Peu à peu zum Glück........................................................................................

Der Nord­wes­ten Frank­reichs ver­zau­ber­te Thé­rè­se und Kees je­des Mal aufs Neue. Schließ­lich ent­schied sich das Paar, end­lich Nä­gel mit Köp­fen zu ma­chen ...

Landleben - - Inhalt - TEXT: M.ven­del/the­pa­per­work­fac­to­ry.nl, S. Ma­meg­ha­ni • STYLING: J. Phi­lip­se • FO­TOS: A. Gam­bon/co­co Fea­tu­res

Der Nord­wes­ten Frank­reichs ver­zau­ber­te Thé­rè­se und Kees je­des Mal aufs Neue. Schließ­lich ent­schied sich das Paar, end­lich Nä­gel mit Köp­fen zu ma­chen ...

Die Lie­be für die wun­der­schö­ne Nor­man­die kam für Thé­rè­se und Kees erst mit der Zeit. Frü­her fuhr das hol­län­di­sche Paar ger­ne mit dem Au­to nach Spa­ni­en oder Por­tu­gal, um dort Urlaub zu ma­chen. „ Auf der Rück­rei­se führ­te unsere Fahrt­rou­te im­mer durch den schö­nen Nord­wes­ten Frank­reichs. Die herr­li­chen Ap­fel­plan­ta­gen und Wie­sen, die sanf­ten Hü­gel und ro­man­ti­schen Bau­ern­häus­chen so­wie die freund­li­chen Ein­woh­ner fas­zi­nier­ten uns je­des Mal aufs Neue“, be­rich­tet Thé­rè­se. Und so fin­gen die bei­den an, sich auf die Su­che nach ei­nem Fe­ri­en­haus in die­ser Re­gi­on zu ma­chen. Der No­tar, den sie da­für be­auf­trag­ten, mach­te ih­nen je­doch we­nig Hoff­nung. Die Gegend sei als Fe­ri­en­ort ex­trem be­liebt, vor al­lem bei den Be­woh­nern des nur 200 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Pa­ris, er­klär­te er ih­nen. Ein Jahr spä­ter ver­such­ten Thé­rè­se und Kees er­neut ihr Glück und ver­si­cher­ten, wie sehr sie sich hier ein Häu­schen wünsch­ten. Der No­tar ließ tat­säch­lich sei­ne Kon­tak­te spie­len. Et voi­là: Er fand das per­fek­te Do­mi­zil für die bei­den.

SPAN­NEN­DE ZEI­T­REI­SE

„ Als wir das An­we­sen zum ers­ten Mal sa­hen, war es wie ei­ne Of­fen­ba­rung für uns“, er­zählt die Pen­sio­nä­rin. „Die Son­ne ging ge­ra­de auf und tauch­te das al­te Bau­ern­haus aus dem 18. Jahr­hun­dert mit­samt der Na­tur drum­her­um in ein ro­man­ti­sches Licht.“Die Fas­sa­de weist uri­ge Fach­werk­kunst auf, ist

aber zum Teil auch aus Stein ge­baut. Einst wur­de das Haus mit nur 90 Qua­drat­me­tern Flä­che für ei­nen Far­mer und sei­ne Fa­mi­lie er­rich­tet. „Es gab le­dig­lich ei­nen Wohn­raum mit Feu­er­stel­le, in dem die gan­ze Fa­mi­lie nachts zu­sam­men schlief “, er­klärt Kees. „Da­ne­ben liegt ei­ne Kam­mer, die wir in den ers­ten Jah­ren als Schlafzimmer be­nutzt ha­ben. Hin­zu kom­men noch ei­ne Kü­che und ein Bad.“Im obe­ren Stock­werk be­fand sich beim Ein­zug der bei­den ein tra­di­tio­nel­ler Heu­bo­den, der teil­wei­se so­gar of­fen war. Im Lau­fe der Zeit ließ das Paar ei­nen durch­gän­gi­gen Bo­den ein­zie­hen, re­no­vier­te die gan­ze Eta­ge und schuf ein gro­ßes Schlafzimmer so­wie ei­nen Ar­beits­be­reich.

