Win­ter­mär­chen in Fa­l­un­rot

Landhaus Living - - LANDHAUS - TEXT An­na Tru­el­sen, Chris­ti­na Reu­ter • FO­TOS Ca­ri­na Olan­der

Zu­sam­men­fü­gen, was zu­sam­men­ge­hört: Nach ei­ner tur­bu­len­ten Ver­gan­gen­heit ist das

Zu­hau­se der Svens zur Ruhe ge­kom­men.

Nor­di­sche Na­tür­lich­keit Mit war­men Fel­len, je­der Men­ge Tan­nen­zwei­gen und blü­hen­den Hya­zin­then läu­tet An­ni­ka den Win­ter ein.

De­tail­lier­te Weg­be­schrei­bun­gen? Dar­auf kön­nen An­ni­ka und Kent jetzt in der Vor­weih­nachts­zeit ge­trost ver­zich­ten. Denn auch wenn das fa­l­un­ro­te Holz­haus von Bir­ken und Kie­fern ein­ge­rahmt ist, sieht man das gro­ße An­we­sen schon von Wei­tem: Mit ei­ner pud­ri­gen Schnee­de­cke über­zo­gen, strah­len die mit gro­ßen Leuchts­ter­nen ge­schmück­ten Spros­sen­fens­ter in der Däm­me­rung um­so hel­ler. So ein­la­dend und be­hag­lich das Haus der Fa­mi­lie von au­ßen auch wirkt – warm an­zie­hen soll­te man sich den­noch. Der Frost hat Flo­ra und Fau­na fest im Griff, selbst der See, der di­rekt vor der Haus­tür liegt, hält jetzt un­ter ei­ner di­cken Eis­schicht Win­ter­schlaf. Im In­ne­ren ist es bei den Svens da­für gleich dop­pelt ge­müt­lich: Schon an der gel­ben Haus­tür er­war­tet Be­su­cher ein stim­mungs­vol­les Still­le­ben aus gro­ßen La­ter­nen, lie­be­voll be­pflanz­ten Holz­kis­ten und Kie­fern­zwei­gen. Wie sehr An­ni­ka ihr Zu­hau­se be­son­ders in der Vor­weih­nachts­zeit liebt, merkt man spä­tes­tens dann, wenn man im gro­ßen, hell er­leuch­te­ten Wohn­zim­mer vor dem war­men, guss­ei­ser­nen Ofen an­ge­kom­men ist. Über­all duf­tet es nach Hya­zin­then und fri­schen Tan­nen­zwei­gen – denn da­von gibt es in den um­lie­gen­den Wäl­dern mehr als ge­nug, wäh­rend von der Kü­che der sü­ße Duft frisch ge­ba­cke­ner Leb­ku­chen und fruch­ti­gen Glöggs her­über­strömt. Dass der ein­la­den­de Raum frü­her ein­mal als Ein­gangs­hal­le für das 1926 er­bau­te Haus dien­te, da­von zeu­gen heu­te nur noch die ho­hen Zim­mer­de­cken: Lan­ge Zeit wur­de das ehe­ma­li­ge Ge­mein­de­zen­trum

für ge­mein­nüt­zi­ge Ar­beit ge­nutzt, be­vor es zu ei­nem Zwei­fa­mi­li­en­haus um­funk­tio­niert wur­de. Von der et­was ei­gen­wil­li­gen Ver­gan­gen­heit des statt­li­chen An­we­sens lie­ßen sich die Svens zum Glück nicht ab­schre­cken. Heu­te wohnt die drei­köp­fi­ge Fa­mi­lie auf stol­zen 260 Qua­drat­me­tern, die sich auf 10 Zim­mer ver­tei­len. Vie­le Tü­ren und Zwi­schen­wän­de, die zu frü­he­ren Zei­ten die pri­va­ten von den öf­fent­li­chen Be­rei­chen trenn­ten, sind mitt­ler­wei­le ver­schwun­den und ge­ben den Blick frei auf re­stau­rier­te Die­len­bö­den, gro­ße Fens­ter und ei­ne Em­po­re, die durch ei­ne Trep­pe mit dem Wohn­zim­mer ver­bun­den ist. So­bald die letz­ten Ma­ler­ar­bei­ten er­le­digt wa­ren, stat­te­te An­ni­ka je­den Raum nach und nach mit ih­rer spe­zi­el­len Mi­schung aus war­men Holz­mö­beln, Vintage-Fund­stü­cken und skan­di­na­vi­schen Klas­si­kern aus. Jetzt im Win­ter ge­sel­len sich da­zu noch je­de Men­ge flau­schi­ge Kis­sen und Fel­le – und na­tür­lich darf auch die ty­pisch nor­di­sche De­ko in Rot-Weiß nicht feh­len, be­son­ders wenn an Weih­nach­ten Freun­de und Fa­mi­lie für An­ni­kas be­rühm­ten Glögg zu­sam­men­kom­men. Wie zu frü­he­ren Zei­ten ist das ro­te Holz­haus dann wie­der ein wär­men­der Zufluchts­ort für Jung und Alt.

Kon­trast­rei­che De­ko „Zur Ab­wechs­lung ha­be ich im Ober­ge­schoss vie­le Na­tur­tö­ne und Schwarz-Weiß ge­wählt.“

NA­TUR PUR Dich­te Bir­ken­und Kie­fern­wäl­der um­ge­ben das Haus.

TÜRSCHMUCK Win­ter­li­che Eri­ka und Tan­nen­ge­ste­cke zie­ren den Ein­gang.

SÜS­SE NACH­RICHT Selbst ge­ba­cke­ne Leb­ku­chen wer­den na­tür­lich stil­echt

de­ko­riert.

STERN­STUN­DE

Der Weih­nachts­baum wird mit viel La­met­ta ge

schmückt.

KU­SCHE­LIG Klei­ne Ecken wie die­ser Le­se­platz un­ter der Wohn­zim­mer­trep­pe

trifft man häu­fi­ger.

HOCH HIN­AUS Über die Trep­pe ge­langt man in Jo­se­fi­nes Reich.

Wei­ße Weih­nach­ten

Im hel­len Wohn­zim­mer prä­sen­tie­ren sich die auf­ge­ar­bei­te­ten Die­len von ih­rer schöns­ten Sei­te. Licht­quel­len auf meh­re­ren Ebe­nen ma­chen den Raum ge­müt­lich.

Aus der Back­stu­be

Hübsch ver­zier­te Ren­tier­kek­se und an­de­re sü­ße Le­cke­rei­en lo­cken selbst Te­enager-Toch­ter Jo­se­fi­ne und ih­re Freun­din­nen in die be­hag­lich ein­ge­rich­te­te Kü­che.

OBEN Bo­den­tie­fe Fens­ter sor­gen bei Tisch für ein traum­haf­tes See­pan­ora­ma.

UNTEN Auf dem be­tag­ten Holz­ofen wird an Hei­lig­abend der Glögg ser­viert – dann duf­tet es nach Zimt, Nel­ken und Kar­da­mom.

RECHTS Rot­ba­cki­ge Äp­fel be­stückt die Haus­her­rin mit wei­ßen St­ab­ker­zen.

SCHÖN SCHRÄG Nied­ri­ge Re­ga­le, weiß la­ckier­te Ver­tä­fe­lun­gen: Dank et­was De­ko­ge­schick wirkt die Bi­b­lio­thek wun­der­bar ein­la­dend.

EIS­ZEIT Jetzt im Win­ter wird der zu­ge­fro­re­ne See häu­fig zum Schlitt­schuh­lau­fen ge­nutzt.

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