Geht nicht, gibt’s nicht

Landleben - - Wohnen & Landleben -

Dy­na­mi­sches Land­le­ben

Wenn man et­was möch­te, dann muss man es ein­fach ma­chen. Un­ge­fähr so lau­tet das Le­bens­mot­to von Ant­je und Mat­thi­as aus dem Harz, denn die bei­den er­we­cken ih­re Wohn­träu­me im­mer rucki-zucki zum Le­ben.

Mit­ge­dacht und selbst ge­macht, so läuft das bei Ant­je und ih­rem Mann Mat­thi­as aus dem Harz nun schon seit 15 Jah­ren. Da­mals setz­ten sich die bei­den in den Kopf, ein Haus zu bau­en und zwar mög­lichst in Ei­gen­re­gie. Und da­mit nicht ge­nug der gro­ßen Vor­sät­ze: „Es muss­te un­be­dingt ein Holz­haus im dä­ni­schen Stil sein“, er­in­nert sich Mat­thi­as. „Für die lan­des­ty­pi­schen St­ein­häu­ser wa­ren wir nicht zu ha­ben.“Steht man heu­te in dem mit Hor­ten­si­en, Ro­sen, Wein­trau­ben und La­ven­del wun­der­schön an­ge­leg­ten Gar­ten und lässt den Blick schwei­fen, ist bei­na­he al­les, was das be­ein­druck­te Au­ge er­fasst, selbst ge­baut. Das gro­ße Wohn­haus in hell­gelb, die rus­ti­ka­le Ter­ras­se und die sü­ße Gar­ten­lau­be, die bei­na­he wie ei­ne Mi­nia­tur­aus­ga­be des Haupt­hau­ses aus­sieht, wur­den von die­sem Po­wer­paar und de­ren Freun­den er­schaf­fen. Der Hang zum sel­ber Hand­an­le­gen reicht bis ins kleins­te De­tail. So hat Mat­thi­as z.b. auch das Wohn­zim­mer­so­fa und die Ter­ras­sen­mö­bel ge­zim­mert, wäh­rend sich sei­ne Frau Ant­je zeit­gleich an der Näh- ma­schi­ne um die pas­sen­den De­cken und Kis­sen küm­mer­te. Bas­teln, Nä­hen und Stri­cken zäh­len ganz of­fen­sicht­lich zu Ant­jes Kern­be­ga­bun­gen. Farb­lich be­dient sich die krea­ti­ve Tüft­le­rin bei den de­zen­ten Pa­s­tell­tö­nen wie Tür­kis, Ro­sé und Gelb. Ihr Stil­emp­fin­den hat sie mitt­ler­wei­le auch zu ih­rem Be­ruf ge­macht. Als Be­sit­ze­rin ei­nes klei­nen In­te­ri­or-la­dens und Au­to­rin ei­nes Wohn­blogs bringt sie ih­ren ei­ge­nen Ge­schmack an den Mann bzw. die Kun­den und Le­ser­schaft. Vor al­lem Mar­ken wie Ib Laur­sen oder Gre­en­ga­te ha­ben es

