Platt an der Nord­see­küs­te

Landsberger Tagblatt - - Feuilleton -

Im ho­hen Nor­den des Bun­des­lan­des Nie­der­sach­sen spricht man Platt. Na­tür­lich nicht je­der, der dort wohnt. Aber recht vie­le Leu­te in Ost­fries­land kön­nen sich in die­sem Dia­lekt un­ter­hal­ten.

Ost­fries­land liegt zwi­schen der Küs­te des Mee­res Nord­see und un­ge­fähr der Stadt Leer. Au­ßer­dem ge­hö­ren – wie man schon am Na­men hört – die Ost­frie­si­schen In­seln zu die­ser Ge­gend. Man­che ost­frie­si­schen Aus­drü­cke klin­gen wie die Spra­che des Nach­bar­lan­des Nie­der­lan­de. „He, wat moi!“zum Bei­spiel: „Oh, wie schön!“Die Ver­wandt­schaft ist nicht all­zu über­ra­schend: Schließ­lich grenzt Ost­fries­land di­rekt an die Nie­der­lan­de.

Auch beim Lieb­lings­ge­tränk gibt es ein Son­der­wort

Wenn man sich ein biss­chen strei­tet, sagt man da­zu: kab­beln. Den be­kann­tes­ten ost­frie­si­schen Gruß hast du be­stimmt schon mal ge­hört: „Mo­in!“Nicht wun­dern: Da­mit grü­ßen die Ost­frie­sen den gan­zen Tag – nicht nur mor­gens.

Auch ihr Lieb­lings­ge­tränk trin­ken vie­le Leu­te in Ost­fries­land nicht nur am Mor­gen, son­dern mehr­mals am Tag. Ge­meint ist schwar­zer Tee. Am bes­ten mit Kl­unt­je – mit ei­nem Stück Kan­dis­zu­cker. Da­zu noch flüs­si­ge Sah­ne. Le­cker! (dpa)

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