BE­HUT­SAM ANS WERK

„Un­ser Ziel wäh­rend der Re­no­vie­rung war, den uri­gen Stil des Hau­ses in sei­nem Ori­gi­nal­zu­stand zu be­las­sen“, er­klärt Thé­rè­se. Da­für trat das Paar so­gar ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on bei, der am­bi­tio­nier­ten

„Mai­sons Pay­san­nes de Fran­ce“. Ih­re In­ten­ti­on ist es, ein Be­wusst­sein für his­to­ri­sche, fran­zö­si­sche Ge­bäu­de zu ver­mit­teln. „Sie brin­gen ei­nem so­gar die Bau­wei­se aus al­ten Zeiten nä­her“, er­zählt die Nor­man­die-lieb­ha­be­rin be­geis­tert. „Kees und ich be­leg­ten ei­nen Work­shop zu dem The­ma ‘Bau­en mit Schlamm’. Das war ex­trem in­ter­es­sant. Es han­delt sich da­bei um na­tür­li­chen Be­ton, der aus Wasser, Lehm und Stroh her­ge­stellt wird. Die­ses Ma­te­ri­al iso­liert viel bes­ser als Ze­ment und sieht mit sei­ner san­di­gen Far­be zu­dem hüb­scher aus.“Ihr Häu­schen wur­de einst dar­aus ge­fer­tigt und auch heu­te noch füllt der na­tür­li­che Be­ton die Zwi­schen­räu­me der Bal­ken an der Au­ßen­fas­sa­de aus.

VOLL­KOM­MEN ANGEKOMMEN

Als die Ar­bei­ten am Haus weit­ge­hend ab­ge­schlos­sen wa­ren, wid­me­te sich das Paar schließ­lich dem Gar­ten, der ih­nen schon bald viel zu klein er­schien. Und so kauf­ten die bei­den nach und nach mehr Land hin­zu. Letzt­lich hat­ten sie ge­nug Platz, um ei­nen Ge­mü­se­gar­ten an­zu­le­gen und zahl­rei­che Ro­sen zu pflan­zen. „Das be­deu­tet jetzt zwar mehr Ar­beit für uns, aber wir lie­ben es“, be­kennt Thé­rè­se. Das Paar ver­bringt mitt­ler­wei­le viel Zeit im Fe­ri­en­häus­chen. Kees gibt sich sei­nem Hob­by, dem Schrei­nern, hin, wäh­rend sei­ne Frau mit Stof­fen zau­ber­haf­te De­koOb­jek­te fer­tigt. Se­hen Sie selbst auf: www.ro­saca­ba­ne.ca­nal­blog.com ♠

Ro­man­tik Haus­herr Kees säg­te ein klei­nes Herz in ei­ne al­te Holz­tür – heu­te ist sie Gar­ten­tor samt Ro­sen­bo­gen.

Kees’ größ­tes Hob­by ist das Schrei­nern: Das Gar­ten­tür­chen und die Sitz­bank hat er selbst ge­fer­tigt. An­de­re Mö­bel, wie der Tisch und die Stüh­le, sind von An­ti­klä­den. Thé­rè­se ist für die De­ko im Gar­ten zu­stän­dig. Ar­beits­tei­lung

Sti­cke­rei­en Thé­rè­se liebt Lei­nenTisch­tü­cher – ganz nach fran­zö­si­scher Art.

Ap­pe­tit­lich Das selbst­ge­ba­cke­ne Brot wird in hüb­scher Form prä­sen­tiert.

Wie frü­her Glas­ka­raf­fen und ein an­ti­kes Tee-set schmü­cken die Ta­fel.

Ruheort Thé­rè­se liebt ih­ren klei­nen, uri­gen Sitz­platz mit Aus­sicht.

Samm­lung Wä­sche­kör­be nutzt die Da­me des Hau­ses oft auch nur als De­ko­ra­ti­on.

Show­room In der obe­ren Eta­ge stellt Kees sei­ne ei­ge­nen Mö­bel zur Schau.

Bon­ne Nuit Schön schlicht: ei­ne wei­ße Ro­se in ei­ner Vin­ta­geKaf­fee­kan­ne.

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