Das for­dern die Par­tei­en

Landsberger Tagblatt - - Politik Extra -

● CDU und CSU be­ken­nen sich in ih­rem Wahl­pro­gramm zur Ener gie­wen­de – der 2011 be­schlos­se­ne Aus­stieg aus der Atom­ener­gie „war rich­tig und wird von ei­ner brei­ten Mehr­heit in der Be­völ­ke­rung ge­tra gen“. Der Um­bau auf er­neu­er­ba­re Ener­gi­en sei „er­heb­lich vor­an­ge­kom men“, da­mit der Strom lang­fris­tig für al­le be­zahl­bar blei­be, set­ze man die „markt­wirt­schaft­li­che Her­an füh­rung und Sys­tem­in­te­gra­ti­on der er­neu­er­ba­ren Strom­er­zeu­gung kon­se­quent fort“. Auch zu den Kli­ma zie­len und dem Pa­ri­ser Kli­ma schutz Ab­kom­men be­kennt sich die Uni­on, setzt aber auf markt­wirt schaft­li­che In­stru­men­te.

● Die SPD will Deutsch­land „zur en­er­gie­ef­fi­zi­en tes­ten Volks­wirt schaft der Welt“ma­chen, gleich­zei­tig müs­se Ener­gie auch be­zahl­bar blei­ben. An­ge strebt wird, die Ener­gie­wen­de auch in den Wär­me und den Ver­kehrs­be reich zu tra­gen und den öf­fent­li­chen Ge­bäu­de­be­stand wie den öf­fent­li chen Per­so­nen­nah­ver­kehr „zu Vor­bil dern des nach­hal­ti­gen und ener gie­ef­fi­zi­en­ten Ver­brauchs“zu ent­wi ckeln. Mie­ter sol­len von der Ein spei­sung re­ge­ne­ra­ti­ver Ener­gi­en und ei­ner ei­ge­nen Ökostrom­pro­duk­ti­on fi­nan­zi­ell pro­fi­tie­ren.

● Die Lin­ke will, dass „die Vor­macht­stel­lung von Groß­kon zer­nen in der Ener­gie­ver­sor­gung be­en­det“wird und die Ener­gie­ver­sor gung um­fas­send bür­ger­nah er folgt. Durch ei­ne struk­tu­rel­le Re­form des EEG soll die Ökostrom­pro­duk ti­on auf 70 Pro­zent bis 2030 und 100 Pro­zent bis 2040 er­höht wer­den, zur Fi­nan­zie­rung wird ei­ne Ab­schaf fung al­ler Ra­bat­te für die In­dus­trie ge­for­dert, die Strom­steu­er für pri­va­te Kun­den soll ge­senkt wer­den. Um zu ver­hin­dern, dass die en­er­ge­ti­sche Sa­nie­rung von Ge­bäu­den zu hö­he ren Mie­ten führt, ist ein stär­ke­res fi nan­zi­el­les En­ga­ge­ment der öf­fent li­chen Hand nö­tig.

● Die Grü­nen wol­len „so fort“al­le Atom kraft­wer­ke und die 20 dre­ckigs­ten Koh­le­kraft wer­ke ab­schal­ten. Durch die Ein füh­rung ei­nes CO2 Min­dest­prei­ses sol­len sich In­ves­ti­tio­nen in den Kli ma­schutz auch be­triebs­wirt­schaft­lich loh­nen. Mit den Ein­nah­men wer den die Strom­steu­er ab­ge­schafft, die EEG Um­la­ge re­du­ziert und wei­te re Kli­ma­schutz­maß­nah­men fi­n­an ziert. Den Aus­stieg aus der Koh­le will die Öko Par­tei in den kom­men den vier Jah­ren „un­um­kehr­bar ein­lei­ten“. In ei­nem na­tio­na­len Kli ma­schutz­ge­setz sol­len die Re­duk ti­ons­zie­le für al­le Be­rei­che rechts­ver bind­lich fest­ge­legt wer­den.

● Ei­nen „Neu start in der Ener­gie­wen­de“for­dert die FDP und spricht sich da­für aus, sie zu ei­nem ge­samt­eu­ro­päi­schen Pro jekt zu ma­chen. „Strom soll dort pro du­ziert wer­den, wo die Stand­ort be­din­gun­gen die ge­rings­ten Kos­ten er­lau­ben.“Der Aus­bau der er­neu er­ba­ren Ener­gi­en sol­le dem frei­en Markt „mit al­len Chan­cen und Ri si­ken“über­las­sen wer­den. „Na­tio­na­le Al­lein­gän­ge leh­nen wir ab.“

● Als ein­zi­ge Par­tei be­strei tet die AfD, dass der Kli­ma wan­del vor­wie­gend men­schen­ge macht sei. Das Ziel ei­ner koh­len stoff­frei­en Ener­gie­ver­sor­gung sei „tech­nisch uto­pisch, öko­no­misch un­be­zahl­bar und schon des­halb un­er reich­bar, weil Deutsch­land nur mit 2,23 Pro­zent am welt­wei­ten

CO2 Aus­stoß be­tei­ligt ist“. Die AfD for­dert da­her die Kün­di­gung des Pa ri­ser Kli­ma­schutz Ab­kom­mens, die Auf­he­bung des Kli­ma­schutz­pla­nes der Bun­des­re­gie­rung, die er­satz­lo se Strei­chung des EEG und die wei­te re Nut­zung der be­ste­hen­den Kern kraft­wer­ke.

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