EIN LAND­HAUS IM WIN­TER­KLEID

Landfrau - - INHALT - Text: A. Rampl, L. Sep­ti­mus Krogh • Fo­tos: K. Sep­ti­mus Krogh/Hou­se of Pictures

Das Cot­ta­ge der Dä­nin Hen­ri­et­te Hee­gard ist auch in der kal­ten Jah­res­zeit ei­ne ge­müt­li­che Oa­se

Ihr Cot­ta­ge an der dä­ni­schen Nord­küs­te ge­nie­ßen Hen­ri­et­te und John nicht nur im Som­mer – auch in der Win­ter­zeit ist ihr Do­mi­zil ei­ne ge­müt­li­che Wohl­fühl­oa­se.

„Es gibt nichts, was mich mehr ent­spannt, als ein knis­tern­des Feu­er in un­se­rem of­fe­nen Ka­min“

Schon seit Wo­chen herrscht re­ges Trei­ben bei den Hee­gaards. Hen­ri­et­te brach­te zu­nächst al­le Räu­me auf Hoch­glanz, be­vor sie mit ih­rer win­ter­li­chen De­ko­ra­ti­on los­leg­te. Im Wald sam­mel­te sie Kie­fern­zwei­ge und Tan­nen­zap­fen, die sie mit Ane­mo­nen, Ro­sen und Hya­zin­then zu ein­drucks­vol­len Ge­ste­cken ar­ran­gier­te. Die Mi­stel­zwei­ge be­sorg­te sich die krea­ti­ve Dä­nin bei ei­nem Bau­ern in der Nach­bar­schaft, der sie per­sön­lich aus den Bäu­men schnei­det. So frisch be­kommt man sie sonst nir­gend­wo. „Na­tür­lich kommt ein Bund da­von gleich über die Ein­gangs­tür, da­mit al­le Be­su­cher dar­an den­ken, sich zu küs­sen“, sagt Hen­ri­et­te schmun­zelnd. Aus den üb­ri­gen Zwei­gen hat sie fi­li­gra­ne Krän­ze ge­bun­den, die nun die Fens­ter schmü­cken. Be­son­de­re Vor­sicht er­for­der­te das Aus­pa­cken des leicht zer­brech­li­chen Christ­baum­schmucks, der seit Ge­ne­ra­tio­nen in der Fa­mi­lie wei­ter­ge­reicht wird. Im Lau­fe der Jah­re sind na­tür­lich et­li­che Stü­cke hin­zu­ge­kom­men.

Was kei­nen Platz am Baum fin­det, wird in Glä­sern und Scha­len zur Schau ge­stellt oder an Lam­pen und Ge­wei­he ge­hängt. Ges­tern stand das Ein­pa­cken der Ge­schen­ke auf dem Pro­gramm. Da kommt schon ei­ni­ges zu­sam­men, schließ­lich ha­ben die vier Kin­der der Hee­gaards samt Part­nern und En­keln ih­ren Be­such an­ge­kün­digt. „Zwei mei­ner Kin­der le­ben im Aus­land, da sieht man sich nicht sehr oft“, er­klärt uns die vier­fa­che Mut­ter. „Und die an­de­ren bei­den woh­nen auch nicht in un­mit­tel­ba­rer Nä­he, dar­um sind die ge­mein­sa­men Fei­er­ta­ge im­mer et­was Be­son­de­res.“In die­sem Jahr fei­ern sie das ers­te Mal in ih­rem neu­en Cot­ta­ge in Snek­kers­ten. Das Fa­mi­li­en­zim­mer mit of­fe­ner Kü­che, dem Wohn­raum samt Schwe­den­ofen und ei­nem Ess­platz mit herr­li­cher Aus­sicht bil­den den zen­tra­len Teil des Hau­ses. Ei­ne Stu­fe tie­fer liegt das Ka­min­zim­mer mit ei­nem of­fe­nen Feu­er­platz, in dem im Win­ter fast im­mer ein paar Holz­schei­te bren­nen. „Es gibt nichts, was mich mehr ent­spannt“,

„Gäs­te sind bei uns im­mer will­kom­men“

be­kennt Hen­ri­et­te. „Das Knis­tern der Flam­men und die wär­men­de Glut er­zeu­gen in mir ei­ne woh­li­ge Ge­bor­gen­heit, be­son­ders, wenn es drau­ßen stürmt und schneit.“Wäh­rend die Dä­nin drin­nen al­les für das Fest vor­be­rei­tet, schippt John drau­ßen die We­ge frei. Zu­dem legt er Fut­ter in die Vo­gel­häu­ser und baut den selbst ge­schla­ge­nen Christ­baum auf. Das Holz für die Win­ter­ta­ge hat er be­reits fein säu­ber­lich ne­ben dem Haus­ein­gang auf­ge­sta­pelt. Hen­ri­et­te hat vor al­lem in der Kü­che viel zu tun, denn die letz­ten Plätz­chen wol­len ge­ba­cken wer­den. „Mor­gen ist es so weit, da kom­men die Kin­der“, freut sie sich sicht­lich. „Ein Weih­nachts­fest oh­ne un­se­re tra­di­tio­nel­len Leb­ku­chen ist ein­fach un­denk­bar.“Ja, an ei­ni­gen Bräu­chen hal­ten Hen­ri­et­te und John ger­ne fest, ins­be­son­de­re des­halb, weil die gan­ze Fa­mi­lie dar­an Ge­fal­len fin­det. Den­noch gibt es an Weih­nach­ten viel Frei­raum für Spon­ta­nei­tät. Ge­macht wird, was das Wetter er­laubt und wor­an die En­kel­kin­der Spaß ha­ben.

GROS­SES BILD Dick ein­ge­mum­melt in ei­ne Woll­de­cke ge­nießt Hen­ri­et­te ei­ne hei­ße Tas­se Tee auf ih­rer Veran­da. KLEI­NE BIL­DER, VON OBEN Kör­be und Rank­hil­fen zie­ren den Vor­gar­ten; ei­ne von Johns Jagd­tro­phä­en; Nach­bar Magnus kommt oft mit dem Fahr­rad vor­bei.

LIN­KE SEI­TE Die An­rich­te dient zur Prä­sen­ta­ti­on von de­ko­ra­ti­ven

De­tails. OBEN Die Ta­fel er­strahlt in fest­li­chem Rot und Bei­ge, an den Fens­tern hän­gen Hen­ri­et­tes selbst­ge­mach­te Mi­stel­kränz­chen. UNTEN Die Ser­vi­et­ten sind mit hüb­schen Stoff­schlei­fen um­wi­ckelt.

OBEN Um den Weih­nachts­baum schart sich wie je­des Jahr die Ted­dy-Samm­lung der Fa­mi­lie. UNTEN LINKS Ar­ran­ge­ments aus Zwei­gen und Ker­zen zie­ren den gan­zen Wohn­be­reich. RECH­TE SEI­TE Die Sitz­ecke am Ka­min lädt zu ge­müt­li­chen Aben­den ein.

OBEN Die Gäs­te­zim­mer strah­len dank ih­rer hel­len Ein­rich­tung ei­ne wun­der­bar ru­hi­ge und ge­müt­li­che At­mo­sphä­re aus. Auch hier schmü­cken Hen­ri­et­tes Mi­stel­kränz­chen die Fens­ter. UNTEN LINKS Auch im Win­ter ge­nießt die Haus­her­rin ih­re Veran­da vor dem Haus.

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