LEBKUCHENDUFT LIEGT IN DER LUFT

Landfrau - - INHALT - Text: Sa­bi­ne Ber­ger, Jon­na Kivilahti Fo­tos: Kris­ta Keltanen/Li­ving In­si­de

Kin­der­la­chen und Plätz­chen­duft er­fül­len das Haus von Ja­ni­na

Das Haus von Fa­mi­lie Tammi­nen-Vir­ta­la wird wäh­rend der Weih­nachts­zeit nicht nur von hel­lem Kin­der­la­chen, son­dern auch vom sü­ßen Duft selbst ge­ba­cke­ner Plätz­chen und wür­zi­gem Glüh­wein er­füllt.

Dass der Win­ter im An­marsch ist, kann man im Hau­se Tammi­nen-Vir­ta­la als ers­tes mit der Na­se er­schnup­pern. Noch be­vor die ers­ten fest­li­chen De­ko­ra­tio­nen, Ker­zen und Tan­nen­zwei­ge auf Ti­schen und Si­de­boards ar­ran­giert wer­den, zieht ein sü­ßer Duft nach Leb­ku­chen, Glüh­wein und selbst ge­mach­ten Pra­li­nen durch die hel­len Wohn­räu­me des gro­ßen Holz­hau­ses in Land­bo, ei­nem Vo­r­ort nord­öst­lich von Hel­sin­ki. Kein Wun­der, denn Haus­her­rin Ja­ni­na be­treibt ne­ben ih­rem Ganz­tags­job als vier­fa­che Mut­ter ein klei­nes Un­ter­neh­men na­mens „Ba­ke&Party“, das sich auf fri­sche Back­wa­ren und Zu­be­hör für Kin­der­fes­te spe­zia­li­siert hat. Den all­jähr­li­chen Hö­he­punkt ih­rer Lei­den­schaft bil­det das gro­ße Leb­ku­chen­haus, das Ja­ni­na in auf­wen­di­ger Ar­beit backt und mit Zu­cker­guss ver­ziert und das auf dem gro­ßen Ess­tisch schon ei­nen Stamm­platz hat. „Zu­sätz­lich ma­che ich aber auch noch ein klei­ne­res, das die Kin­der an­schlie­ßend ver­zie­ren dür­fen und das

„Das ge­mein­sa­me Ba­cken ist bei uns über die Jah­re zur Tra­di­ti­on ge­wor­den“

bei der Men­ge an Zu­cker­per­len, die sie da­für ver­wen­den, im­mer ein­zu­stür­zen droht“, lacht sie. Für die vier Kin­der Lu­kas (10), Nooa (9), Ben (5) und Nest­häck­chen Me­lis­sa (2) ist die Vor­weih­nachts­zeit aber nicht nur der Sü­ßig­kei­ten we­gen ei­ne ganz be­son­de­re Zeit. Schon An­fang No­vem­ber holt Ma­ma Ja­ni­na die ers­ten Kis­ten mit fest­li­chen Ac­ces­soires aus dem Kel­ler und dra­piert sie mit Tan­nen­zwei­gen und fri­schem Moos aus dem Wald zu hüb­schen De­ko­ra­tio­nen. „Das Grün von Na­del­bäu­men mag ich be­son­ders ger­ne, weil es nicht nur toll aus­sieht, son­dern auch sei­nen köst­li­chen Duft im gan­zen Haus ver­strömt“, schwärmt die Fin­nin. Ei­ne zwei­te Schwä­che hat die 35-Jäh­ri­ge für die sü­ßen Fe­en, Schwein­chen und an­de­ren Stoff­fi­gu­ren der dä­ni­schen Fir­ma Mai­leg. „Sie sind ei­ne tol­le Er­gän­zung zu un­se­rer Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on, die mehr­heit­lich in Rot und Grau ge­hal­ten ist. Aber die Kin­der neh­men sie auch ger­ne zum Spie­len und ver­tei­len sie an­schlie­ßend ir­gend­wo im Haus“, er­zählt sie schmun­zelnd. Ei­ne wei­te­re Tra­di­ti­on, über die sich

