­len, die in un­se­ren Ozea­nen gro­ßen Scha­den an­rich­ten – ist das High­light der dies­jäh­ri­gen Kol­lek­ti­on. Beim An­blick ei­nes fei­nen Plis­see­abend­klei­des hat man al­les an­de­re als Ab­fall im Sinn. Es sieht ein­fach me­ga­cool aus! Wer sich ein grü­nes Image zu­le­gen will, kann al­lein durch die Aus­wahl sei­ner Ma­te­ria­li­en enorm punk­ten. Dar­um fin­det man in vie­len nach­hal­ti­gen Kol­lek­tio­nen schad­stoff­ar­me Bio-baum­wol­le und um­welt­freund­li­che Öko-hanf- und Eu­ka­lyp­tus­fa­sern. „Ist das ech­tes Le­der?“Die Fra­ge könn­te bald mit „Nein, Ana­nas!“be­ant­wor­tet wer­den. Denn das tie­ri­sche Ma­te­ri­al, das meist hoch­gif­tig be­han­delt wird, lässt sich ea­sy pflanz­lich imi­tie­ren. Das so­ge­nann­te „Pi­ña­tex“be­steht aus Ana­nas-blät­tern, die bei der Ern­te üb­rig ge­blie­ben sind – ve­gan, bio­lo­gisch ab­bau­bar und güns­tig! Op­tisch sieht es ech­tem Le­der zum Ver­wech­seln ähn­lich. An­de­re Le­der-imi­ta­te be­ste­hen aus So­ja-sei­de, Milch­fa­sern oder Pilz­le­der aus Wur­zel­ge­flecht. Wer sich zu­sätz­lich durch den Stem­pel „fair“oder „so­zi­al ver­träg­lich“aus­zeich­nen möch­te, be­rück­sich­tigt auch die Ar­beits­be­din­gun­gen in den Pro­duk­ti­ons­stät­ten. Das heißt vor al­lem: kei­ne Kin­der­ar­beit, ge­re­gel­te Ar­beits­zei­ten und ei­nen an­ge­mes­se­nen Lohn! Fai­res Shop­pen be­inhal­tet auch Fair­ness an­de­ren Men­schen ge­gen­über. Und das Bes­te da­bei: Um ein gu­tes Ge­fühl beim Shop­pen zu ha­ben, muss man noch nicht mal tief in die Ta­sche grei­fen. Wir stel­len euch hier er­schwing­li­che Öko-la­bels vor – ganz nach dem Mot­to: #go­green #go­h­ap­py

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