Woh­nen mit mehr Meer ..............................................................................

Nach ei­nem Urlaub auf der Île de Ré be­schlos­sen Mor­ga­ne und Pier­re Crus­sant, auf die In­sel zu zie­hen und dort ei­nen Ort der Er­in­ne­run­gen für die Fa­mi­lie zu kre­ieren.

Landleben - - Inhalt - TEXT: V. Ee­man, H. Ma­te­jcek FO­TOS: Mi­reil­le Roo­ba­ert

Nach ei­nem Urlaub auf der Île de Ré be­schlos­sen Mor­ga­ne und Pier­re, auf die In­sel zu zie­hen und ei­nen Ort der Er­in­ne­run­gen für die Fa­mi­lie zu kre­ieren.

Nur et­wa 100 Me­ter breit ist die Île de Ré an der schmals­ten Stel­le, ei­ne knapp drei Ki­lo­me­ter lan­ge Brü­cke ist der ein­zi­ge Zu­gang vom Fest­land aus. Rund­her­um schla­gen die ho­hen Wel­len des At­lan­ti­schen Oze­ans an den Sand­strand, am fer­nen Ho­ri­zont schei­nen Him­mel und Meer in­ein­an­der über­zu­ge­hen. Ver­win­kel­te Gäss­chen, im Som­mer ge­säumt von blü­hen­den Stock­ro­sen, durch­zie­hen das Dorf Por­tes-en-ré. Ein Zau­ber, dem sich auch die Fa­mi­lie Crus­sant* nicht ent­zie­hen konn­te, als man ihr vor über drei­ßig Jah­ren den Schlüs­sel zu ei­nem Fe­ri­en­häus­chen über­gab.

EIN MARITIMER TRAUM

Vom ers­ten Au­gen­blick an wa­ren die Crus­sants ver­liebt in das Dorf und die Île de Ré. Schon bald dar­auf stand der Ent­schluss fest: Sie wür­den ihr al­tes Le­ben hin­ter sich las­sen und ein Haus auf der In­sel an der West­küs­te Frank­reichs er­rich­ten. Nach­dem der Roh­bau fer­tig war, fuh­ren die bei­den

mit ih­ren Kin­dern, ei­nem be­freun­de­ten Elek­tri­ker und ei­nem Klemp­ner auf die In­sel. Al­le an­de­ren Ar­bei­ten er­le­dig­te das Paar selbst und ver­wan­del­te das Haus nach und nach in ein Fa­mi­li­en­do­mi­zil vol­ler na­tür­li­chem Charme und Ge­müt­lich­keit: Wän­de und De­cken wur­den mit Holz­pa­nee­len ver­klei­det, die Wand­schrän­ke bau­te Pier­re selbst ein und ver­sah sie mit or­gi­nel­len Tü­ren aus al­ten La­mel­lenFens­ter­lä­den. Im Kin­der­zim­mer die­nen die zwei­stö­cki­gen Al­ko­ven mit Lei­nen­vor­hän­gen als Rück­zugs­ort für die vier Ge­schwis­ter, in de­nen sie nach Lust und Lau­ne le­sen, spie­len oder träu­men kön­nen. Im Herbst, wenn raue Bö­en über die In­sel to­ben

und der Him­mel grau und wol­ken­ver­han­gen ist, mil­dern hel­le Far­ben, Mu­scheln und Treib­holz, ge­trock­ne­te Blu­men, Holz und Rat­tan die Sehn­sucht nach dem Som­mer.

GE­MÜT­LICH & GESCHMACKVOLL

„Ich de­ko­rie­re auf sehr in­stink­ti­ve Wei­se“, er­zählt die Haus­her­rin. „Mei­ne De­ko be­steht oft aus Ob­jek­ten, die ich in klei­nen Ga­le­ri­en oder auf ei­nem der In­sel-floh­märk­te ge­fun­den ha­be, so wie der Oh­ren­ses­sel aus Rat­tan, der in un­se­rem Schlafzimmer steht, al­te Ru­der oder schö­ne klei­ne Mö­bel, egal ob Se­kre­tär oder Schmink­tisch.“Die Wän­de zie­ren al­te Por­traits, die Mor­ga­ne auf­ge­hängt hat, weil sie ih­rem Mann und ih­ren Kin­der ähn­lich se­hen und sie Far­be ins sonst sehr hel­le In­te­ri­eur brin­gen. Und jetzt, wo die Ta­ge stets kür­zer wer­den, hat Mor­ga­ne schon über­all Kis­sen und war­me De­cken ver­teilt – per­fekt für ei­nen Win­ter­schlaf bis zum nächs­ten Früh­jahr.

Ein Herz für Kunst Por­traits wie die­ses hängen über­all im gan­zen Haus.

Auf­ge­räumt Länd­li­chen und zugleich ma­ri­ti­men Charme ver­brei­ten die Fens­ter­lä­den, die Pier­re in Schrank­tü­ren ver­wan­delt hat.

Trepp­auf Von Son­ne bis Meer: Auf den Stu­fen wur­de der Som­mer in blau­er Schrift ver­ewigt.

Aus­ge­stellt Die st­ei­ner­ne Frau­en­skulp­tur und das Meer­bild zie­hen al­le Bli­cke auf sich.

Hei­me­li­ge Zeit Ein Tisch­chen mit Le­se­stoff, da­zu Kis­sen und ei­ne Patch­work­de­cke: will­kom­men in der ku­sche­li­gen Jah­res­zeit!

Net­te Ecke Um das Schlafzimmer wohn­lich zu gestalten, ist der Klei­der­schrank mit hüb­schem Stoff ver­klei­det. Ein Her­ren­die­ner und ein Stuhl bie­ten Abla­ge­flä­che für Kleider.

Still­le­ben Stoff­ro­sen er­freu­en im Herbst und Winter das Au­ge – bis zum nächs­ten Som­mer, wenn ih­re ech­ten Art­ge­nos­sen er­blü­hen.

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