ihr an­ge­tan. Da­ne­ben be­rei­chern vie­le Erb­stü­cke ihr In­te­ri­eur. Freun­de und Be­kann­te ken­nen Ant­jes Deko-lei­den­schaft und wis­sen, wo­mit man ihr ei­ne Freu­de ma­chen kann. Vie­le der Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de bei ihr zu­hau­se sind Mit­bring­sel und Ge­schen­ke. „ Al­les, was von Her­zen ge­schenkt wur­de, be­deu­tet mir sehr viel“, er­klärt die lei­den­schaft­li­che Un­ter­neh­me­rin. Und da sie nur halb­tags ar­bei­tet, kann sie die Nach­mit­ta­ge mit ih­rer Toch­ter Mar­le­ne und Hund Lil­li ver­brin­gen. Lil­li war einst ein Stra­ßen­hund in Grie- chen­land. Heu­te tobt er durch den Gar­ten von Ant­je und Mat­thi­as. Ach ja, der Gar­ten – der ist na­tür­lich auch selbst an­ge­legt. Das Herz­stück des Au­ßen­be­rei­ches ist die mit viel Lie­be ge­stal­te­te Lau­be. Und wenn es auf dem ei­ge­nen Grund­stück doch ein­mal zu eng wird, ist der Har­zer Bro­cken nicht weit und Hund Lil­li gibt die Wan­der­rou­te vor. Aber ganz ehr­lich, so schön es im Na­tio­nal­park Harz auch ist, wer ein so ge­müt­li­ches Zu­hau­se hat wie Ant­je, der kann ge­trost sa­gen: „Da­heim, da ist es doch am schöns­ten.“♠

Text: Hei­ke Heel Fotos: Li­vin­g4me­dia Die­ses Gar­ten­haus ist der gan­ze Stolz der glück­li­chen Be­sit­zer.

DIE FLÄ­CHE: Klein, aber wirk­lich sehr fein – mei­ne Lau­be misst ge­ra­de ein­mal 6 qm. WAS ICH HIER TUE: Ich nut­ze die Lau­be als Rück­zugs­ort, um ab­zu­schal­ten oder zum Um­top­fen und Pi­kie­ren. MEI­NE EIN­RICH­TUNG: Ein selbst­ge­bau­ter Pflanz­tisch, mei­ne gan­zen Ema

Einst Stra­ßen­hund in Grie­chen­land, heu­te fes­tes Fa­mi­li­en­mit­glied und sess­haft im Harz.

WIT­ZIG Die Email­le-wasch­schüs­sel wird sehr hu­mor­voll in Sze­ne ge­setzt.

Die pin­ke Far­be der Flam­men­blu­me Phlox fügt sich in die­ses Zu­hau­se stets gut ein.

Nicht nur das Wohn­haus und die Gar­ten­lau­be sind hier selbst­ge­macht, auch die Mö­bel wur­den in Ei­gen­re­gie ge­baut.

Seit be­reits 15 Jah­ren öff­net Ant­je täg­lich die­se Tür – und das stets in Best­lau­ne.

STILL­LE­BEN Bee­ren in der Tas­se – war­um auch nicht?

Der Herd ist aus der „gu­ten al­ten Zeit“, ein ech­tes Ori­gi­nal. Wer neu­es Ge­schirr in his­to­ri­schem Re­tro-ge­wand sucht, fin­det es bei Ant­je (shop.land­lust2.de).

Da­mit fri­sche Luft frei im Raum zir­ku­lie­ren kann, bes­ser auf syn­the­ti­sche Stof­fe ver­zich­ten. Na­tur­fa­sern wie Lei­nen und Sei­de sor­gen für gu­tes Kli­ma. Wer Die­len oder ei­ne an­de­re Art Holz­bo­den hat, soll­te nicht den Feh­ler ma­chen, die­sen mit Tep­pich oder PV

Die Vin­ta­ge-far­ben der Mar­ke JDL kom­men in die­sem Haus­halt übe­r­all zum Ein­satz. Das zu 100 Pro­zent na­tür­li­che Pro­dukt hält auf fast al­len Ober­flä­chen. Holz sorgt für Ge­müt­lich­keit und Wär­me, v.a. wenn es weiß ge­stri­chen ist. Al­te Kin­der­bet­ten, Eck­bän­ke un

DAS DACH De­cken Sie das Dach, egal wie klein es auch sein mag, mit Zie­geln, das sieht nicht nur schön aus, es ist zu­dem sta­bi­ler. DIE FAR­BE Spa­ren Sie auf kei­nen Fall an der Holz­schutz­far­be. Bei Farb­wün­schen ei­nen Lie­fe­ran­ten wäh­len, der die­se an­mischt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.