die drei Jungs und die zwei­jäh­ri­ge Me­lis­sa freu­en, sind die mit Sü­ßig­kei­ten und Über­ra­schun­gen ge­füll­ten Weih­nachts­strümp­fe, die Ja­ni­na und Pa­pa Te­ro je­des Jahr vor­be­rei­ten. „Ich ma­che das wirk­lich ger­ne“, be­teu­ert sie. „Denn das Al­ler­schöns­te an Weih­nach­ten ist für mich nicht das gan­ze Drum­her­um, nein, es sind die leuch­ten­den Kin­der­au­gen und die Freu­de, mit der sie uns im­mer wie­der an­ste­cken.“Um bei ei­nem sol­chen Pen­sum an Vor­be­rei­tun­gen und vor­weih­nacht­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten wie den ge­mein­sa­men Back­nach­mit­ta­gen nicht in Stress zu ge­ra­ten, fängt Ja­ni­na ein­fach früh ge­nug da­mit an. „Ich ma­che lie­ber hier und da ein biss­chen, pa­cke schon mal ein, zwei Ge­schen­ke ein, als al­les bis zum Schluss auf­zu­schie­ben.“Dass das al­les nicht nur ei­ne Fra­ge von Dis­zi­plin, son­dern auch ei­ner gu­ten Or­ga­ni­sa­ti­on ist, ver­steht sich von selbst. Aber als vier­fa­che Mut­ter mit ei­ge­nem Un­ter­neh­men sind die­se Ei­gen­schaf­ten si­cher­lich das gan­ze Jahr über ge­for­dert.

„Das Schöns­te an Weih­nach­ten sind für mich die leuch­ten­den Kin­der­au­gen“

OBEN Zeit für ih­re Kin­der zu ha­ben, ist für Ja­ni­na ein Lu­xus, den sie sehr schätzt.

UNTEN LINKS Aber auch ihr Hob­by, das De­ko­rie­ren, darf nicht zu kurz kom­men.

BACK­STU­BE Ne­ben zwei Leb­ku­chen­häu­sern backt Ja­ni­na auch je­des Jahr ei­nen Tan­nen­baum aus ge­sta­pel­ten Leb­ku­chen.

DIE­SE SEI­TE Beim Ba­cken hel­fen die Kin­der flei­ßig mit. So­gar die klei­ne Me­lis­sa weiß schon, wie der Teig rich­tig aus­ge­rollt wer­den muss, da­mit an­schlie­ßend hüb­sche Leb­ku­chen­her­zen dar­aus ent­ste­hen.

KÜ­CHEN­HEL­FER Ben und Me­lis­sa schau­en ih­rer Mut­ter beim Ab­wie­gen der Zu­ta­ten ge­nau auf die Fin­ger.

WEIH­NACHT­LI­CHES SCHLA­RAF­FEN­LAND Der Schrank vol­ler selbst ge­mach­ter Kek­se und Sü­ßig­kei­ten ist ei­ne Fa­mi­li­en­tra­di­ti­on.

DIE­SE SEI­TE OBEN Das zau­ber­haf­te Leb­ku­chen­haus von Ja­ni­na hat sei­nen Eh­ren­platz auf dem gro­ßen Ess­tisch.

UNTEN LINKS Auch die Jungs fin­den die vie­len klei­nen Weih­nachts­de­ko­ra­tio­nen ih­rer Mut­ter toll.

DIE­SE SEI­TE Wie ei­ne Prin­zes­sin fühlt sich Me­lis­sa nicht nur als Schwes­ter von drei Jungs, son­dern auch in ih­rem lie­be­voll ein­ge­rich­te­ten Zim­mer. Die Fe­en von Mai­leg dür­fen na­tür­lich nicht feh­len.

PUP­PEN­STU­BE Me­lis­sas Zim­mer zie­ren Mö­bel im Shab­by-Look und ei­ne gan­ze Schar von Stoff­fi­gu­ren.

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