2. BISSIGER WOHLTÄTER

Landfrau - - Kochen & Genießen -

Kräu­ter­frau Ma­ria Tre­ben schätz­te die Brenn­nes­sel we­gen ih­rer blut­rei­ni­gen­den und blut­bil­den­den Ei­gen­schaf­ten. Hi­ma­la­ya­völ­ker ver­eh­ren sie bis heu­te als hei­li­ge Pflan­ze und spä­tes­tens seit die Smoot­hies in un­se­re Er­näh­rung Ein­zug ge­hal­ten ha­ben, wis­sen auch wir die ur­al­te Ge­mü­se­pflan­ze wie­der zu schät­zen. Ih­re harn­trei­ben­de Wir­kung ist auf den ho­hen Ge­halt an Mi­ne­ral­stof­fen zu­rück­zu­füh­ren, der ho­he Ge­halt an Vit­amin C be­lebt den Kör­per und för­dert die Ab­wehr­kräf­te. Da die schmer­zen­den Brenn­haa­re beim Ko­chen und Düns­ten un­schäd­lich ge­macht wer­den, eig­net sich die wür­zig schme­cken­de Brenn­nes­sel her­vor­ra­gend zur Zu­be­rei­tung von Sup­pen, Kräut­er­sau­cen und Dips, als Pes­to und als Ge­mü­se.

3. WAS IN IHR STECKT

Die Brenn­nes­sel ist mit ih­rer Fül­le an Vit­ami­nen, Mi­ne­ra­li­en und pflanz­li­chen Hor­mo­nen die per­fek­te Wahl für ei­ne be­le­ben­de Frühjahrskur. Ne­ben Chlo­ro­phyll, Fol­säu­re, Se­len und Kie­sel­säu­re hat sie Vit­amin A, B, S und K, Ma­g­ne­si­um, Ei­sen, Ka­li­um so­wie wei­te­re wert­vol­le In­halts­stof­fe im An­ge­bot. Ihr En­zym Se­kre­tin trägt zu ei­ner Ver­meh­rung der ro­ten Blut­kör­per­chen bei. Über die Brenn­haa­re gibt die Pflan­ze Hist­amin und Ace­tyl­cho­lin ab, was zu ei­ner star­ken, wenn auch schmerz­haf­ten Durch­blu­tung der Haut führt und rheu­ma­ti­sche Ge­lenk­be­schwer­den lin­dern soll. ZU­TA­TEN: • 2 gro­ße Schüs­seln frisch ge­pflück­te Brenn­nes­sel­spit­zen • 1 Bund fri­scher Ker­bel • 1 Zwie­bel • 1 Knob­lauch­ze­he • 1 Stan­ge Lauch • 1 gro­ße Kar­tof­fel • 1 Eß­l­öf­fel Raps­öl • 1 Li­ter Ge­mü­se­brü­he • Pfef­fer, Salz, Mus­kat • Sah­ne, Crè­me fraîche

ZU­BE­REI­TUNG: Zwie­bel und Knob­lauch wür­feln und in dem er­hit­zen Raps­öl an­düns­ten. Die ge­schäl­te Kar­tof­fel wür­feln und zu­ge­ben. Brenn­nes­seln, Por­ree und Ker­bel wa­schen, zer­klei­nern und mit­düns­ten, bis die Brenn­nes­seln in sich zu­sam­men­fal­len. Mit der hei­ßen Ge­mü­se­brü­he auf­fül­len und ca. 20 -30 min. kö­cheln las­sen. Al­les pü­rie­ren und mit Salz, Pfef­fer und Mus­kat ab­schme­cken. Ei­nen Schuss Sah­ne un­ter­zie­hen. Mit ei­nem Klecks Crè­me fraîche und ei­nem Zweig Ker­bel ser­vie­ren. Wer mag, kann die Sup­pe mit ei­ni­gen Kr­ab­ben oder ge­räu­cher­ter Fo­rel­le gar­nie­ren. ZU­BE­REI­TUNG:

Kräu­ter­ex­per­ten emp­feh­len ei­ne drei­wö­chi­ge Tee­kur, bei der man über den Tag ver­teilt drei bis vier Tas­sen hei­ßen Brenn­nes­sel­tee trin­ken soll­te.

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